
Reportage: Rollstuhlbesuch in Berlin / Barrierefreie Tourismusangebote in Berlin
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Seite 2: Behindertenfreundliches Technikmuseum...
Das Technikmuseum ist riesig und erstreckt sich über vier Etagen, jede ist mit einem Aufzug zugänglich. Die Schaukästen, Vitrinen, Bildschirme und Ausstellungsobjekte waren nicht zu hoch, mein Bruder konnte in seiner Sitzposition alles beobachten und bei Problemen half das ausreichende Personal im Museum weiter.
Vom Erdgeschoss bis zum zweiten Obergeschoss wird das Thema Schiffe, im dritten und vierten Obergeschoss das Thema Luftfahrt mit Flugzeugen behandelt. Es gibt auch ein Cockpit, das man sich anschauen kann. Um es sich anzusehen, muss man als Fußgänger ein paar Stufen hochlaufen, Rollstuhlfahrer konnten mit Hilfe einer Hubbühne ebenfalls die Plattform erreichen.
Weiterhin gibt es im vierten Stock eine riesige Aussichtsplattform, auch diese hat einen barrierefreien Zugang.
Mein Bruder interessierte sich am meisten für die zwei Lokschuppen, die außerhalb des Museums waren. Das Gelände war rollstuhlgeeignet und für die Lokschuppen gab es einen Rollstuhleingang ohne Stufen. Wir waren begeistert von den vielen Loks und Eisenbahnen und bestaunten eine alte Berliner Straßenbahn.
Wie kommt ein Rollstuhl in den Bus?
Nach dem Mittagessen fuhren wir mit dem Bus zum Haus der Kulturen der Welt an der Spree. Schon eine Woche vor dem Ausflug informierte ich mich bei einem Berliner Busfahrer inwiefern die Busse barrierefrei sind. Dieser bestätigte mir, dass alle Busse der Hauptstadt behindertengerecht seien. Ein Rollstuhlfahrer könne mit einer sich im Bus befindlichen Rampe im Bus problemlos in den Bus kommen, der Busfahrer würde helfen.
In unserem Fall half der Busfahrer leider nicht. Vielleicht lag es daran, dass mein Bruder, eine Begleitperson dabei hatte. Aber es wäre doch schön gewesen, wenn der Busfahrer uns gezeigt hätte, wie man die schwere Platte im Boden des Busses umklappt, damit mein Bruder in den Bus kommt.
Im Bus versperrte ein Kinderwagen den für Rollstuhlfahrer reservierten Platz. Mein Bruder musste versuchen, sich möglichst nicht in den Weg zu stellen. Natürlich ist so ein Kinderwagen sperrig und braucht auch Platz, aber einen Rollstuhlplatz zu blockieren ist nicht nötig. Leider bemühte sich der Besitzer des Kinderwagens auch nicht den Wagen bei Seite zu räumen.
jdö
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