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Serie: Die Entwicklung des Kindes im 2. Lebensjahr




So machen Sie Abschiede leichter!

Ihr Kind wird im zweiten Lebensjahr zunehmend ängstlich darauf reagieren, wenn Sie sich für kurze Zeit von ihm trennen möchten. Diese Angst vor dem Verlassenwerden erlebt jedes Kind und kann zu dramatischen Situationen führen. Doch Sie können die Angst Ihres Kindes mildern.

Ihre eigene Einstellung nimmt Einfluss darauf, wie gut und wie schnell Ihr Kind lernt, mit seinen Ängsten umzugehen, bzw. wie stark Sie empfunden werden.

Wenn Sie selbst zuversichtlich sind und Vertrauen haben, wird auch die Zuversicht und das Vertrauen Ihres Kindes wachsen. Ihre Fröhlichkeit wird die Tränen Ihres Kindes trocknen, wenn Sie selbst angstfrei sind, wird es Ihrem Kind helfen, sich von seinen Ängsten zu befreien. Ihre Ermutigungen werden Ihrem Kind das Gefühl geben, selbstständig und kompetent zu sein.

Um der Isolationsangst Ihres Kindes zu begegnen, gibt es einige Dinge, die Sie beachten sollten:

Spielen Sie mit Ihrem Kind ruhig häufiger Verstecken: Damit vermitteln Sie Ihrem Kind auf spielerische Weise, dass ein Weggehen auch mit einem Wiederkommen verbunden ist.

Zeigen Sie Ihrem Kind, wie sehr Sie es lieben. Wenn Sie fortgehen müssen, sagen Sie ihm, wie sehr Sie es vermissen. Sagen Sie Ihrem Kind, wie stolz Sie darauf sind, wie brav es war, wenn Sie wieder heimkehren.

Versuchen Sie, die Ängste Ihres Kindes zu verstehen und es ihm damit leichter zu machen, damit beeinflussen Sie auch die Dauer und Intensität der kindlichen Angst.

Beziehen Sie Ihren Babysitter in eine freudvolle Aktivität, wie etwa den Spielplatzbesuch, mit ein, wenn Sie dabei sind. So lernen sich die beiden vorab kennen und Ihr Kind wird sehen, wie viel Spaß das Zusammensein mit dem Babysitter verspricht.

Es wird Ihrem Kind leichter fallen, wenn es Sie zurücklässt als andersherum.

Sofern eine Aktivität außerhalb des Hauses geplant ist, lassen Sie den Babysitter und Ihr Kind zuerst das Haus verlassen. Wenn Sie nach der Rückkehr Ihres Kindes aber nicht zu Hause sein sollten, informieren Sie Ihr Kind darüber, sonst wird es enttäuscht sein.

Manchmal hilft es auch, wenn Sie eine Videoaufzeichnung von sich parat haben. Wenn Sie nicht zu Hause sind, kann Ihr Babysitter das Band abspielen, auf dem Sie zum Beispiel ein Gedicht vorlesen oder ein Schlaflied singen.
Wenn Sie nach Hause kommen und es ist noch nicht Nacht, dann unternehmen Sie mit Ihrem Kind noch etwas Schönes. Führen Sie dies als Ritual ein, worauf sich Ihr Kind freuen und verlassen kann.

Wenn Sie zum ersten Mal einen Babysitter buchen, bleiben Sie nicht zu lange fort. Ihr Kind muss sich nach und nach daran gewöhnen und wird so auf Dauer auch eine längere Abwesenheit besser verkraften.

Bedenken Sie, dass ein fremder Mensch, der Ihr Kind zeitweise betreut, Ihr Kind mehr ängstigen könnte.

Suchen Sie lieber etwas länger nach einem geeigneten Babysitter, bis Sie sich sicher sind, dass Ihr Kind und der Babysitter sich mögen.

Vorteilhaft ist es, wenn Sie immer auf ein und denselben Babysitter auch auf Dauer zurückgreifen können, ohne dass Ihr Kind zu viele Wechsel erlebt.
Wenn möglich, geben Sie Ihrem Kind und dem Babysitter im Vorfeld zweimal eine Stunde Zeit, sich kennen zu lernen.

Bestellen Sie den Babysitter, wenn es ernst wird, ruhig eine halbe Stunde vorher zu sich. So hat Ihr Kind nicht das Gefühl, zwischen Tür und Angel übergeben zu werden.

Auch mit der Einführung einiger Rituale können Sie Ihrem Kind den Abschied erleichtern:

Geben Sie Ihrem Kind immer ein und dasselbe Lieblingsstofftier in die Hände, wenn Sie gehen.
Tauschen Sie mit Ihrem Kind eine feste Reihenfolge von Zärtlichkeiten aus: Küssen, Streicheln, Winken, Luftküsse.

Lassen Sie dieses Ritual aber nicht zu lang werden, denn Sie müssen bedenken, dass Sie es in der nächsten Zeit immer anwenden werden. Vielleicht mag dieses Ritual bei den ersten Verabschiedungen noch nicht sonderlich Wirkung zeigen, aber auf Dauer wird sich Ihr Kind sicherer fühlen.

Verabschieden Sie sich von Ihrem Kind in heiterer Stimmung. Kinder erahnen leicht die Stimmung der Eltern. Wenn Sie besorgt von dannen gehen, wird Ihr Kind besorgt und unruhig auf Sie warten!

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