
Infertilität: Körperliche Ursachen für wiederholte Frühgeburten
- Genetische und Organische Ursachen
- Hormonelle Ursachen
Genetische und Organische Ursachen
Für Fehlgeburten, die manchmal gar nicht bemerkt werden, da sie vor dem Einsetzen der Periode stattfinden, sind häufig genetische Ursachen auszumachen.Mann könnte es wohl so ausdrücken, dass die "Natur" versucht, bei genetischen Schäden des Embryos, einzugreifen, besonders dann, wenn das Embryo nicht lebensfähig ist.
Veränderungen im Chromosomensatz, wie Trisomie 16 oder Trisomie 21 (Down-Syndrom), können mit zunehmendem Alter der Mutter wahrscheinlicher auftreten.
Translokation
Leidet einer der Partner unter einer Translokation, das genetische Material ist innerhalb der Chromosomenpaare nicht an der richtigen Stelle, hat das zwar auf das tägliche Leben keine Auswirkungen, ein Abort liegt aber im Bereich des Wahrscheinlichen, da manche Gene gar nicht, manche aber doppelt weitergegeben würden.Für jedes Paar, das mehr als zwei Fehlgeburten erlitten hat, ist eine genetische Untersuchung beider Partner sinnvoll.
Im Falle einer Schwangerschaft sollte auch eine Fruchtwasseruntersuchung bei einem erhöhten Risiko genetischer Probleme vorgenommen werden. Sprechen Sie in diesem Fall ausführlich mit Ihrem Arzt über mögliche Risiken der Untersuchung!
Organische Ursachen
Fehlbildungen der Gebärmutter können ein Grund für wiederholte Fehlgeburten darstellen.Diese Fehlbildungen können von so unterschiedlicher Gestalt sein, sodass nur eine eingehende Untersuchung des Gynäkologen, durch Gebärmutter- oder Bauchspiegelung, Ursache und Therapie bestimmen können.
Sollten Sie schon eine Fehlgeburt erlitten haben, ist eine gynäkologische Untersuchung der Gebärmutter zwingend.
Myome
Myome sind gutartige Wucherungen, die in und an der Gebärmutter auftreten können. Myome führen in der Regel nicht zur Sterilität oder Infertilität, es sei denn, die Lage der Wucherungen liegt unter der Gebärmutterschleimhaut.Myome sind keine Seltenheit, sie treten besonders häufig zwischen dem dreißigsten und vierzigsten Lebensjahr auf. Myome sind oft anlagebedingt und werden von den betroffenen Frauen manchmal gar nicht bemerkt, wenn Sie keine Schmerzen verursachen.
Als Ursache von Myomen wird unter anderem ein erhöhter Östrogen-Spiegel vermutet, aber auch andere Schadstoffe, wie Nikotin, oder psychische Ursachen scheinen zur Bildung von Myomen beizutragen.
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