
Schulempfehlung
Frage an unsere Pädagogin:
Hallo,
unser Sohn geht in die 4. Klasse und die Schulempfehlung steht an. Seine Leistungen sind unterschiedlich (z.B. Diktate 5+ 3+ 5 2 und 4-). In Mathe steht er auf einer 3. Sachkunde im letzten Zeugnis 2 - heute haben sie erst die Arbeit für dieses Halbjahr geschrieben.
Vor einem Jahr haben wir auf anraten der Lehrerin einen IQ-Test gemacht.
Ergebnis: 133 beim HAWIK III. Aber er ist unkonzentriert, unmotiviert und zu langsam. Andererseits aber immer die Rettung, wenn die Klasse nicht weiter kommt (lt. der Lehrerin).
Sollen wir auch trotz der nicht so guten Noten einen Versuch auf dem Gymi wagen?
Vielen Dank
Susanne Stegler
Was unsere Pädogogin rät:
Sehr geehrte Frau Stegler,
herzlichen Dank für Ihre Anfrage.
Natürlich ist eine Schullaufbahnentscheidung immer ein sehr wichtige Entscheidung in der Familie, aber auch für das Leben des Kindes.
Nach Ihrer Schilderung des Sachverhaltes würde ich für das Gymnasium plädieren. Jungs gelten ja eher als Spätentwickler und zeigen in späteren Schuljahren oft bessere Leistungen.
Das Ergebnis des IQ-Testes könnte dies bestätigen. Ich weiß zwar nicht, was die Lehrerin bewogen hat, Ihnen den IQ-Test zu empfehlen, aber vielleicht ist der Junge in der Schule etwas unterfordert und hat das Interesse am Unterricht verloren. Darüber sollten Sie auch mit Ihrem Sohn sprechen. Zum anderen sollten auch seine Stärken berücksichtigt werden. Vielleicht ist es möglich, diese auch in der Schule zu nutzen, damit er sich aktiver im Unterrichtsgeschehen einbringen kann.
Versuchen sie auch, von Anfang an guten Kontakt mit der Schule aufrecht zu erhalten. Sprechen Sie mit den Lehrkräften über die Schwächen und auch Stärken Ihres Sohnes.
Zu Hause sollten Sie auf spielerische Weise versuchen, Tempo und Reaktionsvermögen zu trainieren (Ballspiele oder andere Sportspiele), aber auch verschiedene Wortspiele, die Konzentration und Zuhören entwickeln. Auf der anderen Seite sollte der Junge auch häufig zum Umgang mit Nachschlagewerken ermuntert werden. Ein zügiges Benutzen eines Wörterbuches kann zur Verbesserung der Rechtschreibung, besonders bei Aufsätzen, beitragen.
Sollten die Leistungen bis zur Klasse sechs nicht Ihren Erwartungen entsprechen oder sollte der Junge überfordert sein, können Sie sich immer noch für eine andere Schulform entscheiden.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.
Mit freundlichen Grüßen
E. Müller
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