
Versicherungen: Der Basisschutz für die Familie
Unfallversicherung
Ist die Berufsunfähigkeitsversicherung zu teuer, kommt alternativ dazu die Unfallversicherung in Frage. Erleidet der Versicherte nach einem Unfall dauerhaft gesundheitliche Schäden, zahlt ihm die Versicherung einen Geldbetrag. Wie hoch dieser Betrag ist, hängt von der vereinbarten Versicherungssumme ab und davon, ob der Vertrag eine so genannte Progression enthält – dann zahlt die Versicherung bei schweren Gesundheitsschäden entsprechend mehr.
Allerdings: Eine Unfallversicherung bietet keinen Schutz vor den finanziellen Folgen der Berufsunfähigkeit, wenn eine Krankheit die Ursache für das Ausscheiden aus dem Berufsleben ist – und dies ist weit häufiger der Fall als die unfallbedingte Berufsunfähigkeit, so Nischalke von der Stiftung Warentest. Hier bietet die Berufsunfähigkeitsversicherung den umfassenderen Schutz: Der Versicherer zahlt, wenn ein Mensch seinen Beruf nicht mehr ausüben kann – ganz gleich, ob das krankheits- oder unfallbedingt ist.
Private Unfallversicherung für Kinder
Eltern können auch eine private Unfallversicherung für Kinder abschließen. Sie kann aus mehreren Gründen sinnvoll sein: Die gesetzliche Unfallversicherung greift erst bei Kindern ab drei Jahren auf dem Weg zum Kindergarten oder zur Schule, nicht aber im privaten Bereich. Und die gesetzliche Unfallversicherung zahlt erst, wenn sich das Kind ernsthaft verletzt. Liegt die spätere Erwerbsunfähigkeit bei weniger als 20 Prozent, wird keine Rentenleistung erbracht. Anders bei der privaten Unfallversicherung: Sie zahlt auch, wenn es um leichtere Einschränkungen geht – etwa bei einem Kreuzbandriss. Wichtig ist hier darauf zu achten, dass die Policen über 24 h am Tag gelten, denn – so die Einschätzung der Experten – die meisten Unfälle geschehen in der Freizeit.
Spartipp: Die Experten raten von Verträgen mit Beitragsrückgewähr ab. Der Grund: Die Beiträge sind meist - bei gleichem Leistungsumfang - um ein Vielfaches höher als bei der reinen Unfallversicherung. Diese Versicherung enthält zusätzlich eine Kapitallebensversicherung, aus deren Ertrag die Beiträge für den Unfallschutz bezahlt werden. Wie alle Kapitallebensversicherungen muss sie über viele Jahre abgeschlossen werden, damit nach Abzug aller Kosten überhaupt ein Ertrag entsteht. Damit wird aber Risikoschutz mit einer unflexiblen und renditeschwachen Geldanlage vermischt.
Kinder-Invaliditätsversicherung
Eltern, die ihr Kind im Falle einer Schwerbehinderung durch Unfall oder Krankheit absichern wollen, können für ihr Kind auch eine Kinderinvaliditätsversicherung abschließen. Anders als bei der Unfallversicherung für Kinder zahlt der Versicherer hier auch dann, wenn das Kind nicht durch einen Unfall, sondern durch eine Krankheit dauerhaft geschädigt bleibt. Hier hat man die Wahl zwischen einer monatlichen Rentenzahlung oder einer Einmalzahlung. Je nach Alter des Kindes und Leistungsumfang kostet eine Kinderinvaliditätsversicherung zwischen 200 und 490 Euro im Jahr.
Tipp: Eltern sollten sich bei Vertragsschluss vergewissern, ab welchem Grad der Behinderung die Versicherung zahlt.
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