
Cosma Shiva Hagen im Interview - Stimme von MASTER VIPER in KUNG FU PANDA 2

- © 2011 ShamrockPhoto/Norbert Kesten für Paramount Pictures Germany
„Nicht ganz so lustig wie der erste Teil, aber dafür spannend.“
Du sagst ja eigentlich gar nicht so viel in KUNG FU PANDA 2.
Ja. Eigentlich sagen wir alle gar nicht so viel. Alle sagen immer: Wie bereitet ihr euch denn alle vor? Und ich denke mir, ich will das ja alles nicht entzaubern, aber ich glaube wir Schauspieler sind alle ein bisschen eingestellt, um die Werbetrommel zu rühren.
Hast Du Dich mit dem Film beschäftigt?
Das muss man ja nicht wirklich. Man sieht sich den Film im Voraus an und bekommt so ein bisschen Gefühl für die Geschichte. Und dann spricht man die Sätze in Einzeltakes. Das dauert meist gar nicht so lange.
Wie lange warst Du denn damit beschäftigt?
Einen halben Tag oder so.
Bettina Zimmermann hat gesagt, sie hätte Schattenboxen gemacht beim Kampfgeschrei. Und Du als „Schlange?“
Man bewegt sich dann immer so schnell, man geht mit der Bewegung, fängt an sich nach hinten zu rollen oder so. Es ist doof, sich im Synchronstudio so viel zu bewegen, aber wir Schauspieler brauchen das irgendwie. Die Synchronregisseure sind davon wahrscheinlich immer so ein bisschen genervt. Viel konnte ich nicht machen. Jack Black hat immer gesagt, er hätte immer Kung-Fu-Unterricht gehabt. Alle bereiten sich immer großartig vor, aber ich bin vielleicht auch zu faul oder ich habe nicht so den Anspruch. Aber bei fünf, sechs Sätzen – das kriege ich auch so hin.
Siehst Du Schlangen als positive Tiere?
Eigentlich schon. Die Schlange „VIPER“ im Film ist ja auch keine böse Schlange, die ist ja total süß, kann Leute gut becircen und ist die ganze Zeit freundlich und nett. Aber eigentlich haben Schlangen natürlich einen anderen Ruf.
Wie stehst Du so zu Schlangen?
Wenn mir nachts eine an der Decke begegnen würde, würde ich schon schreien. Aber wenn ich weiß, was mich erwartet, habe ich keine Angst.
Welcher Teil gefällt Dir persönlich besser, der erste oder zweite Teil?
Ich mochte den ersten Teil sehr. Der zweite Teil ist ein bisschen actionlastiger und ich habe das Gefühl, nicht ganz so lustig wie der erste Teil, aber dafür trotzdem spannend. Und das ist ja bei zweiten Teilen meistens so, dass sie ein bisschen langweiliger sind. Das ist hier nicht der Fall, im Gegenteil: Die Geschichten werden so weiter erzählt, dass man sogar noch Lust auf einen dritten Teil bekommt. Der Film lässt so ein paar Sachen offen, das ist ganz gut gelöst.
Wo fühlst Du Dich wirklich zu Hause – Synchronsprecherei, Schauspielerei?
Eigentlich alles, was mit Schauspielerei zu tun hat. Es ist die Abwechslung, die Spaß macht. Theater habe ich zwischendurch auch immer wieder gemacht, aber da fühle ich mich nicht wirklich zu Hause. Richtig zu Hause fühle ich mich beim Film, auch, weil ich mit 15 damit angefangen habe.
Welcher Film kommt denn als nächstes von Dir?
Von Lars Becker fürs ZDF habe ich eine Hauptrolle gespielt. Der Film heißt „Schief gewickelt“, er ist über das Musik-Business in Hamburg, mit Uwe Ochsenknecht. Es war schön, in Hamburg zu drehen, da wohne ich ja. Meine Großmutter wohnt in Hamburg und ich habe bei Wolf und Pamela Biermann gewohnt. Ich war in Lüneburg im Internat und hatte viele Freunde in Lüneburg und Umgebung und dann kommt man glaube ich so schnell nicht wieder weg, weil man Freunde und Familie hat.
Du machst ja viele Kinderfilme – Hexe Lili, Mulan und jetzt KUNG FU PANDA 2 – fühlst Du Dich zu diesen Sachen hingezogen? Beschäftigst Du Dich gerne mit Kindern?
Es ist nicht so, dass ich gedacht habe, ich müsste jetzt ganz viel für Kinder machen. Es hat sich irgendwie so ergeben. Man freut sich einfach, wenn man bei solchen Projekten dabei sein darf und dann sagt man nicht nein.
Nutzt Du so etwas wie Facebook?
Ja, für die „sichtbar“, also seitdem ich Gastronomin bin, um Werbung machen zu können. In der Gastronomie ist es ja auch wichtig, dass man Werbung machen kann und die meisten Leute hängen ja nur noch bei Facebook rum.
Was gibt Dir die „sichtbar?“
Junge Kunst zu fördern - auch die eigene Kunst - und Künstler und Freunde zusammen zu bringen. Es ist einfach schön, auch was Eigenes zu machen. Als Schauspielerin fühlt man sich manchmal wie eine Marionette von und für…Die Gastronomie und speziell weil wir ja auch ein Kunsthaus haben, hat ja viel Ähnlichkeit mit der Schauspielerei. Man tut auch etwas für andere, man präsentiert was, man muss immer lächeln, immer gut drauf sein, auch wenn es einem mal nicht so gut geht…
Läuft die „sichtbar“ leichter, weil Du bekannt bist?
Nee, ich glaub eher nicht. Eher im Gegenteil. Es ist ja echt schwierig – die „sichtbar“ soll ja von sich und seiner Kunst leben. Da sollen nicht irgendwelche Fans hinkommen. Die sind natürlich willkommen, aber es soll nicht wie ein Fan-Laden sein. Und ich glaube es gibt schon viele Leute, die deshalb nicht kommen, weil es mein Laden ist.
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| Alle Fakten auf einen Blick | |
| Kinostart: | 16.06.2011 |
| FSK: | ab 6 Jahren |
| Länge: | 90 Min |
| Website: | www.KungFuPanda2.de |
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