
Serie: Ihr Kind im 5. Lebensjahr
Phantasie
Fantasie haben Kinder im fünften Lebensjahr überreichlich. Doch die Vorstellungskraft kann mit dem Älterwerden verkümmern. Deshalb ist die Beschäftigung mit Fantasiespielen nicht nur höchst vergnüglich, sondern auch eine gute Möglichkeit, die Fantasie sowie die soziale und emotionale Entwicklung zu fördern.Denn bei gemeinsam gespielten Fantasiespielen ist ein hohes Maß an sozialer Kompetenz nötig und Ihr Kind hat die Gelegenheit, Gefühle im Spiel zu verarbeiten.
Die Fantasie ist ein erstaunliches Phänomen, das uns Menschen auszeichnet. Indem wir Sie fördern, erziehen wir unsere Kinder nicht etwa zu weltfremden Fantasten, sondern geben ihnen wesentliche Bausteine für Ihr späteres Leben mit: Flexibilität und Kreativität, Spontaneität und konstruktive Vorstellungskraft.
Sie haben bei Ihrem Kind sicherlich schon dessen Vorliebe für Fantasiegeschichten beobachtet. Wenn es mit seinen Puppen, Bauklötzen oder Autos spielt, inszeniert es oft eine Geschichte. Spielen Sie diese Spiele ruhig mit, wenn Ihr Kind Sie dazu auffordern sollte!
Kinderbücher sind ein wertvolles Mittel
Auch Kinderbücher sind ein wertvolles Mittel, Ihrem Kind Vergnügen zu bereiten und seine Vorstellungskraft zu fördern. Die Bücher können für Ihr vierjähriges Kind nun gerne ein paar Abbildungen weniger, dafür ein paar Worte mehr beinhalten!Illustrationen machen Ihrem Kind dann besonders Spaß, wenn Sie reich an Detail sind und es dabei immer etwas Neues zu entdecken gilt.
Geschichte zur Nacht
Für eine Geschichte zur Nacht können Sie sich auch an umfangreichere Lektüre heranwagen, die Sie kapitelweise vortragen können.Besonders beliebt sind bei Kindern nach wie vor die Klassiker, wie etwa Pippi Langstrumpf von Astrid Lindgren, Mary Poppins von P.L. Travers oder das Sams von Paul Marr.
Selbst Geschichten erfinden
Doch am meisten Spaß wird es Ihnen und Ihrem Kind machen, wenn Sie selbst Geschichten erfinden!Vielleicht ist Ihr Kind zunächst irritiert, wenn Sie es auffordern, Ihnen eine Geschichte zu erzählen, denn womit soll es anfangen? Unterstützen Sie Ihr Kind, indem Sie ihm die passenden Fragen stellen: "Was passiert als Nächstes?", "Was sieht der Held in der Burg?", "Was hat der Zauberer gesagt?"
Seien Sie nicht verunsichert, wenn es in den Geschichten Ihres Kindes von Gewalt und Action wimmelt!
Nun sind Sie an der Reihe: Lassen Sie Ihr Kind etwa drei oder vier wichtige Elemente einer Geschichte aussuchen:
Wer ist der Held? Wo spielt die Geschichte? Was passiert in der Geschichte? Versuchen Sie nun eine Geschichte mit diesen Elementen zu erzählen! Sie werden sehen, wie viel Spaß dies für Sie und Ihr Kind bedeuten kann!
Eine andere Möglichkeit, gemeinsam Geschichten zu erfinden ist, wenn Sie eine Geschichte erzählen, dabei aber die letzten Worte des Satzes weglassen, damit Ihr Kind bestimmen kann, wie es weitergeht.
Dies könnte beispielsweise folgendermaßen aussehen.
- Vor langer langer Zeit war einmal eine ...... Prinzessin!
- Die Prinzessin lebte in ...... einem Teich!
- Der Teich war...... grün und tief!
Viel Spaß! Und denken Sie daran, Ihr Kind wird die nächsten fünf Jahre auch noch gerne eigene Geschichten hören.

