
Wie die Mutter so nicht immer die Tochter
Früher lockte das Abenteuer, heute das Leben einer Prinzessin: Das liebste Rollenspiel deutscher Mädchen unterscheidet sich heute deutlich von dem ihrer Mütter in früheren Jahren. Das zeigt eine internationale Befragung von Disney Princess unter Müttern in Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Untersucht wurden die Einstellungen zum Rollenspiel von gestern und heute.
Mütter tobten in ihrer Kindheit am liebsten draußen rum, spielten im Freien oder kletterten auf Bäume. Der Trend bei den Mädchen heute geht hingegen wesentlich stärker in Richtung fantastisches Rollenspiel mit Kronen, schönen Kostümen und märchenhaften Geschichten.
Das ergibt eine Internetbefragung unter rund 2.000 Müttern in Deutschland, Frankreich und Großbritannien zum kindlichen Rollenspiel. Die Einstellungen der Mütter zum Rollenspiel in den beteiligten Ländern sind dabei sehr unterschiedlich.
Das traditionelle Rollenspiel „Mutter“ in Deutschland weniger bedeutend
Während in Deutschland die beliebtesten Rollenspiele bei Mädchen „Prinzessin“ (42 Prozent) und „Abenteuerin“ (25 Prozent) sind, dominieren in Großbritannien und Frankreich noch stärker die klassischen, weiblichen Rollenspiele. In Frankreich rangieren auf Platz eins und zwei die Rollenspiele „Mutter“ (54 Prozent) und „Prinzessin“ (23 Prozent). In Großbritannien hält wie in Deutschland die „Prinzessin“ die Spitzenposition, gefolgt von der „Mutter“. In Deutschland hingegen folgt die Mutterrolle erst auf Platz drei.
In Frankreich stehen Töchter am stärksten in der Tradition ihrer Mütter
Während in Großbritannien und Deutschland die Trends in der Kindheit früher und heute bei Müttern und Töchtern von einander abweichen, decken sich in Frankreich die Präferenzen der Mütter stärker mit denen ihrer Töchter.
Mütter in Deutschland waren in ihrer Kindheit am liebsten „Abenteurerin“ (40 Prozent) oder „Mutter“ (23 Prozent) ebenso wie in Großbritannien (30 und 25 Prozent). In Frankreich hingegen gibt über die Hälfte der Befragten das mütterliche Rollenspiel als ihre liebste Kindheitsbeschäftigung an (53 Prozent), gefolgt von „Abenteurerin“ mit 22 Prozent.
Die Abenteurerin steckt noch immer in deutschen Müttern
Wenn es um die sinnvollsten Aktivitäten für ihre Töchter geht, steckt in deutschen Müttern auch heute noch die „Abenteurerin“. Mit Freunden spielen und Zeit in der Natur verbringen sind für sie die wichtigsten Beschäftigungsformen (87 Prozent und 86 Prozent). Aber auch kreative Aktivitäten wie das Rollenspiel „Prinzessin“ sind für sie sehr relevant (79 Prozent). Schulische Aktivitäten folgen erst auf Platz vier (73 Prozent).
Wunsch des Kindes und Kreativität wichtigste Aspekte beim Spielzeugkauf
Deutsche Mütter hören beim Spielzeugkauf im Dreiländervergleich am meisten auf ihre Kinder (82 Prozent). Die Förderung der Kreativität spielt für sie dabei eine gleich wichtige Rolle (80 Prozent). In Großbritannien und Frankreich berücksichtigen Mütter weniger stark den Wunsch ihrer Kinder (77 Prozent und 66 Prozent). Die Anregung der Kreativität steht für sie an erster Stelle (80 Prozent und 81 Prozent). Die Mütter aller Länder stehen dabei dem Spielwarenangebot sehr positiv gegenüber: Eine deutliche Mehrheit bestätigt, dass die Spielsachen und Unterhaltungsmöglichkeiten für Kinder heute die Fantasie fördern.
Kommentare
(Zum Kommentieren bitte im kinder.de Club anmelden)






