WillkommenKinderwunschSchwangerBabyKleinkindSchulkindTeens

kinder.de : Littles



Serie: Die Entwicklung des Kindes im 3. Lebensjahr




Sprachliche Entwicklung

Nach dem zweiten Geburtstag Ihres Kindes werden Sie es in einem nicht mehr stoppen können: Im Sprechen! Nicht nur die Sprachentwicklung nimmt eine steile Kurve nach oben. Vor allen Dingen wird Ihr Kind große Freude haben, zu sprechen und mit den Wörtern zu experimentieren! Sprechen dient ihm nicht nur zur Kommunikation, sondern oftmals auch als Spiel!

Ihr Kind hat mit wenigen Worten zu sprechen begonnen. Aus diesen schlichten Einwortsätzen wurden bald einfache Sätze aus zwei Worten. Nach kurzer Zeit wurden die Sätze immer länger. Zwar waren und sind diese Sätze grammatikalisch nicht perfekt, aber fehlende Satzglieder werden nach und nach ergänzt.

Der Wortschatz Ihres Kindes

Ab dem dritten Lebensjahr werden die Sätze nun immer komplexer und die Aussagen umfangreicher!

Der Wortschatz Ihres Kindes wird um seinen zweiten Geburtstag herum auf 200 - 300 Wörter angewachsen sein, am Ende seines dritten Lebensjahr wird es schon die Bedeutung von über tausend Wörtern kennen!

Woran können Sie erkennen, ob die sprachliche Entwicklung Ihres Kindes normal verläuft? Als Faustregel für die Minimalanforderung gilt, dass Kleinkinder bis zum fünften Lebensjahr Sätze mit Wörtern, die der Anzahl der Lebensjahre entsprechen, formulieren können sollten.
Ein einjähriges Kind sollte demnach Sätze mit einem Wort, ein Zweijähriges mit zwei Worten, usw. formulieren können.

Im dritten Lebensjahr wird Ihr Kind zum ersten Mal in der Lage sein, den Plural zu bilden.

Gleichzeitig können Sie davon ausgehen, dass Ihr Kind in viel höherem Maße in der Lage sein wird, auch Sie zu verstehen. Die Mühe, Ihrem Kind einen Sachverhalt ausführlicher zu erklären, sollten Sie als selbstverständlich betrachten.

Abstrakte Dinge zu begreifen,

... fällt auch uns Erwachsenen nicht immer leicht. Verzichten Sie aber nicht darauf, Ihr Kind mit abstrakteren Begriffen zu begegnen. Die Lust Ihres Kindes, die Welt zu begreifen, ist so groß, dass Sie es entsprechend fördern dürfen.

Zu den abstrakteren Begriffen, die ein Kind im dritten Lebensjahr nicht auf Anhieb verstehen kann, gehören alle Begriffe, die sich auf zeitliche und räumliche Beziehungen oder auf Relationen in der Eigenschaft eines Objekts beziehen. Diese Beziehungen werden Ihrem Kind am Ende seines dritten Lebensjahres immer deutlicher, vielleicht wird es sie in der Mitte seines vierten Lebensjahres schon richtig anwenden können.

Zu diesen schwierigen Beziehungen gehören Begriffe, wie kleiner, größer, länger, kürzer, brauner, gelber, höher oder weiter. Diese Begriffe sind jedoch notwendig, um das Unterscheidungsvermögen Ihres Kindes zu verfeinern.

Räumliche Beziehungen sind leicht zu erklären,

... aber vielleicht nicht auf Anhieb zu begreifen. Helfen Sie Ihrem Kind anschaulich, den Unterschied zwischen oben und unten, vor der Couch, auf der Couch und hinter der Couch zu verstehen.

Zeitliche Beziehungen sind für Ihr Kind in diesem Alter schon wesentlich schwieriger zu begreifen:

Erst warf Papa den Ball, dann flog er über den Gartenzaun. Jetzt liegt der Ball in Nachbars Garten. Erst kommt das eine, dann folgt das andere: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind schwierige Begriffe, da man sie eben nicht "Begreifen" kann!

Denken Sie aber immer daran, dass Sie aus Ihren Erklärungen keine Unterrichtsstunde machen!
Viel leichter und lieber lernt Ihr Kind, wenn Sie Spaß miteinander haben, wenn Sie singen oder Reime aufsagen.

Zeigen Sie Ihrem Kind doch zum Beispiel im Bilderbuch eine Ente und behaupten, sie sei ein Hund! Ihr Kind wird Sie ganz bestimmt für dumm halten und Sie eines Besseren belehren.

Insgesamt fördern Sie die Sprachentwicklung Ihres Kindes optimal, wenn Sie es mit Applaus und Liebe belohnen. Sie selbst sind das Vorbild Ihres Kindes: Sprechen Sie in vollständigen Sätzen, geben Sie sich Mühe ein Objekt oder eine Sache detailreich zu beschreiben. Wiederholen Sie wichtige Worte mehrmals in verschiedenen Sätzen.

Haben Sie selbst Freude am Sprechen, an der Sprache, an Geschichten, Liedern und Gedichten! Dann wird Ihr Kind noch mehr Freude am Lernen haben und für sein späteres Leben eine besonders breite Basis entwickeln, auf der es seine Gefühle, seine Fantasie und sein Wesen ausdrücken kann.

Kommentare


(Zum Kommentieren bitte im kinder.de Club anmelden)


Weitere Informationen zum Thema



kinder.de auf eine Blick

Jetzt ein Fan von kinder.de werden

kinder.de TV: Video der Woche

kinder.de TV: Video der Woche

Weitere Videos hier >>>




Entwicklung & Erziehung
Kleidung – Neu oder gebraucht kaufen?
Bei gebrauchter Kleidung sollten Sie jedoch Einiges beachten.
Lesen Sie mehr

Werteerziehung in der heutigen Gesellschaft
Werte formen die Gesellschaft, Kinder wiederum bilden die zukünftige Gesellschaft. Eine konsequente Werteerziehung ist demnach Voraussetzung für das gesellschaftliche Zusammenleben.
Lesen Sie mehr

Serie: Die Entwicklung des Kindes im 2. Lebensjahr
Die Entwicklungsschritte des Kleinkindes
Lesen Sie mehr

Serie: Die Entwicklung des Kindes im 4. Lebensjahr
Die Entwicklungsschritte des Kleinkindes
Lesen Sie mehr

Serie: Ihr Kind im 5. Lebensjahr
Die Entwicklungsschritte des Kleinkindes
Lesen Sie mehr

Die kindliche Entwicklung im tabellarischem Überblick
Die Entwicklungsschritte des Kleinkindes vom 18. Monat bis zum 5. Lebensjahr
Lesen Sie mehr

Serie: Geschwister
Wann ist der beste Zeitpunkt und wie bereitet man das Kind auf das Baby vor, sowie weitere interessante Tipps!
Lesen Sie mehr

Einzelkinder
Vor- und Nachteile der Ein-Kind-Familie
Lesen Sie mehr

Serie: Autismus
Was ist Autismus? Wie kann ich meinem Kind helfen?
Lesen Sie mehr

Serie: ADHS/ADS
Was bedeutet das eigentlich für mein Kind?
Lesen Sie mehr

Schlafen im Ehebett
Schadet es der Entwicklung?
Lesen Sie mehr

Verwöhnen
Ist es gut, wenn das Kind immer alles bekommt, was es will?
Lesen Sie mehr

Vorurteile
So erziehen Sie Ihr Kind zu einem vorurteilslosen Miteinander
Lesen Sie mehr

Mein Kind bummelt
Warum braucht es nur immer so lange?
Lesen Sie mehr

Nägelknabbern
Nur eine schlechte Angewohnheit?
Lesen Sie mehr

Mein Kind stottert
Was kann ich tun?
Lesen Sie mehr

Masturbation
Mein Kind masturbiert - ist das normal?
Lesen Sie mehr

Tod und Sterben
Ein Tabuthema?
Lesen Sie mehr

Schutz vor Mißbrauch
So schützen Sie Ihr Kind vor Gewalt und Mißbrauch
Lesen Sie mehr

Der Umgang mit Fremden
Wichtige Verhaltensregeln!
Lesen Sie mehr

Hilfe, ich schlage mein Kind!
Was können Sie dagegen tun?
Lesen Sie mehr

Gewaltfreie Konfliktlösung
Wie kann ich mein Kind stärken?
Lesen Sie mehr

Beratungsstellen
Hilfe für die Familie - eine Übersicht
Lesen Sie mehr

Serie: Kindergarten - welcher ist der richtige?
Übersicht und Info zu den unterschiedlichen pädagogischen Konzepten
Lesen Sie mehr

Serie: Kindertagespflege
Mutter zum Mieten - was Sie beachten sollten
Lesen Sie mehr

Serie: Wir erwarten Drillinge!
Erfahrungsbericht einer Drillingsmutter: Entwicklung
Lesen Sie mehr

Wenn Mütter Kinder entziehen
Eine Reportage über verlassene Väter
Lesen Sie mehr

Serie: Alleinerziehend
Tipps für Alleinerziehende, Ängste und Sorgen, Erziehungsprobleme und mehr
Lesen Sie mehr