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Tipps gegen Hausaufgabenstress

Tipps gegen Hausaufgabenstress

Die Sommerferien sind vorbei – und damit all die schönen Wochen ohne Hausaufgaben. Doch jetzt, da die Schule fast überall wieder begonnen hat, läuft in vielen Familien ein bekanntes Ritual ab: Die Frage nach den Hausaufgaben. Und nicht selten endet dieses Ritual in Frustration, Stress oder damit, dass Eltern kurzerhand selbst zum Stift greifen. Doch wie viel Einmischung in die Hausaufgaben ist richtig?

Textaufgaben erklären, Vokabeln abfragen oder Diktate üben: Die meisten Eltern sind beim Erledigen der Hausaufgaben mit von der Partie. Nur wenige Schüler machen ihre Hausaufgaben gerne, sie halten sie eher für ein notwendiges Übel - oder sie brauchen klare Unterstützung. In vielen Familien herrscht allerdings ein zu viel an Unterstützung, so die Experten. Wenn Eltern bei den Hausaufgaben daneben sitzen, jeden Aufgabenschritt kontrollieren oder sogar selbst zum Stift greifen, könne das Kinder auch unter Druck setzen oder den Sinn der Hausaufgaben infrage stellen. Entsprechend sind viele Eltern verunsichert: Soll man sich bei den Hausaufgaben einmischen oder kann das sogar schaden? Wir geben Hausaufgaben-Tipps für Eltern:

Hausaufgaben müssen nicht immer perfekt sein. „Wenn Fehler stehen bleiben, ist das eine wichtige Rückmeldung für den Lehrer“, so der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger. Wichtig ist es auch, die eigenen schlechten Erfahrungen aus der eigenen Schulzeit so wenig wie möglich auf die Kinder zu übertragen.

Interesse statt Kontrolle: Gerade für jüngere Kinder ist es wichtig, dass Eltern sich für das interessieren, was sie gerade lernen. Wenn Eltern echte Anteilnahme daran zeigen, was ihr Kind in der Schule gerade durchnimmt, hat der Nachwuchs eher das Gefühl, sein Handeln selbst zu bestimmen – und das ist nach Meinung mancher Experten eins der menschlichen Grundbedürfnisse.

Bei Hausaufgaben-Verweigerern hilft Konsequenz.
Wenn der Nachwuchs seine Hausaufgaben partout nicht machen will, obwohl es das könnte, empfehlen Fachleute klare Konsequenzen: Keine Hausaufgaben, kein Fußball oder Fernsehen.

Ein zu viel an Einmischung kann den Sinn von Hausaufgaben entwerten. Hausaufgaben sind nicht für Eltern da, sondern für Schüler. Eltern sollen helfen dürfen, aber nur so viel wie nötig, so die Einsicht mancher Experten. Der Grund: Die Kinder werden um wichtige Erfahrungen und eigene Erfolgserlebnisse gebracht.

Kindern nicht ungebeten helfen. Einem Kind, das leistungswillig ist, sollten Eltern ihre Hilfe nicht aufdrängen. Damit entsteht bei einem Kind leicht das Gefühl, dass man ihm nichts zutraut-  und das kann die Lernfreude und -motivation hemmen.

Hindernisse ausräumen. Wenn die Hausaufgaben zum regelrechten Kampf werden, sollten Eltern über professionelle Hilfe nachdenken. Hinter den Problemen können Leistungs- oder Teilleistungsschwächen stecken, die rechtzeitig erkannt werden müssen. Das kann eine Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörung genauso sein wie eine Hochbegabung.

Dem Kind die Lernfreude erhalten. Experten raten Eltern dazu, behutsam herauszufinden, was das Kind zum Lernen motivieren könnte. Das kann bei dem einen Kind ein Besuch im Naturkundemuseum sein, beim anderen hilft es, das Kind auf den Besuch im Schwimmbad mit Freunden einzustimmen.  So  kann man auch Träumern auf die Sprünge helfen, die Hausaufgaben innerhalb einer angemessenen Zeit zu Ende zu bringen.

Schwerpunkte setzen. Wenn Kinder, statt in allen Fächern gleich gut zu sein, lieber Schwerpunkte im Lernstoff setzen, kann das auch als ein Zeichen von Entwicklung zu werten sein. Ist ein Schüler in manchen Fächern nicht so gut, ist es durchaus effizient, dort eher tolerable Leistungen zu anzustreben, während es die beliebteren Fächer gezielt verbessert. 

Kleinere Kinder behutsam lenken. „Kinder brauchen einerseits emotionale Unterstützung und andererseits klare Strukturen“, so die Hausaufgabenforscherin Elke Wild. Auf einer guten Spur dürften Eltern dann sein, wenn sie ihrem Kind klare Lernziele und Regeln anbieten, zugleich aber jederzeit ansprechbar sind, wenn das Kind Unterstützung braucht.

Schule ist wichtig, aber nicht das ganze Leben. Kindheit und Lebensglück sollten ganz eng miteinander verknüpft sein. Wärme und Geborgenheit ist nicht nur ein emotionaler Faktor für eine glückliche Kindheit, sondern auch wichtig für den Erwerb von Leistungsfähigkeit. Und auch die Lebenstüchtigkeit hängt ein Stück weit davon ab, dass ein Kind sich jenseits von Leistungsbeweisen geliebt und angenommen fühlen darf.


Kommentare


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1 Kommentar

Seite 1 von 1 1

schnumsi77 schrieb am 09.09.2011 09:20

Dieser Artikel hilft uns hoffentlich denn wir haben bei den HA auch immer Schwierigkeiten. Danke.



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