
Serie: Kindergarten Kinder
- Für und Wider und Gewissensbisse
- Erfahrungen mit dem Kindergarten
Erfahrungen mit dem Kindergarten
In Ergänzung zu dem Beitrag von Michael (25. September 2000) möchte ich hier gerne über meine Erfahrungen mit dem Kindergarten bzw. unserer Tochter im Kindergarten berichten.
Unsere Tochter Laetitia ist jetzt 18 Monate und wir haben uns entschlossen, sie bereits jetzt in den Kindergarten - z.T. hier in Berlin auch Kinderkrippe genannt - zu geben. Das mag dem ein oder anderen Leser etwas zu früh erscheinen.
Aber in Anbetracht der Tatsache, dass Laetitia ein Einzelkind ist und die ganze Zeit an "Mamas Rockzipfel" hängt (naja fast immer :-)) schien es uns einerseits für das Kind andererseits auch für die gestreßte Mama ratsam. Ich denke, wenn das Kind noch länger immer nur mit der Mutter (werktags tagsüber) bzw. mit den Eltern zusammen ist, fällt es ihm immer schwerer, "loszulassen".
Und diejenigen unter Ihnen, die erst noch Väter werden, wissen vermutlich - noch - nicht, was es bedeutet, am Abend auf eine Partnerin zu treffen, die vom Aufpassen auf die Kinder reichlich erschöpft und mitunter auch ziemlich genervt ist!
Jetzt ist es genau einen Monat her, dass Laetitia zum ersten Mal im Kindergarten war. Wie ich anderen Erfahrungsberichten entnommen habe, soll die Eingewöhnungszeit wohl schon etwas dauern. Im Fall von Laetitia ist es aber (leider) immer noch so, dass sie nur 30 Minuten allein (= ohne Mama, aber mit anderen Kindern und der Erzieherin) im Raum bleibt und selbst in dieser, aus meiner Sicht relativ kurzen Zeit, schreit sie fast ununterbrochen.
Andere Kinder hingegen sind schon ein bis zwei Stunden ohne Mama oder Papa. Weiterhin scheint sie, nach Aussagen der Kindergartenpersonals, wohl niemand so richtig an sich "heranzulassen".
Dies hat offenbar inzwischen zur Folge, dass die Kindergärtnerinnen verstärkt den übrigen Kindern ihre Aufmerksamkeit schenken, was die Situation für unsere Tochter natürlich auch nicht einfacher macht.
Gerade bei einem Kind, was sich langsamer eingewöhnen kann, sollte das langjährig ausgebildete Personal doch in der Lage sein, sich besonders viel Mühe zu geben. Und das gilt besonders für Tage, in denen zwei Erzieherinnen gerade mal auf sieben Kinder aufpassen müssen.
Statt dessen heißt es dann lapidar "Ihr Kind ist noch nicht kindergartenreif". Aus dem Bekanntenkreis habe ich aber mehrfach gehört, dass bereits Kinder im Alter von 12 bis 15 Monaten beispielsweise bei einer Tagesmutter in Obhut sind und dort ja auch mit mehreren "fremden" Kinder den ganzen Tag zusammen sind.
Wir haben daher für diese Woche einen Termin mit der Leitung des KiGa vereinbart, um eine Lösung für die Situation zu finden. Sobald es etwas Neues gibt, werde ich hier darüber berichten.
Autor: Maximilian (Email schreiben)
Kommentare
(Zum Kommentieren bitte im kinder.de Club anmelden)






