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Serie: Das Stillen




Welche Probleme können auftreten?

Wenn die Milch nicht reicht?

Zu Beginn des Stillens haben viele Frauen das Gefühl ihre Milch reiche nicht aus. Häufig hilft dann schon vermehrtes Anlegen und etwas körperliche Ruhe aus. Normalerweise müssen Sie nicht sofort zufüttern.

Haben Sie etwas Geduld und Vertrauen in Ihre Stillfähigkeit. Oftmals glauben Mütter Ihr Baby werde nicht mehr satt, da es ständig trinken möchte. Das kann jedoch daran liegen, dass Ihr Kind gerade einen Wachstumsschub durchläuft.

Diese Wachstumsschübe können z. B. in der 5.-6. Woche auftreten sowie mit 3 und 6 Monaten. Werden Sie jedoch das Gefühl nicht los, dass Ihr Kind hungert, so sollten Sie das mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Kinderarzt besprechen.

Das Abpumpen der Milch

Durch das Ausstreichen der Milch kann man die Spannungen in der Brust senken. Sie können mit der Hand vom Brustansatz zur Brustwarze streichen und die Brust dabei ein wenig zusammendrücken.

Die abfließende Milch können Sie in einer sterilen Flasche auffangen. Die gesammelte Milch kann als Vorrat genutzt werden. So muss keine Mahlzeit ausfallen, wenn Sie ihr Kind von einer anderen Person betreuen lassen.

Die Milch hält sich im Kühlschrank bis zu 24 Stunden. Eine weitere Möglichkeit ist es die abgepumpte Milch einzufrieren. Im Gefrierschrank kann sich die Milch mehrere Monate halten. Viele Frauen bevorzugen Hand- oder elektrische Pumpen, um die Milch zu sammeln.

Brustentzündung

Wunde Brustwarzen können am Anfang sehr häufig auftreten. Sie sollten darauf achten, dass Ihre gesamte Brustwarze in der Mitte des Kindermundes liegt.

Haben Sie bereits Beschwerden, so kann die Verwendung von Stillhütchen, die auf die Brust gesetzt werden, helfen. Sind die Schmerzen sehr groß, so werden Quarkwickel zur Linderung der Schmerzen empfohlen. Bekommen Sie Fieber, so sollten Sie Bettruhe einhalten und einen Arzt zurate ziehen.

Die wunden Stellen der Brust können mit Muttermilch bestrichen werden, denn das lindert den Schmerz und beschleunigt die Heilung.

Milchstau

Die unvollständige Entleerung der Brust kann in der ersten Zeit zu einem Milchstau führen. Die Brust fühlt sich prall und warm an. Aus einem Milchstau kann sehr schnell eine Brustentzündung entstehen.

Sie sollten versuchen das Kind anzulegen, damit es die Brust leer trinken kann. Unterstützend hilft es warm zu duschen und die Brust auszustreichen. Die Frau sollte sich körperlich schonen und vorsorglich härtere Stellen der Brust massieren.

Um bei einem Milchstau die Milchproduktion so gering wie möglich zu halten, sollten Sie in dieser Zeit wenig Flüssigkeit zu sich nehmen.

Hohlwarzen

Hohlwarzen können das Anlegen des Kindes erschweren. Auch hier kann die Verwendung eines Stillhütchens hilfreich sein. Ansonsten kann die Muttermilch abgepumpt werden. Sprechen sie mit Ihrer Hebamme über das Problem.

Wenn die Mutter krank ist

Es gibt Erreger, die in die Muttermilch übergehen können. Bei Infektionen, wie z. B. Aids, Tuberkulose und Hepatitis muss abgestillt werden. Wenn Sie erkranken und Medikamente einnehmen müssen, sollten Sie sich bei Ihrem Arzt darüber informieren, ob mit dem Stillen fortgesetzt werden darf. (LFT)

Autorin: Dipl. Biologin Linda Tidwell


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