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Lemi Beki: Pränatale Diagnostik

Pränatale Diagnostik

Schon vor der Geburt wissen, ob das Kind gesund zur Welt kommt. Aber ist das wirklich so wichtig?

Die pränatale Diagnostik, also vorgeburtliche Untersuchung, dient der Überprüfung, ob das ungeborene Kind gesund ist. Dabei werden verschiedene Untersuchungsmethoden werden angewandt. Schon vor der Geburt kann untersucht werden, ob bei dem Kind beispielsweise eine Chromosomenstörung, ein Herzfehler oder ein „offener“ Rücken vorliegt.

Die Pränataldiagnostik muss nicht bei jeder Frau durchgeführt werden. Jede Schwangere hat das Recht auf Nicht-Wissen, also nicht wissen zu wollen, ob das Ungeborene eine mögliche Behinderung hat. Denn vor der Entscheidung für die vorgeburtliche Untersuchung sollten werdende Eltern darüber nachdenken, was sie bei einer möglichen festgestellten Behinderung tun würden.

Die pränatale Diagnostik kann werdenden Eltern aber auch dazu dienen, sich auf die Behinderung des Kindes vorzubereiten. Schon vor der Geburt kann bei einem Herzfehler des Babys eine geeignete Geburtsklinik ausgewählt werden.
Nicht immer muss die Diagnose „Kind mit Behinderung“ heißen. Nicht immer muss die Diagnose „Kind mit Behinderung“ eine Abtreibung bedeuten.

Pränatale Diagnostik: Ja oder nein?

Entscheidet man sich für die Pränataldiagnostik und es wir eine Behinderung diagnostiziert, kann man sich schon vor der Geburt auf anstehende Untersuchungen vorbereiten. Man kann sich an die neue Situation gewöhnen, sich rechtzeitig informieren und Hilfe suchen.

Erhält man die Diagnose, dass das Ungeborene höchstwahrscheinlich eine Behinderung aufweist, sollte man sich Zeit nehmen, um zu entscheiden, ob man das Kind behalten möchte. Eine Spätabtreibung ist bis zur 22. Schwangerschaftswoche möglich, wenn bei der Mutter schwerwiegende körperliche oder seelische Beeinträchtigungen auftreten würden. Eine Spätabtreibung bedeutet meist, dass das Kind auf natürlichem Weg auf die Welt kommt, wenn seine Entwicklung zu weit fortgeschritten ist. Zudem wird ist es eine extreme körperliche Belastung für die Frau.

Das Leben mit einem behinderten Kind heißt nicht, dass Eltern und Kind lebenslange Qualen durchleben müssen. Niemand kann sagen, ab wann ein Leben lebenswert ist.

Einige Untersuchungen, beispielsweise eine Fruchtwasseruntersuchung, ist dagegen fast unnötig, wenn der werdenden Mutter nicht wichtig ist, ob das Kind eine Behinderung aufweist. Nicht-Wissen kann zu einer unbesorgten Schwangerschaft beitragen, in der man sich einfach nur auf das Kind freut. Wenn die Mutter sich sicher ist, dass sie das Kind unter allen Umständen bekommen möchte, sollte sie darüber nachdenken, ob die pränatalen Untersuchungen unnötig sind. Gegen die PND kann auch sprechen, dass die werdenden Eltern ungeborenes Leben nicht selektieren möchten.

Nicht alle Behinderung kann man mit den vorgeburtlichen Untersuchungen feststellen. Bei der Pränataldiagnostik wird in der Regel nur nach der Trisomie 21, dem Down Syndrom, gesucht.

jdö


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