
Libidoverlust
Wenn das sexuelle Verlangen plötzlich nicht mehr da ist, kann eine Beziehung darunter leiden. Schuld können hormonelle Störungen aber auch psychische Belastungen sein.
Einfach keine Lust mehr…
Die Libido ist das Bedürfnis bzw. der Drang nach sexueller Aktivität. Dieser ist von Person zu Person unterschiedlich hoch. Sowohl beim Mann als auch bei der Frau ist die Libido stark hormonabhängig. Aber auch äußere Wirkungen können Einfluss auf die Libido haben, beispielsweise ist diese während der ersten Verliebtheits-Phase meist höher als nach einer jahrelangen Beziehung.
Der Libidoverlust bezeichnet den Verlust von sexueller Lust und sexuellem Begehren. Dies kann sowohl bei Männern als auch bei Frauen vorkommen. Dabei ist von heute auf morgen plötzlich die Lust an Sexualität verschwunden.
Da zu einer gesunden Beziehung aber ein gesundes Sexualleben gehört, kann dies das Verhältnis zwischen den Partnern enorm belasten. Hinzu kommt, dass viele sich auch gar nicht trauen ihren Partner auf das Problem anzusprechen. Es werden die scheinheiligsten Ausreden erfunden, nur um der körperlichen Liebe zu entgehen.
Libidoverlust bei der Frau
Innerhalb des Menstruationszyklusses schwankt die Libido der meisten Frauen. Besonders groß ist sie an den Tagen des Eisprunges.
Beispielsweise kann es aber durch die Einnahme der Anti-Baby-Pille zu einem Libidoverlust kommen. Es können aber auch Schmerzen oder Erkrankungen, wie Myome, Krebserkankungen, Scheidenpilze oder auch Scheidentrockenheit (besonders in den Wechseljahren) zur sexuellen Unlust führen. Zudem können auch Operationen oder Stress Gründe für einen Libidoverlust sein.
Libidoverlust beim Mann
Auch beim Mann ist die Libido hormonabhängig. Sie hängt stark von der Produktion des männlichen Sexualhormones Testosteron ab. Sowohl Testosteronmangel wie auch viele Krankheiten wie Leberzirrhose, Hypogonadismus oder Eunuchismus können zu einem Libidoverlust führen.
Zudem können besonders psychische Belastungen wie Depression oder Anorexie dem Mann die Lust am Sex nehmen.
Wo bekommt man Hilfe?
Zu allererst sollte der Betroffene mit seinem Partner sprechen. Dabei kann bereits eine große Last von den Schultern genommen werden, die den Libidoverlust womöglich nur verstärkt hat. Wichtig ist dem Partner ehrlich gegenüber zu treten. Erst Vertrauen ermöglicht es sich selbst fallen zu lassen. Und erst wenn der Partner von den Problemen, den Sorgen und Ängsten weiß, kann er sich dementsprechend verhalten um sich diesen anzunehmen.
Als nächstes sollte ein Sexualtherapeut aufgesucht werden. Dieser kann helfen Ursachen auf zu finden. Auch eine Paartherapie oder eine Sexualberatung kann helfen die sexuellen Probleme zu beseitigen.
Viele Paare besuchen gemeinsam auch außergewöhnliche Paarkurse um ihr Liebesleben aufzufrischen und dadurch neue Lust aufeinander zu entwickeln. Dabei sollten Wünsche und Fantasien des Partners berücksichtigt werden. Schließlich soll Sex ja beiden Spaß machen.
AA
Kommentare
(Zum Kommentieren bitte im kinder.de Club anmelden)






