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Lemi Beki: Arten von Behinderungen

Körperliche Behinderung: Spina bifida - offener Rücken

Spina bifida ist auch unter dem Namen „offener Rücken“ oder „gespaltene Wirbelsäule“ bekannt. Bei ca. jeder 1000. Geburt wird sie diagnostiziert.

Während der dritten und vierten Schwangerschaftswoche verschließt sich bei einem Fötus normaler Weise die Wirbelsäule und das Rückenmark, das Neuralrohr. Geschieht dies nicht, bleiben Wirbelkörper offen und es entsteht eine Spina bifida, auch Neuralrohrdefekt genannt.

Die Beschwerden sind sehr unterschiedlich und richten sich nach der Schädigung des Rückenmarks. Sie reichen von einer leichten Gehbehinderung oder verminderten Intelligenz bis zu einer Querschnittslähmung mit gestörter Blasen- und Darmfunktion.

Oft staut sich auch Hirnwasser in den Hirnwasserkammern an Dies führt häufig zu einem Wasserkopf.

Spina bifida aperta (offene Spina bifida)

Die sichtbare Form des offenen Rückens ist die Spina bifida aperta. Die Wirbelsäule bildet sich nicht vollständig aus. Die Schwere der Behinderung hängt vom betroffenen Wirbel ab. Bei manchen Patienten bleibt die Gehfähigkeit größtenteils erhalten, Querschnittslähmungen können aber auch auftreten. Meningocele und Meningomyelozele sind die beiden Formen der offenen Spina bifida.

Bei der Meningocele wölben sich die Rückenmarkhäute durch einen Wirbelbogenspaltunter der Haut hervor, das Rückenmark ist aber unbeschädigt. Man sieht eine Zyste am Rücken, die operativ entfernt werden kann, um Infektionen zu vermeiden.

Weiterhin gibt es die Meningomyelozele. Hierbei treten Teile des Rückenmarks, Rückenmarkhäute sowie Nerven in einer Blase durch einen Spalt der Wirbelsäule. Die besonders schwere Form der Spina bifida aperta, bei der Nervengewebe völlig frei liegt.

Spina bifida occulta (verborgene Spina bifida)

Bei der Spina bifida occulta sind nur zweigespaltene Wirbelbögen betroffen. Die Diagnose wird meist zufällig bei Röntgenaufnahmen festgestellt.
Innerhalb einer Familie wurden Häufungen dieser Krankheit beobachtet. Das heißt aber nicht, dass eine Frau bei jeder Geburt ein Kind mit Spina bifida zur Welt bringt.

Schon während der Schwangerschaft kann die Spina bifida beim Ungeborenen diagnostiziert werden. Bei der Pränatalen Diagnostik kann im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung gesehen werden, ob die Wirbel zusammen gewachsen sind. Ein Triple-Test kann zwischen der  16. Und 18. Schwangerschaftswoche stattfinden. Dafür wird Blut der Mutter Blut abgenommen und anhand der Blutwerte kann eine Risikoabschätzung zur Wahrscheinlichkeit der Spina bifida vorgenommen werden.

Vorbeugung bereits in der Schwangerschaft

Um dem offenen Rücken vorzubeugen, sollten Schwangere in den ersten Schwangerschaftswochen ausreichend Folsäure zu sich nehmen. 4 Milligramm des Vitamins am Tag werden empfohlen. Bei einer geplanten Schwangerschaft empfiehlt es sich auch, bereits vier Wochen vorher Folsäure einzunehmen. Folsäure gibt es als Nahrungsergänzungsmittel.

jdö


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Kommentare


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1 Kommentar

Seite 1 von 1 1

JeanneDarc schrieb am 23.02.2012 11:12

Hallo, ich bin 46 Jahre jung und habe auch einen "Neuralrohrdefekt" (alllerdings "weiter oben" - hier nennt sich das dann Encephalocele)

Ich habe ein --relativ --normales Leben trotz so einiger Schwierigkeiten. Daher würde ich mich freuen wenn sich andere Menschen melden die auch selbst von Encephalocele betroffen sind oder ein Kind mit eben diesem Defekt haben...(habe auch einen Del18 Syndrom -aber ob das einen Zusammenhang hat oder nicht konnte mir bisher niemand sagen...

Gruss

JeanneDarc



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