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Entwicklung des Babys



Serie: Entwicklung des Babys




Entwicklung des Kindes bis zum 3. Monat

In den ersten Monaten werden Sie vermutlich voller Glück Ihr Baby betrachten und jedes Weinen, Lachen und Schreien als herrliches Wunder betrachten.

Doch vermutlich werden Sie sich auch mit einigen Ängsten oder Besorgnissen plagen. Warum schläft mein Kind so viel? Warum schreit es? Wie viel kann mein Baby schon wahrnehmen? Ist das alles so in Ordnung wie es ist?

Um Ihnen Ihre Ängste zu nehmen, wollen wir Sie an dieser Stelle über die wesentlichen Entwicklungsschritte Ihres Babys informieren.

Genießen Sie die Zeit mit Ihrem Neugeborenen

Was Ihr Kind in erster Linie braucht, ist Ihre uneingeschränkte Liebe. Verwischen Sie dieses schöne Gefühl nicht mit zu vielen Sorgen.
Alle Eltern sind ein wenig nervös und aufgeregt, wenn sie ihr erstes Kind in den Armen halten, schließlich handelt es sich um ein Ereignis, das tief in Ihr Leben einschneidet und vieles verändert und das Gewohnte verdrängt.

Alle Babys sind schön! - Besonders für die stolzen Eltern!

Doch genau gesehen wirken die kleinen Erdenbürger in der ersten Wochen Ihres Lebens recht zerknautscht. Manchmal erscheint ihr Teint verfärbt oder die Haut ist von einer Art Hautausschlag befallen. Bewahren Sie die Ruhe! Dies ist eine ganz normale Phase. Nicht zuletzt die Strapazen der Geburt hinterlassen Spuren.

Sollte Ihr Kind bei der Geburt Schaden genommen haben, so wird dies bei der ersten Untersuchung durch den Kinderarzt noch innerhalb der Klinik festgestellt.

Gewicht bei der Geburt

Bei der Geburt wiegt ein Kind zwischen sieben oder acht Pfund. Aber auch ein Gewicht von fünf Pfund kann noch als normal angesehen werden. Wenn Ihr Kind weniger als fünf Pfund wiegt, wird es in der Regel im Krankenhaus für einige Zeit unter Beobachtung bleiben müssen, bis sich sein Gewicht normalisiert hat.

Gewöhnlich verliert Ihr Kind in der ersten Woche an Gewicht. Sie brauchen sich keine Sorgen darüber zu machen, dass Sie es nicht genügend füttern! Wenn Ihr Kind Hunger hat, wird es sich melden!

Zur Zeit der Geburt wird Ihr Kind durchschnittlich 50 - 51 Zentimeter groß sein.

Der Kopf Ihres Kindes

Gerade der Kopf Ihres Kindes wurde stark in Mitleidenschaft gezogen, sofern Sie nicht mit Kaiserschnitt entbunden haben.

In der ersten Woche wird Ihr Kind mit einem deformierten Köpfen leben müssen, was daran liegt, dass bei der Geburt es zu starken Quetschungen kommt.

Leider ist der Geburtskanal eigentlich viel zu eng, als dass ein Kind problemlos mit einem Schwupps herausgleiten könnte.

Viele Kinder, besonders die, die zu früh geboren werden, sind mit einer weißen Substanz überzogen (Käseschmiere). In manchen Krankenhäusern wird diese Schicht einfach abgewaschen.
Dies ist aber unnötig. Die Haut Ihres Kindes wurde vor der Geburt von der es umgebenden Flüssigkeit geschützt.

Dieser Schutz wird nun fortgesetzt. Während der ersten oder zweiten Woche absorbiert die Haut einen Teil der Substanz. An manchen Stellen verwandelt es sich in eine Art Puder und kann ganz leicht abgewaschen werden.

Die Wahrnehmung

Sie werden sich sicherlich fragen, wie viel und was Ihr Kind in dieser frühen Lebensphase bereits wahrnehmen kann.

Ihr Kind beginnt mit dem ersten Tag zu sehen und zu hören - es beginnt sogleich mit dem Lernen. Es scheint zwar in erster Linie zu schlafen, aber sobald es erwacht, nimmt es mit seinen Sinnen Informationen auf.

Ein Neugeborenes ist zunächst sehr kurzsichtig, es kann nur Gegenstände oder Ihr Gesicht in einer Entfernung von 20-30 Zentimetern erkennen.

Und wenn Sie Ihr Gesicht hinter Ihren Händen verstecken, wird Ihr Baby glauben, Sie seien nicht mehr im Raum!

Lächeln Sie Ihr Kind häufig an! Viele Kinder empfinden freundliche Gesichter als sehr angenehm. Vorerst wird Ihr Kind nur aus einem Reflex zurücklächeln (das sogenannte Engelslächeln), später wird es auf Sie reagieren, weil es sie erkennt.

In etwa vier Wochen ist die Sehfähigkeit Ihres Kindes so gut entwickelt, dass es auch Gegenstände in weiterer Entfernung wahrnehmen wird.

Neugeborene unterscheiden zunächst nur starke Kontraste. Ob Sie Ihrem Kind einen pastellfarbenen Anzug anziehen, ist ihm herzlich egal.

Für Babys sind sanfte Stimmen sehr angenehm

Laute Geräusche verursachen Unbehagen. Sprechen Sie mit Ihrem Kind in einem ruhigen, sanften Ton. Die menschliche Stimme wird von Neugeborenen als besonders angenehm empfunden.

Geschmacksempfinden

Auch das Geschmacksempfinden ist dem Kleinkind in die Wiege gelegt. Doch legen Neugeborene keinen Wert auf exotische und abwechslungsreiche Küche. Zunächst gefällt Ihnen für viele Monate ein und dieselbe Mahlzeit.

Schon nach wenigen Tagen wird das Neugeborene die eigene Mutter und deren Brust am Geruch erkennen.

Die Geschmacksrichtung jedoch, die Babys am liebsten haben, ist schwer zu ermitteln. Neugeborene reagieren auf bittere oder saure Dinge ablehnend, wohingegen Süßes eher ihren Zuspruch erhält.

Kontakt zur Außenwelt nimmt Ihr Kind in erster Linie über die Haut auf, deshalb ist streicheln und liebkosen so besonders wichtig.

Schnell erkennt es den Unterschied zwischen harten und weichen, rauen und glatten Gegenständen. Sie können selbst einmal ausprobieren, welche Oberflächen und Temperaturen Ihr Kind bevorzugt. Doch eines scheint auch ohne Experimente sicher: Warm und weich soll es sein.

Ihr Baby kann sich noch nicht viel bewegen. Dass, was Ihr Kind tun kann, läuft im Grunde auf Schlafen, Essen, Schreien und Verdauen hinaus.

Die Muskulatur

Um Kriechen oder Krabbeln zu können, braucht Ihr Kind mehr als eine entwickelte Muskulatur. Jede Bewegung ist auch eine Entwicklung auf neurophysiologischer Ebene. Zunächst wird Ihr Kind lernen, die Kontrolle über seinen Kopf zu beherrschen.

Mit einigen Ruhepausen gelingt es dem Neugeborenen seinen Kopf von einer Seite zur anderen zu drehen. Wenn es auf dem Bauch liegt, kann es für etwa 3 Sekunden den Kopf anheben. Die Kopfkontrolle beherrscht es, wenn es auf dem Arm gehalten wird, etwa nach drei Wochen.

Das Schlafen

Manche Babys schlafen bis zu sechzehn Stunden am Tag - nur leider nicht am Stück! Nach der Geburt schläft ein Baby in der Regel zwischen zwölf und vierundzwanzig Stunden, um sich von den Anstrengungen zu erholen.

Selten schlafen Kinder acht Stunden durch. Die Schlafdauer beträgt meistens zwischen zwei und sechs Stunden. Dann erwacht Ihr Kind und schreit, häufig schläft es nach wenigen Minuten, manchmal aber auch erst nach Stunden, wieder ein.

Wenn Kinder erwachen und schreien, wollen Sie zumeist auf eine Unannehmlichkeit hinweisen: Ihnen ist zu kalt oder zu warm, sie haben Hunger oder die Windel ist voll. Bereiten Sie Ihrem Kind Abhilfe und es wird wieder friedlich einschlummern.

Grundsätzlich gibt es einige Fähigkeiten, die Ihr Kind in den ersten drei Monaten erwerben wird: Zum einen wird die bereits oben beschriebene Kopfkontrolle erlernt, sodass es ab dem dritten Monat zu einem sicheren Heben des Kopfes in Bauchlage kommt mit Abstützen auf die Unterarme.

Ab dem dritten Monat

Ab dem dritten Monat erkennt das Kind einen Gegenstand, der vor seinen Augen langsam hin und her bewegt wird, sodass es ihm mit den Augen folgt.

Ab dem dritten Monat beginnt das Kind zielgerichtet zu schreien. Es wird erkennbar, ob es an Hunger oder Schmerz leidet.

Auch im sozialen Bereich zeichnen sich neue Fähigkeiten ab: Das Baby ist zu anhaltendem Blickkontakt in der Lage und versucht durch Drehung des Kopfes den Blickkontakt zu halten.

Ihr Baby reagiert mit einem Lächeln auf vertraute oder fremde Gesichter.

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