
Keine Lust auf Schule
Frage an unsere Pädagogin:
Guten Tag,
ich bin alleinerziehende Mutter von einem Sohn, 9 Jahre.
Er ist seit August in der 3. Klasse und will mit Schule nichts zu tun haben. Im Unterricht schaut er nur verträumt durch die Gegend und bekommt nicht mit was der Lehrer erzählt.Wenn ich ihn dann zu Hause frage, wie war die Schule bekomme ich zur Antwort: Wie immer!
Ich kann Ihn auch nicht mal für ein Buch begeístern,denn lesen in seiner Freizeit kommt für ihn nicht in frage.
Auch üben für ein bestimmtes Fach macht er nur widerwillig. Er ist kein bischen lernbereit.
Wie kann ich meinem Sohn vermitteln, dass die Schule und was er dafür tun muß, wichtig ist?
Liebe Grüße U. Gläser
Was unsere Pädogogin rät:
Sehr geehrte Frau Gläser,
vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich weiß nicht, wie die Schulleistungen Ihres Sohnes sind und ob er schon immer keine Lust auf die Schule hatte.
Zu erst brauchen Sie ein vertrauensvolles Verhältnis zu Ihrem Sohn, damit er auch freiwillig von der Schule berichtet. Gerade Jungs sind in dieser Richtung etwas schweigsam. Versuchen Sie zu Hause das Thema Schule „etwas weg zu lassen“.
Lassen Sie sich von Ihrem Sohn zu Hause lieber helfen, loben Sie ihn dafür. Führen Sie gemeinsam Tätigkeiten im Haushalt aus oder unternehmen Sie am Wochenende etwas zusammen. Sprechen Sie dann das Thema Schule „so nebenbei“ an. Bieten Sie dann Ihre Hilfe an oder suchen Sie gemeinsam nach Lösungswegen. Verschiedene Dinge, wie Kopfrechnen, Gedichte lernen, Lerninhalte abfragen können gut bei gemeinsamen Tätigkeiten erledigt werden. Ermuntern Sie Ihren Sohn immer wieder zum Lernen, loben Sie kleine Fortschritte und seien Sie vorsichtig mit Kritik, wenn etwas nicht gelingt, sondern bieten Sie Hilfen an.
Es gibt viele Jungs, die Lesemuffel sind. Versuchen Sie den Jungen über seine Freizeitinteressen etwas für´s Lesen zu interessieren. Lesen Sie ruhig noch gemeinsam eine kleine Geschichte. Sprechen Sie darüber. Versuchen Sie auch ihn etwas für den Umgang mit Nachschlagwerken zu sensibilisieren.
Nutzen Sie auch Spiele, es können die alt hergebrachten und auch neuere Lernspiele sein, um ihn „hinten herum“ für das Lernen zu motivieren. Auch bestimmte ausgesuchte Fernsehsendungen und Internetseiten können genutzt werden. Die Kontrolle ist natürlich wichtig.
Vielleicht gibt es in Ihrem Verwandten- oder Bekanntenkreis Personen, die eine erfolgreiche Berufs- oder Schulentwicklung aufweisen können und somit eine Vorbildrolle für den Jungen darstellen könnten.
Auch wenn es manchmal schwer fällt, haben Sie Vertrauen zu ihrem Sohn und versuchen Sie immer wieder behutsam zum Lernen zu motivieren. Suchen Sie auch die Hilfe der Lehrkräfte, vielleicht auch anderer Eltern.
Ich wünsche Ihren viel Erfolg.
Mit freundlichen Grüßen
E. Müller
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