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Gesundheit: Impfungen

Meningokokken

Meningokokken sind bekapselte Bakterien. Sie können eine Blutvergiftung, Lungenentzündung oder Meningitis, die eitrige Gehirnhautentzündung, hervorrufen. Andere Organe können auch infiziert erden.

Kinder zwischen sechs und zwölf Monaten und Jugendliche erkranken besonders häufig. Die Erkrankung kann nach Komplikationen tödlich verlaufen.

Es ist möglich, dass Erkrankungen asymptomatisch verlaufen. Betroffene tragen den Keim im Nasen-Rachen-Raum ohne es zu merken.

Übertragung

Menschen übertragen das Bakterium über Tröpfchen.

Krankheitsverlauf

Der Krankheitsverlauf kann sehr unterschiedlich sein. Er kann fast symptomlos, aber auch tödlich oder mit Spätschäden wie beispielsweise eine geistige Behinderung verlaufen. Besonders die Meningitis (Hirnhautentzündung) und Sepsis (Blutvergiftung) kann tödliche Folgen haben.

Gelegentlich geht der Erkrankung eine Erkältung voraus, bevor plötzliches hohes Fieber, Erbrechen und Krankheitsgefühl auftritt. Hautblutungen, Nackensteifigkeit oder Bewusstseinsstörungen sind möglich. Säuglinge können dann die Nahrung verweigern, unruhig, teilnahmslos und berührungsempfindlich sein.

Die schwerste Form der Meningokokken ist das „Waterhouse-Friedrichsen-Syndrom“. 50 bis 70 Prozent der Erkrankten sterben daran. Hautnekrosen (Gewebsschäden), Multiorganversagen oder Verbrauchskoagulopathie (Gerinnungsstörung) kennzeichnen dieses Syndrom. Oft tritt der Tod nach nur wenigen Stunden auf.

Spätschäden einer Meningokokken-Erkrankung können Krampfanfälle, Entwicklungsrückstände, Wasserkopf, Hautschäden oder Verlust von Gliedmaßen sein.

Schutz

Die Serogruppe B verursacht die meisten Infektionen. Gegen diesen Typen gibt es keinen Impfstoff. Impfen wirken gegen unterschiedliche Meningokokken-Serogruppen. Der Impfstoff ist Polysaccharid. Impfungen wirken erst bei Personen, die zwei Jahre alt sind. Bei diesem Impfstoff wird eine Nachimpfung nach drei bis fünf Jahren empfohlen.

Es gibt Konjugationsimpfstoffe die für Kinder und Erwachsene geeignet sind. Sie wirken gegen TYP C und sollen einen guten und lang anhaltenden Schutz bieten.

Ist man erkrankt, muss mit Antibiotika behandelt werden. Personen, die mit Infizierten in Kontakt gekommen sind, werden vorsorglich mit Antibiotika behandelt.

Kosten

Erfolgt die Impfung im zweiten Lebensjahr, übernimmt die Krankenkasse die Kosten des Konjugationsimpfstoffs.

Für die Meningokokken-C-Impfung wird ebenfalls übernommen, wenn die Impfung vom zweiten bis 18. Lebensjahr statt findet.

Alles auf einen Blick

  • Erreger: Neisseria meningitidis (Bakterium)
  • Übertragungsweg: Tröpfchen, enger Kontakt mit Menschen
  • Inkubationszeit: 1 bis zehn Tage (oft weniger als 4 Tage)

jdö


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