
Chorionzottenbiopsie
Gewebeprobe aus dem zukünftigen Mutterkuchen
Aus der äußeren Hülle der Keimblase entwickelt sich die Zottenhaut (Chorion). Die Zotten (Chorionzotten) gehen eine enge Verbindung mit der Gebärmutterwand ein und bilden mit ihr die Plazenta.
Die Zotten haben die gleichen Zellen wie das Ungeborene. Deshalb können sie auf Chromosomenstörungen untersucht werden. Entweder wird mit einer dünnen Nadel durch die Bauchdecke oder mit einem dünnen Katheter durch die Scheide Gewebe aus den Zotten entnommen. Chromosomen-, Stoffwechsel- oder Muskelerkrankungen können mit den entnommenen Zellen erkannt werden.
Es besteht bei dieser Untersuchung ein ungefähres Risiko zur Fehlgeburt von 0,5 bis 1 Prozent. Manchmal ist auch eine Nachuntersuchung erforderlich, wenn das Ergebnis nicht eindeutig ist.
Die Chorionzottenbiopsie erfolgt schon während der elften und 14. Schwangerschaftswoche und dient einer frühen und schnellen Diagnostik.
Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für diese Untersuchung nicht, sie müssen deswegen von der Schwangeren selbst getragen werden.
jdö
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