
Schulkind 2te Klasse trödelt
Frage an unsere Pädagogin:
Hallo,
heute war bei uns Elternsprechtag der Lehrer lobte meinen Sohn weil er sehr gut in der Schule ist , nur eines hat er bemängelt, das ist sein Trödeln, das tut mein Sohn täglich, wenn zb Mathetests geschrieben werden, braucht mein Sohn länger als andere, er hat zwar immer alles richtig aber die zeit die er dafür braucht ist nicht okay.
Oder seine Hausaufgaben ,schrecklich er braucht 3mal so lange wie seine Mitschüler. Auch beim einpacken seiner Sachen oder beim Anzeihen nach dem Sport oder beim Rausholen seiner Arbeitsmaterialien, alles dauert viiiiel zu lange, zu Hause auch , da braucht er alleine fürs anziehen morgens eine halbe Stunde, usw. was kann man denn da machen, Mein Sohn selbst empfindet das Trödeln als nicht schlimm.
Ich denke an später wenn er auf einer Weiterführenden Schule kommt, da wird es doch noch mehr Anforderungen an ihn geben, wie soll er das schaffen, Vom Kognitiven ist er sehr weit, hat keine Problem , aber die Trödelei bringt uns zum Wahnsinn. Ich habe Angst das dadurch sein Ziel (er würde gerne auf die Realschule oder aufs Gymnasium) verbaut.
Haben sie eine Lösung?
LG
Was unsere Pädogogin rät:
Sehr gehrte Eltern,
vielen dank für ihre Anfrage.
Es ist schön, dass Sie sich viel Gedanken über die Entwicklung Ihres Sohnes machen. Sie schreiben, dass er im Lernen keine Schwierigkeiten zeigt, wohl aber im Leistungsbereich. Bedenken Sie doch bitte, dass ein Kind im zweiten Schuljahr noch recht jung ist und gerade Jungs haben im sozial-emotionalen Bereich oftmals Nachholbedarf. Sie sollten also auf eine allseitige Entwicklung achten, wobei das Spielen, ausreichende Entspannungsphasen und vertrauensvolle Gespräche nicht zu kurz kommen sollten. Sie sind auf dem richtigen Weg, wenn Sie ihm ausreichend Zeit zum Lösen seiner Aufgaben geben. Mit verschiedenen Übungen bzw. Spielen sollten Sie aber das Tempo und die Aufmerksamkeit trainieren. Auch Sportspiele können dazu beitragen. Wichtig ist dabei, dass der Junge viel Freude daran hat und dass nicht ein zusätzlicher Leistungsdruck aufgebaut wird.
Man sollte auch noch einen anderen Aspekt beachten: wenn Ihr Sohn schon sehr viel kann, wie Sie schreiben, könnte er vielleicht auch unterfordert sein und schaltet dann ab. Darüber sollten Sie mit ihm sprechen. Vielleicht ist es möglich, dass er im Unterricht Sonderaufträge bekommt, damit er aktiver am Unterrichtsgeschehen teilnimmt.
Mit freundlichen Grüßen
E. Müller
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