
Pneumokokken
Pneumokokken sind bekapselte Bakterien. Sie sind die weltweit häufigsten Erreger Hals-Nasen-Ohren-Infektionen, eitriger Hirnhautentzündung (Meningitis), Lungenentzündungen oder Blutvergiftungen.
Übertragung
Der Erreger wird meist von Menschen durch Tröpfchen übertragen. Meist infizieren sich Babys in den ersten zwei Lebensjahren. Vom Nasen-Rachen-Raum kann es zu einer Ausbreitung der Bakterien kommen, die zu einer Mittelohrentzündung oder Nasennebenhöhlenentzündung und daraus resultierende Lungen- oder Hirnhautentzündung führen kann.
Besonders gefährdet sind Personen mit gestörter Immunabwehr, wenn sie beispielsweise keine Milz haben.
Krankheitsverlauf
Erste Symptome sind Schüttelfrost, hohes Fieber, teilweise ein steifer Nacken, Atembeschwerden oder Berührungsempfindlichkeit.
Pneumokokken-Erkrankungen werden antibiotisch behandelt, trotzdem ist die Sterblichkeit der Erkrankten hoch.
Schutz
Eine Impfung ist der einzige Schutz. Dafür gibt es Polysaccharid- und Konjugatimpfstoffe. Selbst Säuglinge können genügend Antikörper vom Konjugatimpfstoff bilden, da er immunogen ist.
Kosten
Die Kosten werden nur teilweise von den Krankenkassen übernommen.
Auf einen Blick – Pneumokokken
- Erreger: Streptococcus pneumoniae
- Übertragungsweg: Tröpfchen
- Inkubationszeit: sehr unterschiedlich
jdö
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