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Entwicklung des Babys



Serie: Entwicklung des Babys




Entwicklung des Kindes bis zum 9. Monat

In den nächsten drei Monaten stehen entscheidende Veränderungen an. Freilich entwickelt sich jedes Kind in seinem eigenen Tempo, sodass die Geschwindigkeit seiner Entwicklung nicht verbindlich festgelegt werden kann.

Doch wie wir bereits in "Entwicklungsschritte II" beschrieben, bauen die einzelnen Entwicklungsschritte aufeinander auf: Vom ersten bis zum achtzehnten Monat werden die entsprechenden Meilensteine vom Drehen auf Bauch oder Rücken, Sitzen mit Unterstützung, freies Sitzen, Robben, Kriechen, Krabbeln, Stehen mit Unterstützung, ohne Unterstützung bis zum Gehen, vollzogen.

Um Sie auf das vorzubereiten, was höchstwahrscheinlich in den nächsten drei Monaten auf Sie zukommen wird, haben wir hier einige wesentliche Meilensteine aufgelistet.

Bitte vergleichen Sie Ihr Kind nicht mit anderen Kindern!

Das ist leichter gesagt als getan. Unbewusst läuft es doch darauf hinaus, dass Sie die Entwicklung Ihres Kindes genau beobachten und mit anderen Kindern vergleichen. Wie langsam oder wie schnell Ihr Kind eine Fähigkeit erlernt, sagt nichts über seine spätere Entwicklung oder Intelligenz aus!

Zunächst geht es bei der Entwicklung Ihres Kindes darum, dass es bereits erlernte Fähigkeiten verfeinert. Seine Muskeln und motorischen Fähigkeiten haben sich bis zu seinem ersten halben Geburtstag entwickelt, sodass es auf das Erlernte aufbauen kann.

Auf der motorischen Ebene erweitern sich die Fähigkeiten Ihres Kindes behutsam: Mit Ihrer Unterstützung wird es vielleicht schon gelernt haben, zu sitzen. Ohne Hilfe frei zu sitzen, wird es aber erst ab dem achten bis neunten Monat erlernen. Mit Ihrer Unterstützung zu stehen und zu krabbeln wird es zwischen dem achten und zehnten Monat erlernen.

Feinmotorik

Auch mit den Händen wird Ihr Kind in nächster Zeit besser umzugehen verstehen. Ab dem sechsten Monat hat sich die sogenannte "Feinmotorik" verbessert, Ihr Kind ist bereits in der Lage, Spielzeug von einer Hand in die andere zu wechseln.

Ihr Kind wird zur selben Zeit vermutlich anfangen, seine Umgebung genau zu beobachten: Aktivitäten in der näheren Umgebung werden aufmerksam verfolgt.

Im neunten Monat werden Gegenstände intensiv mit Händen, Augen und Mund erforscht.

Ab dem sechsten Monat reagiert Ihr Kind wahrscheinlich sehr viel vergnüglicher, wenn Sie es ansprechen. Für kleine Spielereien ist Ihr Kind besonders empfänglich.

Ab dem neunten Monat wird Ihr Kind vermutlich bekannte und unbekannte Personen unterscheiden können. Dies führt zum sogenannten "Fremdeln": Ihr Kind reagiert abweisend und ängstlich auf fremde Menschen. Mit diesem Verhalten zeigt Ihr Kind an, dass es eine Beziehung zu Ihnen, seinen Bezugspersonen, aufgebaut hat.

Besonders auffallend ist der Beginn, der Sprachentwicklung, der freilich erst rudimentär ist. Ihr Kind reagiert auf nonverbale Kommunikation intuitiv.

Vokal- oder Kehllaute

Bereits ab dem dritten oder vierten Monat wird Ihr Kind damit begonnen haben, sein Wohlbefinden mit Vokal- oder Kehllauten auszudrücken. Es folgt eine Phase, in der Ihr Kind mit einem beachtlichen Vokalrepertoire und verschiedenen Tonlagen zu plappern und zu brabbeln beginnt.

Dieses Repertoire reduziert sich etwa ab dem neunten Monat und Ihr Kind geht dazu über, längere Silbenreihungen hervorzustoßen, meist unter Verwendung des Buchstabens "a".

Später beginnt Ihr Kind in einen regelrechten Dialog mit Ihnen zu treten. Es verdoppelt die Silben (ma-ma), die nach und nach einen festen und bleibenden Sinn annehmen.

Doch bevor es soweit ist, sollten Sie auf das Gespräch mit Ihrem Baby nicht verzichten, denn Ihr Kind beginnt bereits sehr viel früher den Sinn Ihrer Worte zu erraten, auch wenn es diese Worte selbst nicht artikulieren kann.

So werden Sie vielleicht die Beobachtung machen, dass Ihr Kind bereits ab dem fünften Monat auf freundliches und strenges Ansprechen entsprechend reagiert. Ab dem siebten Monat beginnt Ihr Kind den Inhalt eines einfachen Satzes zu verstehen (winke-winke). Womöglich beginnt es auch schon auf Fragen zu reagieren (Wo ist der Ball?). Um den zehnten Monat herum wird es auch die Bedeutung des Wortes "Nein" verstehen können.

Babysprache

Um ihr Baby anzuregen, zu warnen oder zu beruhigen, verwenden Eltern auf der ganzen Welt die sogenannte "Babysprache". Mit einfachen, meist doppelsilbigen Ersatzbegriffen wenden sich Mütter und Väter in höhere Tonlage an ihre Babys.

Diese Babysprache ist keineswegs schädlich für Ihr Kind, sondern fördert den Dialog zwischen Eltern und Kind, sollte jedoch mit fortschreitendem Alter auch wieder abgelegt werden.

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