
Versicherungen: Der Basisschutz für die Familie
- Private Haftpflichtversicherung
- Berufsunfähigkeitsversicherung
- Unfallversicherung
- Risikolebensversicherung
Berufsunfähigkeitsversicherung
Bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung geht es um die Sicherung des Lebensunterhaltes. Sie hilft, wenn ein Elternteil krank wird, sodass das Arbeiten unmöglich wird. Kann er seinen Beruf dauerhaft nicht mehr ausüben, zahlt der Versicherer ihm eine monatliche Rente aus und sichert so auch die Familie ab.
Man sollte eine Absicherung von ungefähr 75% des Nettoeinkommens und mindestens 1000 Euro wählen. Damit man nicht auf einen anderen Beruf verwiesen werden kann, der mit der Ausbildung, Erfahrung oder Lebensstellung vergleichbar ist, sollte man auf die so genannte „abstrakte Verweisung“ verzichten. „Allerdings spielt der abstrakte Verweis in den aktuellen Tarifen der Versicherer kaum eine Rolle mehr“, so Michael Nischalke von der Stiftung Warentest. Die Versicherer dürfen also nicht die Rentenzahlung verweigern und den Versicherten auf einen anderen Beruf verweisen, in dem er theoretisch arbeiten könnte – ganz egal, ob er eine Stelle bekommt oder nicht. Die Anbieter der neuen, guten Tarife müssen nur dann nicht einspringen, wenn der Versicherungsnehmer tatsächlich in einem gleichwertigen Beruf arbeitet, wenn er also eine Stelle bekommen hat.
„Das Problem ist, dass Menschen diesen Schutz, den sie bräuchten, gar nicht erst bekommen würden“, ergänzt Nischalke. Für Menschen mit Vorerkrankungen ist es tatsächlich schwer, diesen Versicherungsschutz zu bekommen – hier können schon regelmäßige Rückenschmerzen ausreichen, damit der Versicherer die Leistungen von vornherein einschränkt. Und für Menschen mit schweren Krankheiten ist es nahezu unmöglich, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Für sie bleibt nur die Unfallversicherung, die zudem weniger kostet, allerdings auch weniger Schutz bietet.
Spartipp: Bezahlbare Verträge gibt es etwa für 30-jährige Frauen (ab 882 Euro im Jahr). Je älter der Kunde, desto schwieriger wird es, einen günstigen Vertrag zu bekommen, da das Krankheitsrisiko ansteigt. Daher ist es ratsam, schon als Berufsanfänger einen Vertrag abzuschließen – am besten mit Nachversicherungsgarantie, das heißt: Später kann bei bestimmten Anlässen wie Heirat oder Immobilienerwerb die vereinbarte Rente erhöht werden, und zwar ohne Gesundheitsprüfung. Manche Versicherer sind bei der der Nachversicherungsgarantie großzügiger als andere, da sie mehr Erhöhungen erlauben. Experten raten, mehrere Angebote parallel einzuholen. Sobald man von einem Versicherer abgelehnt wurde, bekommt man nur schwer einen guten Vertrag, da man dann als „schlechtes Risiko“ gespeichert ist.
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