
6-fach-Impfung
Poliomyelitis (Kinderlähmung)
Die Viruserkrankung überträgt sich durch fäkal-oral durch verunreinigtes Trinkwasser oder Lebensmittel mit Schmierinfektionen. Selten erfolgt die Infektion über Tröpfchen.
Die Erreger vermehren sich im Darm und im Nasen-Rachenraum. Manche Erreger gelangen ins zentrale Nervensystem (ZNS) und bringen die Krankheit zum Ausbrechen.
Europa gilt seit Juni 2002 als Poliofrei, weltweit gibt es die Krankheit aber noch. Es gibt drei verschiedene Typen, die die Kinderlähmung auslösen können: Typ I, Typ II und Typ III.
Krankheitsverlauf
Bei dem Großteil der Erkrankten, etwa 90 Prozent, verläuft die Infektion erscheinungsfrei. Etwa vier bis acht Prozent leiden unter Symptomen einer schweren Grippe, wie Fieber, Hals. Und Kopfschmerzen, Erbrechen oder Durchfall. Von diesen Erkrankten leiden ungefähr fünf Prozent an schlaffen Lähmungen und Schädigungen des ZNS. Diese Symptome sind nicht behandelbar. Die Atmung kann aussetzen, wenn das Zwerchfell von den Lähmungen betroffen ist, in diesem Fall muss die Beatmung künstlich fortgesetzt werden. Die Atemlähmung kann auch tödlich enden.
Die Impfung schützt vor allen Virustypen. Jedoch schützt sie nicht davor, sich mit dem Polio-Virus anzustecken und die Viren weiterzuverbreiten, während man selbst vor dem Ausbruch geschützt ist.
Poliomyelitis auf einen Blick
- Erreger: Typ I, Typ II, Typ III
- Übertragungsweg: verunreinigtes Trinkwasser und Lebensmittel, selten Tröpfchen
- Inkubationszeit: lebenslang
jdö
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