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Gesundheit: Keime im Haushalt – Ursache vieler Krankheiten?

Keime im Haushalt – Ursache vieler Krankheiten?

Hygiene und Sauberkeit sind sehr wichtig für die Gesundheit. Keime und Sporen können sich an oft berührten Oberflächen sammeln. Besonders in Küche und Bad, in Kühlschrank und Badewanne tummeln sich gesundheitsschädliche Mikroorganismen.

Die meisten Deutschen legen Wert auf Sauberkeit in den eigenen vier Wänden: Sie greifen zu Putzlappen und Reinigern und machen sich an den Fettschmutz in Küche und Bad, um Verunreinigungen und Bakterien zu beseitigen, die Hygiene zu erhöhen und ihre Wohnung auf Hochglanz zu bringen. Doch nicht nur die optische Reinheit ist das Ziel der Aktionen - auch den unsichtbaren, mikroskopisch kleinen Keimen soll der Wischlappen zu Leibe rücken.

Trotz der hohen Hygienestandards plagt viele die Sorge, sich durch Krankheitskeime im Haushalt anzustecken. Und während die einen die Gefahren vor allem im Kühlschrank vermuten, legen die anderen besonderen Wert auf die antibakterielle Reinigung von Dusche, Badewanne und Waschbecken.

Wie gefährlich sind  Keime und Bakterien im Haushalt?

Putzen und Reinigen dient zum einen der Ästhetik und Beseitigung von Gerüchen. Dafür braucht man nicht viel: Grundreinigungsmittel wie Neutralreiniger, Handspülmittel sowie Zitronen – und Essigsäure zum Entkalken, eine anständige Bürste und etwas Scheuermittel leisten hier schon gute Dienste. Und  weil die meisten Bakterien harmlos sind, kann man Verschmutzungen im Haushalt ohne Bedenken meist schon mit Großmutters einfachen Haushaltstipps beseitigen.

An manchen Stellen tummeln sich jedoch auch echte Krankheitserreger, denen mit einfachen Hygienemaßnahmen nicht beizukommen ist: Als wahre Keimschleuder entpuppen sich beispielsweise Spüllappen und –schwämme, da sie Krankmacher enthalten können, die sich im feucht - warmen Klima in kurzer Zeit explosionsartig vermehren. Mit dem Wischen werden die Keime zudem noch beinahe überall verbreitet.

Kritische Stellen in Bad und Küche

Vor allem in Dichtungen fanden Experten häufig Schimmelsporen und Bakterien, die als nicht ungefährlich gelten: So können sie bei regelmäßigem Kontakt  Allergien, Atemwegsprobleme oder Infektionen auslösen. Als unerwünschte Krankmacher gelten vor allem Salmonellen und Bakterienarten wie Coli-, oder Campylobacter und Listerien, die beispielsweise zu Durchfall, Erbrechen oder Fieber führen können.

Auch der Kühlschrank kann zur Keimfalle werden: Häufig sammeln sich hier durch das unsachgemäße Lagern von Lebensmitteln wie rohem Fleisch oder rohen Eiern gefährliche Salmonellen. Besonders rohes Geflügel kann von Natur aus pathogene Mikroorganismen, vor allem Salmonellen und so genannte thermophile Campylobacter enthalten.

Um eine Übertragung dieser Keime auf andere Lebensmittel zu vermeiden (so genannte Kreuzkontamination), kommt es auf einen sorgfältigen Umgang beim Auftauen und Lagern von Geflügel im Kühlschrank an. So sollte man die Auftauflüssigkeit immer sofort abgießen und nicht mit anderen Lebensmitteln in Kontakt bringen.

Einige Tipps gegen  Keimverschleppung im Haushalt:

  • Unerwünschte Keime sammeln sich oft da, wo man sie nicht vermutet: Auf PC-Tastaturen oder Lichtschaltern, Türgriffen und anderen oft berührten Oberflächen. Es empfiehlt sich, diese Flächen oft und regelmäßig zu reinigen oder den Einsatz eines antibakteriellen Reinigers in Erwägung zu ziehen.
  • Mögliche Träger von Salmonellen wie rohes oder auftauendes Geflügel und Eier immer getrennt von anderen Lebensmitteln lagern. Geschirr, Arbeitsflächen und Küchenutensilien, die mit Salmonellenträgern in Berührung kommen, immer sofort heiß abspülen.
  • Geschirrtücher nicht als Handtücher verwenden.
  • Rohe Lebensmittel von bereits erhitzten getrennt aufbewahren.
  • Um Krankheitserreger mit dem Wischlappen nicht einfach nur zu verteilen, sondern zu beseitigen, kann sich der Einsatz von Reinigern mit antibakteriellen Zusätzen oder so genannten Hygienereinigern empfehlen. Das gilt auch, wenn es auf einen höheren Hygienegrad ankommt.
  • Weil Keime hauptsächlich mit den Händen übertragen werden, ist es ratsam, sich nach dem WC-Gang und vor und nach der Zubereitung der Mahlzeiten die Hände zu waschen.
  • Temperaturen unter 60 Grad überleben die meisten Bakterien. Vor allem Handtücher, Geschirrtücher und manche Kleidung sollte daher heiß gewaschen werden. Den meisten Kleidungsstücken ist das allerdings schon zu heiß. Hygienespüler wurden dafür entwickelt, schon bei kälteren Temperaturen antibakterielle Wirkung zu entfalten.
  • Nicht zuletzt ist auch die eigene Hygiene wichtig: regelmäßiges Händewaschen hilft, damit unerwünschte Viren und Bakterien nicht in der ganzen Wohnung verteilt werden.

Eine saubere Küche und ein hygienisches Bad müssen nicht einem sterilen Dentallabor gleichen. Bakterien im Haushalt gelten als überwiegend harmlos. Wer unsicher ist, ob für den häuslichen Hygieneanspruch die Keimbelastung nur mit Spezialreinigern zu reduzieren ist, kann sich über das Angebot an antibakteriellen Reinigern und so genannten Hygienewaschmitteln informieren.


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