
Unser Kind hat schlechte Noten
Die großen Ferien sind immer ein Grund Bilanz zu ziehen. Welche Eltern möchten nicht, dass sich ihr Kind optimal entwickelt, dass es beste Noten nach Hause bringt, damit beste Voraussetzungen für die spätere Entwicklung in Beruf und Leben gelegt werden.
Doch nicht alle Eltern sind mit dem Zeugnis ihrer Sprösslinge zufrieden. Was sind die Ursachen? Faulheit oder etwa eine Lernschwäche?
Es wurde doch täglich geübt, alle Hausaufgaben wurden erledigt und doch geht es nicht voran. Worauf kommt es nun an? Was sollen wir tun?
Die individuellen Seiten des Kindes spielen dabei eine wichtige Rolle. Schlechte Leistungen auf Dauer können den Spaß und die Freude an der Schule verderben und die Motivation für das Lernen geht verloren. Ebenso können zu langes intensives Üben, verbunden mit Überforderung, bewirken, dass das Kind die Lust am Lernen verliert. Die soll verhindert werden. Auch Blockaden, aggressive oder abweisende Verhaltensweisen können ein Ausdruck von Überforderung sein. Um die Lust am Lernen zu fördern, sind vertrauensvolle Gespräche über Misserfolge in der Familie notwendig. Kleinste Lernerfolge sollten anerkannt und gelobt werden.
Wichtig ist, dass die Ursachen für die Leistungsschwächen gesucht werden. Dazu muss in erster Linie mit mir der Lehrkraft Kontakt aufgenommen werden, um Probleme genauer zu analysieren. Hilft dies nicht weiter, können auch schulpsychologische oder sonderpädagogische Beratungsstellen oder Förderzentren zu Rate gezogen werden. Dort kann man gezielte Hinweise und Hilfen für die Lernarbeit mit dem Kind erhalten. Die aktive Mitarbeit des Elternhauses ist dabei immer notwendig.
Lernen soll in der Familie immer ein Thema, aber keine Belastung sein. Hierbei ist „nebenbei“ oder „hintenherum“ zu lernen. Dazu bietet sich eine Vielzahl von Möglichkeiten mit einfachen Mitteln an. Neben Kinderzeitschriften gibt es in vielen Zeitungen Kinderseiten, die dem Training verschiedener Lerntechniken dienen können. Aber selbst Karten- und Würfelspiele dienen dem Lernen. Die Lernfreude soll im Mittelpunkt stehen. Eine Überforderung ist zu vermeiden. Besonders bei lernschwachen Kindern, die wenig belastbar sind, ist auf einen gut durchstrukturierten Tagesablauf mit ausreichenden Erholungsphasen zu achten.
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