
Nicht brav ins Bett gehen
Manche Paare wollen ihr Sex-Leben mit Ungewöhnlichem aufpeppen, sei es aus Neigung oder nur um mal etwas anderes zu probieren.
Da mittlerweile sogar in einer großen Kaufhauskette Latexwäsche, Lack, Leder und Peitschen angeboten werden, scheinen auch etwas ungewöhnlichere Sexualpraktiken beim Bevölkerungsdurchschnitt definitiv angekommen zu sein.
Doch auch hier gilt: Wer Handschellen und Stiefel im Bett albern findet, darf und sollte auf Experimente durchaus verzichten. Schließlich macht Sex - und besonders der verruchtere - nur Spaß, wenn die Phantasien beider Partner einvernehmlich sind.
Wenn Sie auf der experimentierfreudigen Seite stehen, sollten Sie Ihren Partner nicht offensiv drängen. Mit dezenten Anregungen und Hinweisen können Sie versuchen, Ihren Partner zu dem zu bewegen, was vor wenigen Jahrzehnten gerne noch als "pervers" bezeichnet wurde.
Dazu gehört allem voran das Spiel um Macht und Unterwerfung. Die Utensilien: Ein Schlaginstrument (Gerte oder Peitsche), vielleicht eine Augenbinde, bei Bedarf ein paar Seile, ein Seidenschal oder eine Krawatte zum festbinden und sexy Wäsche, gerne aus Latex.
Doch: Bei sadomasochistischen Spielen geht es nicht unbedingt um Schmerz. F
ür manche s/m-Liebhaber gehört er unbedingt dazu, andere finden allein das psychologische Spiel prickelnd.
Was Sie gerne haben und was nicht, darüber sollten Sie sich vorher mit Ihrem Partner austauschen. Geht einer der Partner zu weit, wird das "Spiel" durch ein Code-Wort abgebrochen.
Sadomasochistische Phantasien hören bei den Einen bei zarten kleinen Klapsen auf dem Po an und fangen bei Anderen bei umfangreichen Sessions mit Nadeln und Peitsche noch nicht auf. Warum das so ist, weiß niemand.
Als krankhafte, therapiebedürftige Neigung werden diese Vorlieben von vielen Experten schon lange nicht mehr gesehen. Hier scheint es sich, wie bei vielen Dingen, schlicht um eine Laune der (menschlichen) Natur zu handeln.
Rollenspiele gehören nicht unbedingt zur S/M-Spielart - können aber durchaus Elemente davon haben. Sie sind eine gute Methode, um sexuelle Phantasien von Überwältigung oder Machtausübung, Umsorgung oder Betuttelung, Verführung und Verführtwerden aus zu agieren.
Ob als Krankenschwester, die ihren Patienten nach der Krankheit wieder auf die "Beine" hilft. Oder als Polizist, der ein Vergehen auf seine Art ahndet - der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Allerdings sollten solche Spielereien nicht überstrapaziert werden. Wenn Sex nur noch mit Kostüm stattfindet, nutzt sich der Reiz schnell ab.
Sex im Freien - das wird von mehr Menschen praktiziert, als man glauben mag.
Aber Vorsicht: Öffentlicher Geschlechtsverkehr wird als "Erregung öffentlichen Ärgernisses" geahndet, sofern er zur Anzeige gebracht wird. Eine saftige Geldstrafe von mehreren hundert Euro drohen.
Doch das besondere am Sex im Freien ist ja in erster Linie der Reiz der drohenden Entdeckung - und nicht das tatsächliche entdeckt werden.
Deshalb sollte man sich ein gutes Versteck wählen. Wer es in der Fußgängerzone miteinander treibt, gehört eher in die Kategorie Exhibitionist und sollte sich einen Rahmen suchen, z.B. Swingerpartys, wo er keinen Anstoß erregt.
Sex im Auto, sofern es auf einem einsamen Parkplatz abgestellt wurde, gildet gemeinhin nicht als öffentlicher Sex, so dass auch im Falle einer Anzeige der Staatsanwalt milde gestimmt sein dürfte.
Auf dem Balkon wird Sex ebenfalls nicht als strafwürdig betrachtet, solange der Balkon von oben nicht gut einsehbar ist, die Brüstung nicht zu niedrig ist und sich der Geräuschpegel stark in Grenzen hält.
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