
Geistige Behinderung: Entwicklungsverzögerung
Jedes Kind entwickelt sich in einem eigenen Tempo, manche bleiben aber immer weiter zurück und können ihre Defizite nicht immer ausgleichen.
Ein Kind kann in fünf Bereichen der Entwicklung entwicklungsverzögert sein: In der Motorik, der Sprache, im geistigen, sozialen und emotionalen Bereich.
Zur Motorik zählen die Bewegungsabläufe und Koordination. Bei der Sprache sollte verstanden werden, was Mitmenschen reden und das Kind sollte selbst sprechen können. Versteht das Kind Zusammenhänge von Dingen und kann es sich Gelerntes merken, ist es im geistigen Bereich fit. Zum sozialen Bereich zählt die Entwicklung des Gefühlslebens. Regeln im Umgang mit Menschen lernt das Kind im emotionalen Bereich der Entwicklung.
Diagnose
Kinder müssen sich nicht zwingend gleich entwickeln. Manche bilden erst ihre Sprachfähigkeit aus, brauchen aber ein bisschen länger, um auch die Motorik auszubilden, während es bei anderen Kindern genau andersrum verläuft. Meistens wird das Defizit aber nachgeholt. Ist dies nicht der Fall, kann eine Entwicklungsstörung vorliegen, die mit Entwicklungstests diagnostiziert werden kann.
Die Entwicklungsverzögerung ist also ein aufholbarer Entwicklungsrückstand.
Wie kann das Kind die Verzögerung aufholen?
Je nachdem, welcher Bereich betroffen ist, gibt es unterschiedliche Therapieangebote. Logopädie kann bei Sprachverzögerung helfen, Physiotherapie, wenn die Motorik nicht vollständig entwickelt ist.
Es ist unbedingt notwendig, auch zu Hause zu üben! Mit dem Kind viel zu sprechen oder basteln ist einfach und bringt den meisten Kindern Spaß.
Die Abstimmung mit dem behandelnden Arzt und Therapeuten ist sehr wichtig, um dem Kind optimale Förderung zu gewährleisten, damit es seine Defizite schnell aufholt.
Entwicklungsstörung
Die Entwicklungsstörung ist bedeutsamer als die Entwicklungsverzögerung. Die Störung kann als eine Abweichung mit Krankheitswert gesehen werden. Oft führt sie zu einer bleibenden Einschränkung.
jdö
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