
Alkoholsucht beim Partner erkennen
Alkoholismus ist eine folgenschwere Suchterkrankung, derer sich die Erkrankten selten bewusst sind. Bestimmte Anzeichen können helfen diese beim Partner festzustellen und den Grad der Alkoholsucht zu ermitteln.
Alkoholismus in Deutschland
Seit den 60er Jahren wird Alkoholismus weltweit als Krankheit anerkannt. Viele Statistiken beschäftigen sich mit dem Alkoholkonsum und der daraus möglicherweise resultierenden Alkoholabhängigkeit. Nach Aussagen des DRK sind heute etwa 2,5 Millionen Deutsche alkoholabhängig. Genaue Zahlen sind jedoch schwer zu ermitteln, da alkoholabhängige Menschen sich ihrer Krankheit nur selten bewusst sind. Dementsprechend kann zu jeder Statistik stets eine unbekannte Dunkelziffer hinzukommen.
Anzeichen für Alkoholismus
Für das Umfeld des Alkoholikers ist die folgenschwere Suchtkrankheit leicht zu erkennen. Grad Menschen aus dem alltäglichen Leben, wie der Lebenspartner, die Familie oder auch der Freundeskreis, können anhand von bestimmten Merkmalen eine Alkoholkrankheit vermuten.
Aus einer harmlos erscheinenden Gewohnheit, die aufgrund der deutschen Trinkkultur ungefährlich erscheint, kann eine Alkoholsucht resultieren. Beobachtet man eine dauerhafte Dosissteigerung bei seinem Partner, ist erste Vorsicht geboten. Gelegentliche Gedächtnislücken oder häufige Kontrollverluste lassen die Vermutung nahe legen, dass das Trinkverhalten bereits zu negativen Folgen geführt hat. Eindeutig kann man von einer Alkoholsucht sprechen, wenn man psychische oder körperliche Entzugserscheinungen oder bereits Alkoholfolgekrankheiten beim Partner beobachten kann.
Gründe für Alkoholismus
Gründe für den Alkoholismus sind individuell verschieden. Die Ursachen können beispielsweise in der Persönlichkeit des Betroffenen liegen, in bestimmten Kindheitserfahrungen oder in schwierigen beruflichen, familiären bzw. partnerschaftlichen Situationen. Berufliche Belastungen, finanzielle Nöten oder Tragödien innerhalb der Familie, wie z. B. der plötzliche Tod eines Angehörigen, können Auslöser für übermäßigen Alkoholkonsum sein.
Meistens versucht der Süchtige mithilfe des Alkohols aktuelle Schwierigkeiten auszublenden, aus der Realität zu flüchten und seine inneren Spannungen abzubauen.
Formen von Alkoholismus
Alkoholismus zeigt sich in verschiedenen Graden. Unterschieden werden können die „Nicht-Süchtigen“ und die „Süchtigen“.
„Nicht-Süchtige“ trinken zwar gewohnheitsgemäß, behalten sich jedoch die Freiheit jederzeit aufzuhören. Dazu zählen die „Alpha-Trinker“, die beim Auftreten von Problemen zum Alkohol greifen, und die „Beta-Trinker“, die gewohnheitsgemäß und regelmäßig trinken.
„Süchtige“ sind vom Alkohol abhängig und nicht in der Lage abstinent zu Leben. Dazu zählen die „Gamma-Trinker“, bei denen es noch unregelmäßig abstinente Phasen gibt, die „Delta-Trinker“, die einen regelmäßigen Alkoholkonsum haben und keine Rauschsymptome zeigen, und die „Epsilon-Trinker“, die über einen längeren Zeitraum abstinent leben können, dann aber exzessive Alkoholphasen haben, in denen sie unter Kontrollverlusten leiden.
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