
Körperliche Voraussetzungen der Frau – Folgen von Alkohol
Aufgrund ihrer körperlichen Voraussetzungen sind Frauen weniger vor den negativen Auswirkungen von Alkohol geschützt als Männer. Eine bestimmte maximale Trinkmenge täglich schützt vor Folgeschäden.
Gefahren für den weiblichen Körper
- Der weibliche Körper verfügt über einen niedrigeren Wasseranteil. Dadurch kann Alkoholkonsum zu einem 15 Prozent höherem Blutalkoholspiegel als beim Mann führen.
- Der weibliche Zyklus, verbunden mit hormonellen Schwankungen, erhöht zudem die Aufnahme von Alkohol im Organismus und hemmt dessen Abbau.
- Zudem produziert die Leber der Frau weitaus weniger Enzyme zum Alkoholabbau. Abgebaut werden pro Stunde lediglich 0,085 Gramm Alkohol. Beim Mann sind es 0,1 Gramm pro Stunde
- Verringert wird der Abbau von Alkohol bei Frauen außerdem noch durch die Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln.
- Der männlichen Leber bietet das Hormon Androgen einen gewissen Schutz vor Alkohol, Frauen verfügen davon nur einen geringen Teil.
Auswirkungen von Alkohol bei Frauen
Neben den allgemeinen Auswirkungen von Alkohol auf den menschlichen Körper, wie Steigerung des Blutdrucks, Nervenschädigungen, Entstehung von Übergewicht oder sogar diverser Krebsarten, besteht für die Frau ein höheres gesundheitliches Risiko als für den Mann. Bei Frauen besteht im Gegensatz zu Männern ein doppelt so hohes Risiko für
- eine Leberverfettung (Leberzirrhose),
- eine Leberentzündung (Hepatitis),
- Leberkrebs,
- Brustkrebs.
Maximales Trinkverhalten
Ein mäßiger Alkoholkonsum von ein bis zwei Gläsern Bier oder Wein pro Tag kann vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen.
Trotzdem raten Ernährungs- und Krebsexperten generell sein Trinkverhalten zu kontrollieren. Laut der „Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sind alkoholbedingte schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit erst ab einer bestimmten Menge an Reinalkohol zu erwarten. Sie empfiehlt der Frau einen Konsum von höchstens 10 Gramm Alkohol täglich. Das entspricht 0,25 Liter Bier oder einem halben Glas Wein. Männern hingegen ist das Doppelte der Menge erlaubt.
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