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Serie: Das Stillen




Die Milchbildung

Schon während der Schwangerschaft bewirken Hormone das Wachstum des Drüsengewebes der weiblichen Brust.

Nach der Geburt wird durch das Saugen des Kindes und durch die hormonelle Umstellung die Milchproduktion angeregt. Das dafür verantwortliche Hormon heißt Prolaktin* und wird in der Hirnanhangsdrüse gebildet. Zusätzlich verursacht das Hormon Oxytozin*, dass sich die Milch führenden Drüsengänge zusammenziehen; somit wird der Milchfluss unterstützt.

Die Muttermilch verändert sich in ihrer Zusammensetzung im Laufe der Zeit. Sie passt sich den Bedürfnissen der Säuglinge an.

Die Vormilch (Kolostrum)

... entsteht in den ersten der Tage nach der Geburt. Sie ist nur in geringer Menge vorhanden, jedoch hochkonzentriert. Sie ist sehr gehaltvoll und enthält viele Abwehrstoffe, die dem Säugling eine Art Schutzimpfung garantieren.

Die sogenannte "reife Milch" wird nach ungefähr zwei Wochen gebildet. Sie ist zu Beginn erst wässrig, um den ersten Durst des Babys zu löschen. Es folgt die Nachmilch. Sie besitzt einen erhöhten Fettgehalt, sodass das Baby gesättigt werden kann.

Während des Stillens sollte die Frau viel Flüssigkeit zu sich nehmen, damit die Milchproduktion weiter angeregt wird. Da das Stillen eine zusätzliche körperliche Belastung für die Frau darstellt, sollten Sie sich schonen, ausgewogen essen und trinken.

Legen Sie das Baby immer an, wenn es hungrig ist. Das signalisiert Ihren Brustdrüsen, mehr Milch zu bilden. So pendelt sich Ihre Milchmenge auf den Bedarf des Kindes ein.

Lassen Sie Ihr Kind immer zunächst eine Brust leer trinken: Ist sie fast leer, steigt der Fettgehalt der Milch an. Diese kalorienreiche Milch ist für die Gewichtszunahme Ihres Babys besonders wichtig. Legen Sie Ihr Kind danach aber immer noch an die andere Brust an.

Was bedeutet Milcheinschuss?

Die Muttermilchproduktion setzt in der Regel am 2-4 Tag nach der Geburt ein. Häufig ist das Einfließen der Milch in die Brust ein wenig schmerzhaft. Die Brüste fühlen sich fest und prall an.

Nicht selten kommt es zu einem Temperaturanstieg, dem sogenannten Milchfieber. In dieser Zeit ist es sehr wohltuend, wenn das Kind die Brust leer trinkt. Ist das nicht möglich, so kann die Muttermilch abgepumpt werden

einigen Tagen passt sich die Muttermilchproduktion der Trinkmenge des Kindes an. Durch häufiges Anlegen des Kindes und Kühlen der Brust können Beschwerden gelindert werden.

Während der Milchbildung wird des Öfteren die Milch aus der Brust tropfen. Stilleinlagen, die in den BH gelegt werden, können die Milch auffangen.

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