
Serie: Kindersichheit in Haus und Garten
Worauf ist zu achten!
Es gehört zur Entwicklung Ihres Kindes, dass es immer mobiler und entdeckungsfreudiger wird.Spätestens wenn es zu laufen beginnt, ist nichts mehr vor ihm sicher. Für Ihr Kind ist dies eine sehr notwendige Phase, denn es will mit allen fünf Sinnen die Welt begreifen.
Wenn etwas in das Blickfeld Ihres Kindes gerät, das sein Interesse weckt, dann will es diesen Gegenstand anfassen, ihn genau betrachten, ihn behorchen und in den Mund stecken.
Um die Welt zu erforschen, möchte Ihr Kind das Objekt genau erkunden: Wie groß es ist, was man damit machen kann oder worin es sich von anderen Gegenständen unterscheidet.
Spätestens in der Mitte des zweiten Lebensjahres wird Ihr Kind womöglich auch ein Faible entwickeln, Dinge zu sortieren.
Experimente
Doch zunächst werden mit den verschiedensten Dingen Experimente angestellt: Was geschieht, wenn ich den Kochlöffel auf den Boden werfe? Ist der Stuhl zu schwer, um ihn zu bewegen? Passt das Spielzeugauto in die Vase?Bei der Erforschung der Umwelt wird ganz gewiss auch etwas zu Bruch gehen, sicherlich wird Ihr Kind sich einmal wehtun ...
Und deshalb ist es so besonders wichtig, dass Sie Ihre Wohnung kindersicher gestalten, damit es zu keinen ernsten Unfällen kommt!
Durch Ihre Vorsorge beugen Sie nicht nur Unfällen vor, sondern verhelfen Ihrem Kind zu einer wichtigen Erfahrung. Selbstverständlich können Sie immer dabei stehen und Ihr Kind mit einem scharfen "Nein" vor Gefahren retten.
Doch dies widerspricht dem Bedürfnis Ihres Kindes. Es verliert womöglich die Lust auf Entdeckungen und Experimente.
Eine Wohnung kindersicher zu gestalten ist natürlich niemals vollständig möglich. Aber je mehr Gefahrenquellen Sie aus dem Weg räumen, desto freier können Sie und Ihr Kind sich fühlen. Da keine Wohnung von allen Gefahren befreit werden kann, halten Sie dennoch immer ein Auge auf Ihr Kind.
Ein Kleinkind versteht mittlerweile mehr, als man meinen könnte. Zwar kann es sich selbst nur sehr unzureichend artikulieren, doch Ihre Worte versteht Ihr Kind mittlerweile ganz gut, besonders wenn Sie Ihre Worte durch starke Gesten unterstreichen und einen expressiven Tonfall annehmen. Warnen Sie also Ihr Kind vor Gefahren nicht durch umständliche Erklärungen, sondern mit schlichten Worten: "Vorsicht! Das ist heiß!".
Versetzen Sie sich in Ihr Kind
Die Vorsichtsmaßnahmen, die Sie ergriffen haben, als Ihr Kind mit dem Krabbeln begann, müssen Sie nun noch genauer prüfen und an einigen Stellen nachbessern. Gehen Sie jedes Zimmer durch. Versuchen Sie sich in Ihr Kind hineinzuversetzen. Überlegen Sie, welche Gegenstände für Ihr Kind attraktiv sein könnten, aus welcher Perspektive es die Wohnung betrachtet. Kriechen Sie auch ruhig einmal durch die Wohnung!Bedenken Sie auch, dass Ihr Kind einmal ein begeisterter Kletterer werden wird!
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