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Einzelkinder

Etwas mehr als die Hälfte aller Eltern entscheiden sich für die Ein-Kind-Familie.

Doch nicht selten geht diese Entscheidung mit einem schlechten Gewissen einher, schließlich werden dem Einzelkind die Geschwister - und somit wichtige Erfahrungsmöglichkeiten - vorenthalten.

Darüber hinaus haben Einzelkinder einen schlechten Ruf: Egoistisch und verwöhnt sollen sie angeblich sein.

Gleichzeitig wird ihnen aber auch eine hohe Intelligenz und Durchsetzungsfähigkeit aufgrund ihrer optimalen Förderung nachgesagt.

Was ist dran an Vorurteilen?

Tatsächlich sind beide Entwicklungen - auch gleichzeitig - möglich. Doch generell ist es an der Zeit, mit den Vorurteilen aufzuräumen.

Denn Erziehungswissenschaftler weisen darauf hin, dass selbstverständlich weder die eine noch die andere Entwicklung zwangsläufig ist.

Letztendlich kommt es immer auf die Eltern und deren Erziehungsstil an. Im Falle des Einzelkindes ist es wichtig, die Nachteile des Einzelkind-Daseins so weit es geht wettzumachen, die Vorteile hingegen optimal zu nutzen.

Ratschläge

Um zu starke Verwöhnung, Unselbstständigkeit und zu starke Fixierung zu verhindern, sollten Sie folgende Ratschläge von Anfang an berücksichtigen:
  • Hüten Sie sich als Eltern eines Einzelkindes davor, ihr Kind zu sehr in den Mittelpunkt zu stellen.
    Machen Sie Ihrem Kind klar, dass es sich in die Familie einfügen muss, dass jeder Rechte und Pflichten hat.
  • Verhindern Sie eine zu starke Fixierung Ihres Kindes auf sie als Eltern, indem Sie es seiner Entwicklung entsprechend auch mal von anderen Erwachsenen betreuen lassen.
  • Fördern Sie den Austausch mit gleichaltrigen Kindern. Besuchen Sie Krabbelgruppen, lassen Sie Ihr Kind einen Kindergarten besuchen.
  • Unterstützen Sie alle Bestrebungen Ihres Kindes, sich nicht ausschließlich auf Sie als Eltern zu konzentrieren - auch wenn es schwer fällt.
    Wenn Ihr Kind lieber mit Freunden spielt als mit Ihnen, lassen Sie es unbedingt gewähren.
  • Lassen Sie Ihrem Kind die freie Wahl bei der Suche seiner Freunde.
  • Unterstützen Sie auch in der Freizeit gemeinsame Aktivitäten mit anderen Kindern, z. B. bei Ausflügen o.ä. Suchen Sie auch Alltagssituationen, die Ihr Kind mit anderen Kindern erleben kann.
  • Behandeln Sie Freunde Ihres Kindes absolut gleichberechtigt, auch wenn Ihr Kind mit Wut und Ablehnung reagiert.
    Für seine Entwicklung ist es wichtig und gesund, auch mit Neidgefühlen konfrontiert zu werden, die ansonsten durch die fehlende Geschwisterrivalität gänzlich wegfallen würden.
Gleichzeitig sollten Sie natürlich nicht davon ablassen, Ihr Kind in seinen besonderen Fähigkeiten zu stärken. So gleichen Sie die Vor- und Nachteile.

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