
Tote Hose im Ehebett - Wenn die Lust weniger wird
Jeder, der schon mal eine längere Beziehung hatte weiß, dass die sexuelle Attraktion eines Dauerpartners abnimmt. Nur in den seltensten Fällen ist der Sex nach Jahren noch genauso heiß wie der der ersten Liebesnächte.
Viele Paare finden das nicht schlimm, schließlich haben sich Beziehung und Bedürfnisse geändert: Vertrautheit ist Trumpf, der Sex verliert das große Prickeln, dafür gewinnt er was die emotionale Tiefe betrifft.
Leider gibt es Lebensphasen, in denen Sex kaum noch eine Rolle zu spielen scheint. Stress auf der Arbeit, die Geburt der Kinder - da bleibt das Liebesleben schon mal für längere Zeit auf der Strecke. Problematisch wird es erst, wenn das Bedürfnis nach Leidenschaft bei den Partnern ungleich verteilt ist und dies auf lange Zeit.
Aber um es vorwegzunehmen: Nicht nur der zurückgewiesene Partner leidet. Auch der, der zurückweist, fühlt sich mehr als unwohl. Schließlich möchte er seinen Partner nicht kränken - Sex aus Gefälligkeit ist aber auch keine Lösung.
So werden die berühmten Kopfschmerzen - bei Männern wie Frauen - als Ausrede genutzt, verschiedene Zubettgehzeiten werden zur Regel oder ein an den Haaren herbeigezogener Streit soll den lüsternen Partner auf andere Gedanken bringen.
Dabei ist es doch viel einfacher und vor allem wichtiger, das Problem direkt anzugehen. Ist die Beziehung intakt und nur beim Sex sieht es mau aus, sollte sich niemand mit diesem Zustand zufrieden geben. Zwar ist bei Bettthemen immer Fingerspitzengefühl gefragt, aber dies entbindet niemanden, die Initiative zu ergreifen.
Ist die Ursache der Lustlosigkeit vor allem Stress, müssen die Partner für Entlastung sorgen. Wichtig ist, dafür zu sorgen, dass alles was unnötig Stress bereitet, aus dem Terminkalender verschwindet. Setzen Sie Prioritäten! Spaziergänge, Massagen, Sauna, Schwimmen oder Yoga helfen beim Auftanken.
Arbeit- und Babystress müssen gemeinsam angegangen werden: Der gestresste Partner muss gezielt entlastet werden, sei es durch einen Babysitter oder einer Veränderung der Aufgabenverteilung.
Auch steht Ihnen nichts im Wege, an ihrem Sexleben zu arbeiten. Der Sex mit ihrem Partner ist langweilig? Probieren Sie etwas neues aus! Kaufen Sie neue, verführerische Wäsche, verwöhnen Sie Ihren Partner mit einer Massage und duftenden Ölen.
Aber Sex ist nicht das wichtigste. Besinnen Sie sich auf Zärtlichkeit. Damit sind nicht nur Berührungen gemeint, sondern auch Aufmerksamkeit. Ein Zettel mit einer lieben Notiz, ein kleines Geschenk, ein Liebesdienst - geben Sie Ihrem Partner das Gefühl geliebt zu werden.
Sollte das Sexleben eines Paares vollkommen im Keller sein, empfehlen Experten manchmal auch eine kleine Sexkur. Dabei geht es darum, den Leistungsdruck abzubauen und sich wieder mehr auf den eigenen Körper zu konzentrieren.
Die erste Übung wird allein vorgenommen: Dafür brauchen Sie vor allem Ungestörtheit und Zeit. Es geht um das eigene Verwöhnen: Seelisch und sexuell. Ein Bad, Musik, Kerzen. Das anschließende Eincremen geht über in sinnlichen Genuss, Selbstbefriedigung ist ausdrücklich erlaubt. Bei der zweiten Übung, ein paar Tage später, ist auch der Partner dabei: schenken sie einander Wohlgefühl. Streicheln, Liebkosen, Küssen und Lecken - alles ist genehm, nur nicht das Berühren der Genitalien. Eine dritte Übungsrunde schließt nun auch das Anfassen der erogensten Zonen mit ein. Dabei sollten sich die Partner abwechseln und einander mitteilen, was ihnen gefällt.
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