
Integration: Integrative Kindergärten – voneinander lernen
Den integrativen Kindergarten besuchen gesunde und behinderte Kinder gemeinsam.
Da jedes Kind ab drei Jahren in Deutschland einen Anspruch auf einen Kindergartenplatz hat, gilt dies selbstverständlich auch für Kinder mit Behinderungen. Sie können in integrativen Einrichtungen mit gesunden Kindern Freundschaften knüpfen und ihr Selbstbewusstsein stärken und wachsen mit dem Bewusstsein auf, dass ihre Behinderung keine Rolle spielt. Um welche Art der Behinderung des Kindes es sich handelt, spielt keine Rolle.
Gesunde Kinder lernen schon frühzeitig den Umgang mit behinderten Kindern und Toleranz gegenüber anderen. Gemeinsam können sie mit- und voneinander lernen.
Therapieangebote im Kindergarten
Integrationskindergärten bieten teilweise auch Physio- oder Logopädie für Kinder mit Behinderungen an. Eltern bekommen so also nicht nur gezielte Betreuung sondern auch Therapieangebote für ihr Kind und brauchen nach dem Kindergarten nicht mehr unbedingt in Physiotherapiepraxen gehen. Bei manchen Einrichtungen gibt es auch einen Fahrdienst, der Kinder von Zuhause abholt und hinbringt. Erkundigen Sie sich aber vorher, ob es diese Möglichkeit gibt.
Wie viele Kinder in den einzelnen Gruppen behindert sind, ist unterschiedlich. Bei vielen behinderten Kindern gibt es dementsprechend auch mehr Betreuer. Egal, ob behindert oder nicht – wichtig ist, dass Kinder vorurteilsfrei aufwachsen und aufgeschlossen sind. Beide Seiten profitieren voneinander in einem Integrationskindergarten. Eltern von nichtbehinderten Kindern können also auch überlegen, ob sie ihr Kind in einen Integrationskindergarten schicken.
Einzelintegration ist auch möglich
Einzelintegration für behinderte Kinder ist auch möglich. Steht zum Beispiel kein Integrationskindergarten im Umfeld des Kindes zur Verfügung, kann es nach Absprache auch in einen normalen Kindergarten gehen. Da diese Form der Betreuung aber von jedem Bundesland allein geregelt wird, kann es dafür keine Garantie geben. Ein Ablehnungsgrund können fehlende Räumlichkeiten für das Kind sein.
Jugendämter helfen bei der Suche nach einem Integrativen Kindergarten in Ihrer Nähe.
jdö
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Weiterhin können Sie sich auch in unserem Eltern-Forum zu diesem Thema austauschen: http://eltern-forum.kinder.de
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