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Leben mit Behinderung

Geistige Behinderung: Autismus ist keine Krankheit

Autistische Kinder sind nicht krank, denn Autismus ist weder heilbar noch ansteckend. Ihre Wesensart ist anders als bei den meisten Menschen, sie kommunizieren nicht wie „normale“ Kinder.

Autistisches Kind mit dem Asperger Syndrom

Kinder mit dem Asperger Syndrom fühlen sich oft ausgegrenzt, weil sie nur schwer soziale Kontakte aufnehmen können.
© copyright bei Anette Linnea Rasmussen | Dreamstime.com

Auswirkungen des Autismus gibt es viele. Bei jedem Menschen mit dieser Behinderung gibt es unterschiedliche Ausprägungen. Oft bauen sie keine Beziehung zu ihrer Umwelt auf, nehmen nicht am Leben in einer Gemeinschaft teil oder haben zahlreiche Verhaltensauffälligkeiten. Manche Menschen mit Autismus haben eine geistige Behinderung, andere erreichen eine normale Intelligenz, andere sind aber auch überdurchschnittlich intelligent. Die sogenannte Inselbegabung bei Menschen mit Autismus äußert sich mit einer Hochbegabung in einem bestimmten Bereich, die bei Menschen ohne Autismus nicht denkbar wäre. Trotzdem sind sie dann mit dem Alltag überfordert. Autismus wird bei Kindern entweder vor dem dritten Lebensjahr erkannt oder erst später. Es ergeben sich deswegen unterschiedliche Formen des Autismus.

Frühkindlicher Autismus

Bei Kindern mit dem frühkindlichen Autismus, dem Kanner Syndrom, können schon vor dem dritten Lebensjahr autistische Symptome auftreten. Merkmale des Kanner Syndroms sind beispielsweise fehlendes oder mangelndes Imitationsverhalten, fehlender Blickkontakt zu anderen Personen, mangelnde Sprachfähigkeit, die nicht von Gesten unterstützt wird oder Veränderungsängste, wenn zum Beispiel das Zimmer aufgeräumt werden soll.

Kinder mit dem Kanner Syndrom entwickeln auch oft Stereotypen beim Spielen oder Zweckentfremden von Spielzeugen. So kann es sein, dass Kinder nicht mit einem Spielzeugauto fahren, sondern stundenlang an dessen Rädern drehen. Manche Kinder fangen erst spät an zu sprechen, oder lernen es nie.

Kinder mit Asperger Syndrom

Eine weitere Form ist das Asperger Syndrom, benannt nach Hans Asperger. Hierbei wird der Autismus erst später als beim Kanner Syndrom festgestellt, meist mit dem Eintritt in die Schule. Dann fällt auf, dass diese Kinder Probleme beim Erkennen sozialer Regeln haben. Weiterhin sollen sie Gefühle ihrer Mitmenschen nicht erkennen können und wirken deswegen oft unsensibel oder verletzend. Sie weisen aber - im Gegensatz zum Kanner Syndrom - keine Sprachverzögerung auf.

Eine weitere Form ist der High-Functional- Autismus (funktionaler Autismus). Es besteht kein bedeutender Unterschied zum Asperger Syndrom, Kinder mit diesem Autismus weisen aber oft eine normale Intelligenz auf. Die emotionale Distanz zu gleichaltrigen und anderen Personen ist auffällig.

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Atypischer Autismus

Außerdem gibt es noch den Atypischen Autismus. Er äußert sich mit den typischen Symptomen des Frühkindlichen Autismus, wird aber oft erst später erkannt. Oft liegt eine deutliche Intelligenzminderung vor.
Autismus kann nicht therapiert werden. Viele autistische Erwachsene sehen sich nicht als krank, sondern anders an. 

Julia Dörfler

Schlagworte: Leben mit Behinderung, Gesundheit

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