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Betreuung für Babys und Kleinkinder

Welche Möglichkeiten der Betreuung für Kleinkinder gibt es? Was sind die Vor- und Nachteile der verschiedenen Angebote?

Viele Mütter sehen sich gezwungen nach einem Betreuungsangebot für Ihre Kinder Ausschau zu halten, wenn sie wieder arbeiten gehen wollen oder müssen. Doch nicht immer sind - idealerweise - die Großeltern zur Hand.

Kinderkrippen

Plätze für Kinderkrippen sind knapp. Unter Umständen haben Sie nur eine Chance auf einen Krippenplatz, wenn Sie alleinerziehend sind und wieder zurück in Berufsleben gehen.

Einen Antrag stellen Sie formlos direkt bei der Einrichtung. Sie können aber auch zunächst persönlich Kontakt aufnehmen. Fristen für den Eintritt in die Kinderkrippe gibt es keine.

Es werden Kinder ab der 10. Lebenswoche bis zum dritten Lebensjahr aufgenommen. Die Kosten werden jeweils vom Träger der Kinderkrippe veranschlagt. Adressen erhalten Sie über das Jugendamt.

Auch wenn Sie froh sein sollten, überhaupt einen Krippenplatz für Ihr Kind bekommen zu haben, achten Sie dennoch genau auf die Ausstattung und Art der Betreuung.

Für Ihr Kind ist es besser, wenn die Gruppe klein ist, bzw. eine Erzieherin nicht mehr als vier Kinder betreuen muss.

Was muss ich tun?

  • Formlosen Antrag beim Träger der Einrichtung stellen,
  • direkt mit der Einrichtung Kontakt aufnehmen, in der das Kind untergebracht werden soll.
  • Welche Fristen muss ich beachten? - Keine
  • Welche Papiere muss ich mitbringen?- Bescheinigung über die gesundheitliche Eignung zum Besuch der Kinderkrippe (Hausarzt)

Was muss ich sonst noch wissen?

Kinderkrippen nehmen Kinder von der 10. Woche bis zum dritten Lebensjahr auf.
Der Träger der Kinderkrippe regelt in seiner Satzung Fragen zur Aufnahme, Betreuung und Finanzierung sowie die Rechte und Pflichten der Erziehungsberechtigten.

Krippenkinder können auch in altersgemischte Gruppen in gemeinschaftlich geführten
Einrichtungen betreut werden.

Weiterführende Adressen: Jugendämter, Kommunen, Freie Träger

Tagesmutter

Eine Tagesmutter betreut Ihr Kind meistens mit anderen und ihren eigenen Kindern zusammen.

Eindeutiger Vorteil einer Tagesmutter ist, dass die Betreuung viel intensiver als in einer Krippe ist, Ihr Kind erhält viel Liebe und Geborgenheit.

Und auch der Kontakt zwischen Ihnen und der Tagesmutter gestaltet sich in der Regel sehr viel persönlicher.

Zudem ist eine Tagesmutter flexibler, sodass Sie nicht von den Öffnungszeiten einer Kinderkrippe abhängig sind.

Für einen Halbtagsplatz müssen Sie mit 250 EUR im Monat an Kosten rechnen.

Nachteile, die aus der Betreuung durch eine Tagesmutter entstehen können, liegen meist in einem zu häufigen Wechsel der Tagesmutter, was Ihrem Kind Trennungsschmerz bereitet.

Achten Sie also darauf, dass Ihnen die Tagesmutter sympathisch ist, und dass Sie dieselbe Vorstellungen über Erziehung haben!

Nicht selten kommt es auch zu einem Konflikt ganz anderer Art: Manche Mütter reagieren mit starken Eifersuchtsgefühlen, da die Tagesmutter im Lauf der Zeit dem Kind sehr nahe kommt!

Adressen von Tagesmüttern erhalten Sie beim Jugendamt oder Sozialdienst. Auch Wohlfahrtsverbände können Ihnen weiterhelfen.

Au-pair-Mädchen

Die Betreuung durch ein Au-pair-Mädchen (oder Jungen) eignet sich natürlich nicht nur für Kleinkinder. Ein Au-pair-Mädchen engagiert man am besten durch eine darauf spezialisierte Agentur.

Die Mädchen oder Jungen kommen aus einem anderen Land und sind zwischen 18 und 26 Jahren.

Voraussetzung für eine Aupair-Betreuung ist, dass Sie Ihrem Gast Unterkunft und Mahlzeiten, 150 - 200 EUR Taschengeld und Fahrgeld für den öffentlichen Nahverkehr bieten können.

Auch sollten Sie eine Kranken- und Unfallversicherung für das Au-pair-Mädchen abschließen.

Entscheiden Sie sich nur für ein Au-pair-Mädchen, wenn Sie persönlich offen und kontaktfreudig sind! Aupairs werden quasi in die Familie integriert, machen leichte Hausarbeiten und Kümmern sich um Ihre Kinder.

Problematisch bei dieser Art der Betreuung ist, dass der Erfolg stark von der Persönlichkeit des Aupairs abhängt: Unselbstständigkeit und Kommunikationsprobleme machen Ihnen die Sache vielleicht schwerer, als geplant.

Zudem bleiben Aupairs oft nur für beschränkte Zeit, meist um ein Jahr herum.

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