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kinder.de: Baby - Gesundheit und Ernährung

Was tun bei Fieber?

Viele Erkrankungen im Kindesalter werden von Fieber begleitet.
Dazu ist erst einmal zu sagen, dass das Fieber an sich keine Krankheit, sondern der physiologische Versuch des Körpers ist, sich gegen Krankheitserreger zu wehren, in dem er die Temperatur hochfährt.

Es ist also nicht immer sinnvoll, die erhöhte Körpertemperatur zu senken, da Fieber eine Möglichkeit des Körpers ist, sich selbst zu helfen.

Ab einer Temperatur von über 38 °C rektal (also im Po) gemessen spricht man von Fieber, darunter handelt es sich um erhöhte Temperatur.
Man unterscheidet verschiedene Ursachen des Fiebers.

Alimentäres Fieber

Durstfieber, tritt hauptsächlich bei Säuglingen, Kleinkindern und alten Menschen auf, die entweder zu wenig Flüssigkeit oder eiweißreiche Nahrung zu sich nehmen.

Aseptisches Fieber/ Febris traumatica

Ohne Infektionszeichen tritt physiologisch nach Operationen oder Verletzungen auf.

Als Elternteil wird man meist mit einem Fieberanstieg infolge einer Infektion konfrontiert.

Was ist zu beachten?

Kinder können mit hohen Körpertemperaturen im Allgemeinen wesentlich besser umgehen, als Erwachsene.

Bei ansonsten gesunden Kindern (die also nicht infolge einer schweren chronischen Erkrankung oder einer Tumorerkrankung fiebern oder bereits mit Fieberkrämpfen aufgefallen sind) betrachtet man zuerst den allgemeinen Zustand des Kindes.

Was tun bei FieberWenn es nicht unter Schmerzen (häufiger treten Kopfschmerzen auf) oder allgemeinem Unwohlsein leidet, kann man ohne Bedenken bis zu einer Körpertemperatur von 39 °C abwarten, ohne einzugreifen.

Während des Fieberanstiegs kann es vorkommen, dass das Kind stark friert, eventuell sogar unter Schüttelfrost leidet.
In diesem Fall wird das Kind gut zugedeckt, wenn es das möchte, bekommt es warme Getränke oder auch eine Wärmflasche gereicht.

Wenn das Kind anfängt zu schwitzen oder wenn es zu verstehen gibt, dass ihm jetzt aber sehr warm ist, deckt man es wieder ab und bietet kühle Getränke an. Jetzt ist der Temperaturgipfel vorerst erreicht.

Wadenwickel

Physiologische Temperatursenkung, wie Wadenwickel, sollte ausschließlich in dieser Phase durchgeführt werden.

Man verwendet dazu Wasser, das nur 1-2 Grad kälter als die Körpertemperatur des Fiebernden ist, kälteres Wasser oder gar Eiswasser ist für den Kreislauf zu belastend.

Die Wickel werden um die Waden gelegt und erneuert, sobald sie vom Körper angewärmt wurden.
Kühle, feuchte Tücher auf der Stirn haben einen unterstützenden Effekt.

Fiebernde Kinder, die sich nicht gut fühlen, brauchen sehr viel Zuneigung und Zuwendung.

Viel Trinken ist wichtig

Achten Sie vor allem darauf, dass Ihr Kind sehr viel trinkt, leicht gesüßte Getränke (wie zum Beispiel Tees mit Traubenzucker) eignen sich hier besonders.

Baumwollkleidung tragen

Häufig schwitzen hochfiebernde Kinder stark, am angenehmsten ist Baumwolle auf der Haut, da synthetische Materialen den Körpergeruch steigern und die Schweißproduktion durch Wärmestau noch anregen.

Regelmäßiger Schlafanzugwechsel und das Erfrischen mit einem feuchten Waschlappen verstehen sich von selbst.

Fieberzäpfchen

Fieberzäpfchen gibt es dem Körpergewicht entsprechend in verschiedenen Dosierungen.

Da der Wirkstoff nicht gleichmäßig verteilt ist, dürfen sie auf keinen Fall halbiert oder anders geteilt werden.

Zäpfchen werden in den Darm eingeführt und lösen sich durch die Körperwärme auf.

Bei Durchfall empfiehlt sich ihre Verwendung nicht, da beim Einführen des Zäpfchens Stuhldrang auftritt und das Zäpfchen wieder ausgeschieden wird.

Fiebersenkende Medikamente

Alle fiebersenkenden Medikamente zeigen meist frühestens nach einer Stunde eine Wirkung, vorher darf also auch nicht noch zusätzlich etwas verabreicht werden. Zusätzliche physiologische Maßnahmen unterstützen die Wirkung.

Wenn Sie nach einer Stunde die Temperatur nachmessen, sehen Sie, ob die Temperatur tendenziell sinkt oder aber weiterhin steigt.

Schulkinder müssen nicht unbedingt beim ersten Fieberschub zum Arzt, bei hochfiebernden Säuglingen muss man allerdings sehr vorsichtig sein, sie verlieren durch die relativ große Körperoberfläche viel Flüssigkeit und trinken meist zusätzlich schlecht, bitte suchen Sie den Kinderarzt oder eine Kinderklinik auf, wenn Sie keine Veränderung des Zustands sehen.
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