
Verhalten im Ernstfall
Babysitter sind auch nur Menschen. Niemand ist unfehlbar auch wenn jeder sein Bestes gibt. Sollte trotz aller getroffenen Vorkehrungen ein Unglück passiert sein, ist es an dir die notwendigen Schritte einzuleiten um dich und das Kind zu schützen.
Auf dem Weg von der Kindheit zum jungen Erwachsenen durchleben Kinder eine einzige Entdeckungsreise. Dabei kann es oft passieren, dass sie sich unbewusst Gefahren aussetzen oder sich selbst Schaden zufügen. Außer diesen, können Kinder Opfer gefährlicher Situationen werden, denen selbst Erwachsene machtlos gegenüberstehen. Zum Beispiel Brände, Naturkatastrophen, Verkehrsunfälle oder Raubüberfälle.
Sicherheit schafft ein sicheres Gefühl
Deshalb gilt: Zögere niemals in Situationen in den selbst dir unbehaglich zumute ist, nach Hilfe zu rufen. – Und sei es nur die Nachbarin, die dir die Gewissheit gibt, dass der Brandgeruch, der dir Sorgen bereitet, lediglich ein Ergebnis ihres Versuchs zu kochen ist. Wichtig ist, Gefahren im Kern zu ersticken. Die Nachbarin hätte ja auch eingeschlafen sein können während der Braten im Ofen einen Brand ausgelöst haben könnte.
Im Umgang mit Kindern ist es nie verkehrt einige lebenserhaltende Maßnahmen, wie die stabile Seitenlage zu kennen. In speziellen Kursen des Deutschen Roten Kreuzes werden Erste-Hilfe-Maßnahmen am Kind vermittelt. (Informationen hierzu gibt das, im jeweiligen Landkreis zuständige, DRK). Du solltest in jedem Fall beachten, dass bei Kleinkindern andere Methoden angewandt werden müssen, als bei Jugendlichen oder Erwachsenen.
Gerätst du je in eine brenzlige Situation in der du den Notruf wählen musst, orientiere dich am Besten an den zu beantwortenden W-Fragen:
- Was ist passiert?
- Wo ist es passiert?
- Wer meldet den Notruf?
- Wie viele Verletzte?
- Warten auf Rückfragen!
Versuche Ruhe zu bewahren und dich auf das Notwendige zu beschränken. In solch einem Moment zählt jede Sekunde. Ausführlich berichten kannst du später. Nach dem der Notruf verständigt ist, kümmere dich um das Kind.
Im Falle…
…einer Vergiftung des Kindes: Ruf den Giftnotruf an! Deck das Kind warm zu, bleib bei ihm bis der Arzt kommt und versuch es zu beruhigen. Zwing das Kind nicht, sich zu erbrechen. Es besteht akute Erstickungsgefahr. Sollte es sich allerdings von selbst übergeben müssen, halte ihm den Kopf. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn sich das Kind durch Schädlingsbekämpfungsmittel vergiftet hat. Es darf dann nur mit Handschuhen angefasst werden und wird vom Arzt mit einem speziellen Gerät beatmet. Gib dem Kind auf keinen Fall etwas zu trinken!
…einer Verätzung des Kindes: Befreie das Kind von den Kleidungsstücken die mit der ätzenden Substanz in Berührung gekommen sind. Achte hierbei auch besonders auf deine eigene Gesundheit. Trage wenn möglich säurefeste Handschuhe. Spüle dann die betroffenen Hautstellen gründlich mit fließend Warmwasser ab. Dann solltest du die Wunde keimfrei verbinden und den Notruf informieren.
…von Verbrennungen des Kindes: Entferne die eingebrannten Kleidungsstücke sorgfältig mit einer Schere. Halte die Wunde des Kindes unter fließend kaltes Wasser. Kein Eis! Benutze keine Salben oder Brandbinden, warte auf den Notdienst!
…von Verbrühungen des Kindes: Halte die verbrühte Körperstelle des Kindes mindestens 20 Minuten unter fließend kaltes Wasser, verwende kein Eis oder Salben. Rufe einen Arzt!
…von blutenden Wunden bei einem Kind: Kleinere Kratzer kannst du mit einem lustigen Kinderpflaster nach vorherigem abwaschen der Wunde verarzten. Bei größeren musst du einen Druckverband anlegen und zum Nähen, beziehungsweise zur genaueren Untersuchung, der Wunde in eine Notaufnahme.
…von einer drohenden Erstickung: Du solltest versuchen das Kind mittels Schläge zwischen die Schulterblätter zum Aushusten zu bringen. Fremdkörper in der Luftröhre müssten sich lösen wenn du außerdem den Kopf des Kindes in eine absenkende Haltung bringst. (Babys auf dem Arm Kopf über)
…eines Schockzustands oder einer Ohnmacht: Hier kann es helfen, die Füße des Kindes hochzulegen um den Kreislauf in Schwung zu bringen und das Gehirn mit Blut zu versorgen. Halte das Kind warm, sprich mit ihm und bewahre Ruhe. Ruf den Notdienst.
Wenn die Situation durch Ärzte unter Kontrolle ist, ruf die Eltern an und schildere die Lage.
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