
Serie: Autismus
- Autistische Kinder - in der eigenen Welt gefangen
- Autismus vom Asperger Typ
- Autismus vom Kanner Typ (auch frühkindlicher Autismus)
- Welche Ursachen hat die autistische Störung?
- Welche Therapien gibt es und wie helfen sie meinem Kind?
Autistische Kinder - in der eigenen Welt gefangen
Unter Autismus wird im Allgemeinen der soziale Rückzug aus der hiesigen Welt verstanden. Die Kinder kapseln sich von ihrer Außenwelt ab. Sie lassen niemanden an sich heran, scheinen in ihren eigenen Gedanken und Fantasien zu leben, die der Umwelt, ja den engsten Bezugspersonen verborgen bleiben.Darüber wie sich das Kind fühlt, kann oft nur spekuliert werden, denn man scheint an die Gefühlswelt des Kindes nicht heranzukommen. Schmerzlich sind für die Eltern die fehlenden Emotionen, da die betroffenen Kinder keine großen Gefühlsregungen ihnen entgegenzubringen vermögen.
Wunderlich und sogleich faszinierend wirken Autisten auf viele Menschen, die mit ihnen zu tun haben.
Beim autistischen Syndrom handelt es sich um eine tiefgreifende Störung des Sozialverhaltens. Um das autistische Syndrom näher zu erläutern, ist es sinnvoll, eine genauere Unterscheidung vorzunehmen:
Unterschieden wird Autismus in das Asperger Syndrom und dem Kanner Autismus.
Die Namen gehen auf Hans Asperger (1906-80) und Leo Kanner (1896-81) zurück, zwei Ärzte, die unabhängig voneinander die Symptome des Autismus beschrieben.Die autistische Störung tritt pro 10.000 Neugeborenen ca. 5-10 Mal auf, wobei Jungen vier Mal häufiger als Mädchen betroffen sind. Ungefähr 4,5 % hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Familie mit einem Kind, welches am autistischen Syndrom leidet, ein weiteres autistisches Kind bekommt. Der Einfluss genetischer Faktoren ist daher nicht auszuschließen.
Wie kann man eine autistische Störung erkennen?
Autismus ist keine Krankheit, die Kinderärzten sofort nach der Geburt oder bei ersten Untersuchungen ins Auge fällt. Wird eine Vermutung (meist von den Eltern oder Kindergärtnerinnen) ausgesprochen, greifen Ärzte auf Klassifikationsschematas zurück, zum Beispiel dem sogenannten ICD-10 ("International Classification of Diseases" = Internationale Klassifikation von Krankheiten).Das ist ein international identischer Test, in dem das betroffene Kind eine bestimmte Anzahl von - für die Störung typischen- Merkmalen zeigen muss. Diese werden durch direkte Beobachtung und indirekte Beschreibung des kindlichen Verhaltens gewonnen. Daneben werden die Eltern über Schwangerschaft, Geburt und Entwicklung ihres Kindes interviewt.

