
Liebe in allen Lagen I
Sex, den kann man bequem und kuschelig, oder auch in extravaganten Stellungen haben. Je nach Laune. Bei allzu viel Routine wird aber von Zeit zu Zeit ein wenig Abwechslung notwendig: Können wir nicht mal etwas anderes versuchen?
Warum die gute alte Missionarsstellung in den letzten Jahrzehnten immer mehr belächelt wurde, ist nicht wirklich nachvollziehbar. Einander-in-die-Augen sehen, den Herzschlag fühlen - liegt der Mann auf der Frau, können sich Paare herrlich nahe sein.
Gerade für bequeme Paare ist die Missionarsstellung wie geschaffen: Sie hat nicht viel zu tun, er braucht in erster Linie Kraft in den Armen. Mit zunehmender sexueller Aufklärung sehen sich manche Paare aber einem Zwang zum Sexmarathon ausgesetzt.
Hier die Beine hoch, da eine halbe Drehung - angesichts der Vielfalt des Kamasutra kann man als Fan der Missionarsstellung ganz schön spießig dastehen. Doch bei der Liebe sollte man immer nur das tun, was einem gefällt. Und wenn es die Missionarsstellung ist? Why not?
Idealer Weise ergibt sich Sex, nur selten wird er regelrecht geplant. Wenige sagen ihrem Partner: Lass es uns heute mal im Stehen machen. Im Gegenteil: Man fängt irgendwie an - und der lustvolle Rest entwickelt sich.
Wie er sich entwickeln kann, dafür gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten.
Die Missionarsstellung lebt dabei von ihren angenehmsten Varianten: Die Frau zieht die Beine an die Brust oder sie stützt die Füße an der Brust des Partners ab. Ganz Sportliche können auch die Beine um den Nacken des Partners legen.
Noch Sportlicheren gelingt es sogar, die Beine stark in Richtung des eigenen Kopfes zu klappen. Aber auch schon das Umklammern von Leib und Taille mit den Beinen sorgt für eine Extraportion Aufregung - und mehr Tiefgang.
Etwas mehr Anstrengung als die Missionarsstellung verlangt der Frau der Reitersitz ab, bei der die Frau auf dem Mann sitzt. Dies funktioniert wunderbar von vorne als auch von hinten (also mit dem Rücken zum Mann), solange die Frau über gute Beinmuskeln verfügt.
Sehr viele Männer wünschen es sich, dass die Frau sich showreif auf ihnen sitzend oder hockend verausgabt.
Und sehr viele Frauen lieben es, dies zu tun. Schließlich kann sie Tempo und Intensität bestimmen. Wer weniger mag, kann sich auch nach vorne beugen, so dass sie die Brüste der Partner berühren.
Aber auch der Mann kann der Frau liebevoll entgegenkommen und sich ein wenig aufsetzen.
Sex von hinten - gerne auch als á tergo bezeichnet - ist vielleicht die intensivste Stellung. Problematisch allein ist, dass sich manche Frauen durch diese Stellung erniedrigt fühlen. Denn á tergo - das ist Reibung und Sex pur.
Am wichtigsten ist das Finden eines guten Winkels. Liegt die Frau auf dem Bett, nützt ein Kissen, das sie sich unter die Hüften schiebt. Ansonsten kann jedes Möbel zweckentfremdet werden, solange man sich darüber beugen kann.
Ein Vorteil dieser Stellung ist, dass sie Männer begeistert. Ein weiterer Vorteil: Auch Frauen sind begeistert, denn die Krümmung der Vagina entspricht in dieser Stellung der Krümmung des Penis. Es darf tief und heftig gestoßen werden.
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