
Die Muppets

Wiedersehen mit Kermit, Miss Piggy & Co: Wer erinnert sich nicht an die abgedrehten Anarcho-Stoffpuppen, die damals in den 70er- und 80erjahren in der Flimmerkiste liefen?! Jetzt kommen DIE MUPPETS auf die Kinoleinwand – als gleichnamiges Disney-Musical mit bestem Unterhaltungsfaktor für alle MUPPET-Fans sowie eine ganz neue Generation.
Die Geschichte beginnt im kleinen Städtchen Smalltown, einem Örtchen voller amerikanischer Klischees: Alle Menschen lächeln, die Sonne scheint und die Kinder wachsen behütet auf. So auch die Brüder Gary (Jason Segel) und Walter (eine orangene Puppe). Während Gary ein attraktiver Typ geworden ist, ist Walter ziemlich klein geblieben – und überhaupt scheint etwas anders zu sein mit ihm: Irgendwie sieht er aus wie ein typischer MUPPET, weshalb er wohl dringend wenigstens einmal im Leben dem Kopf der MUPPETS – seinem grünen Idol Kermit – begegnen muss.
Als Gary mit Mary, seiner Angebeteten, einen Urlaub in L.A. plant, steht für Walter außer Zweifel: Er muss mit, um einen Blick auf die berühmten MUPPET-Studios zu werfen. Dort angekommen erhält Walters Begeisterung einen Dämpfer: Die hehren Produktionsstätten der MUPPETS haben ihre Glanz-Zeiten längst hinter sich. Was noch fehlte: Der Ölmagnat Tex Richman, ein zwielichtiger Typ, will nach Öl bohren – und zwar genau unter dem altehrwürdigen MUPPETS-Theater. Mit zehn Millionen Dollar wären die Studios zu retten – doch woher so viel Geld nehmen? Es scheint ganz einfach: Die Krawallpuppen zusammenzutrommeln, um mit ihrer Rückkehr ins Showbiz den Rückkauf der Studios zu finanzieren!
Doch die MUPPETS sind inzwischen in alle Winde zerstreut: Während Kermit zurückgezogen als Privatier lebt, hat Miss Piggy einen schicken Job bei Vogue in Paris. Die kapriziöse Schweinedame entzückt ihre Leser als Plus-Size-Redakteurin, ist entsprechend erfolgsverwöhnt und anspruchsvoll. Und Gonzo, einst immer auf Krawall gebürstet, hat seine Trompeten und Kanonen gegen einen Business-Anzug eingetauscht und macht seine Geschäfte mit Klempnern – einem Griff ins Klo sozusagen, weshalb es nur geringer Überzeugungsarbeit bedarf, um ihn zur Rückkehr ins Showbiz zu überreden.
Fozzie tritt inzwischen zusammen mit einer drittklassigen Muppets-Tribute-Band namens „The Moopets“ auf. Auch er ist leicht zur Reunion mit seinen alten Weggefährten zu überreden, ist er doch der einzige echte MUPPET in dieser runtergerockten Band - einem miesen Haufen finsterer Zyniker, die sich am Erbe der MUPPETS zu bereichern versuchen.
Und dann das Tier, der ultimative Rock`n Roll-Überlebende: Er versucht gerade, seine Wutanfälle in einer speziellen Klinik zu therapieren, wo auch Jack Black seine Übungen macht, um zu innerer Ruhe zu finden. Auch Dr. Goldzahn und die anderen Mitglieder der Electric Mayhem Band sind schnell aufgetrieben – und ebenso Scooter, Rolf, Alder Sam und Prof. Dr. Honigtau Bunsenbrenner mit seinem treuen Assistenten Beaker.
Jetzt gilt es, das marode Theater erst einmal auf Vordermann zu bringen. Selbstverständlich kehren auch die beiden Alten, Statler und Waldorf, in ihre Loge zurück und sind dabei so griesgrämig und streitsüchtig wie einst. Um aber ans Ziel zu kommen, müssen die MUPPETS am Ende die maximale Show auf die Beine stellen, was angesichts ihrer früheren Erfolge sicher keine leichte Aufgabe ist.
Fazit
Disney lässt die Puppen tanzen und öffnet die unvergessene Welt der MUPPETS einer ganz unvorbereiteten Generation. Wer aber die MUPPETS schon kennt, schwelgt ganz in Nostalgie - und freut sich über die bekannte Anarcho-Hysterie der Krawallpuppen. Was dem jungen Publikum besonders auffallen dürfte: Anders als bei den meisten Comic-Produktionen geht es bei den Muppets stets um Team-Playing.
Während die Gag-Maschinerie auf Kosten anderer heute zum komödiantischen Standard geworden zu sein scheint, haben die plüschigen Puppen das offenbar nicht nötig. Vielmehr scheinen die MUPPETS ihre schräge Natur ohne weiteres zu akzeptieren. So ist die bekannte Lust am Zerstören genauso zeitlos wie die Liebesanfälle der kapriziösen Schweinedame. Subtile und besonders komische Anspielung: Miss Piggy sitzt in der Vogue-Redaktion im Mode-Mekka Paris und ist gestylt wie Anna Wintour, die Chefredakteurin der amerikanischen „Vogue“.
Außerdem urkomisch: Der Hühnerchor mit seinem hysterisch-sinnlosen Gegacker sowie der bekannte Muppet-Song „Mahna Mahna“.
Inmitten der zeitgenössischen Filmwerke mit ihrer Animationskunst und der so angesagten 3-D-Machart wie KUNG FU PANDA, TOY STORY oder „DER GESTIEFELTE KATER“ muten die schrägen Stoffpuppen zwar wie ein Fremdkörper in der modernen Cartoon-Landschaft an. Dennoch: Der Film steckt voller Witz, Abenteuer und Augenzwinkern – und bietet viele Highlights, die alle Altersklassen bestens adressieren dürften.
| Alle Fakten auf einen Blick | |
| Kinostart: | 19.01.2012 |
| FSK: | Ohne Altersbeschränkung |
| Länge: | 109 Minuten |
| Website: | www.disney.de/muppets |
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