
Die Zecke - Überträger von Krankheiten
Ehrlichiose
Eine seltene von Zecken übertragendene Krankheit ist die Ehrlichiose. Auch Mehrfachinfektionen sind möglich. Eine Impfung gegen die Krankheit gibt es nicht.
Die Ehrlichiose wird von Zecken übertragen und ist eine bakterielle Infektion. Die schädlichen Bakterien heißen Ehrlichien. Von den vier für den Menschen schädlichen Arten der Ehrlichien ist eine Art in Europa zu finden.
Die Ehrlichien greifen den Bereich des Immunsystems an, der den Körper vor Infektionen schützen soll.
Es ist möglich, die Infektion auch ohne Behandlung zu überwinden, wenn das Immunsystem gut ausgebildet ist. Bei älteren Menschen ist eine schwere Infektion mit begleitenden Atemwegserkrankungen, Herzmuskelentzündungen, der Auflösung quergestreifter Muskelfasern oder auch Meningitis nicht ausgeschlossen. Die Krankheit kann bei einer geringen Zahl von Betroffenen tödlich verlaufen.
Infektion erfolgt schnell
Die Übertragung der Bakterien erfolgt nach einem Zeckenbiss schnell: In nur sechs Stunden ist die Infizierung möglich.
Zwischen der Ansteckung und dem Auftreten erster Symptome können zehn bis 30 Tage vergehen. Plötzlich auftretende Symptome können Fieberschübe, Kopfschmerzen, Übelkeit, Husten, Gelenk-, oder Muskelschmerzen sein.
Außerdem ist eine Mehrfachinfektion möglich, beispielsweise mit Rickettsien (Fleckfieber) oder Babesien (malariaähnliche Erkrankung), wenn die Zecke damit auch infiziert ist.
Ehrlichiose lässt sich mit Antibiotika behandeln.
Auch Tiere können erkranken
Häufig infizieren sich auch Haustiere oder Pferde mit der Ehrlichiose. Hier erfolgt die Übertragung der Bakterien auch über eine Zecke, die sich an den Tieren festsaugt.
jdö
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