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Entwicklung Kleinkind

Die Entwicklung des Kindes im 3. Lebensjahr

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Im Alter von 2 Jahren werden Sie schnell merken, dass Ihr Kind bedeutende Fortschritte in seiner Entwicklung macht: Es finden vielseitige Veränderungen auf sprachlicher, körperlicher und sozialer Ebene statt.

Ein Kind blättert in einem Bilerbuch

Kinder im zweiten Lebensjahr trainieren ständig ihre Feinmotorik
© copyright bei Crazy80frog | Dreamstime.com

Sprachliche Entwicklung

Nach dem 2. Geburtstag Ihres Kindes werden Sie es in einem nicht mehr stoppen können: Im Sprechen! Nicht nur die Sprachentwicklung nimmt eine steile Kurve nach oben. Vor allen Dingen wird Ihr Kind große Freude haben, zu sprechen und mit den Wörtern zu experimentieren. Sprechen dient ihm nicht nur zur Kommunikation, sondern oftmals auch als Spiel.

Ihr Kind hat mit wenigen Worten zu sprechen begonnen. Aus diesen schlichten Einwortsätzen wurden bald einfache Sätze aus 2 Worten. Nach kurzer Zeit wurden die Sätze immer länger. Zwar waren und sind diese Sätze grammatikalisch nicht perfekt, aber fehlende Satzglieder werden nach und nach ergänzt.

Der Wortschatz Ihres Kindes

Ab dem 3. Lebensjahr werden die Sätze nun immer komplexer und die Aussagen umfangreicher. Der Wortschatz Ihres Kindes wird um seinen 2. Geburtstag herum auf 200 bis 300 Wörter angewachsen sein, am Ende seines 3. Lebensjahrs wird es schon die Bedeutung von über 1000 Wörtern kennen!

Woran können Sie erkennen, ob die sprachliche Entwicklung Ihres Kindes normal verläuft? Als Faustregel für die Minimalanforderung gilt, dass Kleinkinder bis zum 5. Lebensjahr Sätze mit Wörtern, die der Anzahl der Lebensjahre entsprechen, formulieren können sollten. Ein 1-jähriges Kind sollte demnach Sätze mit einem Wort, ein 2-jähriges mit zwei Worten usw. formulieren können.

Im 3. Lebensjahr wird Ihr Kind zum ersten Mal in der Lage sein, den Plural zu bilden. Gleichzeitig können Sie davon ausgehen, dass Ihr Kind in viel höherem Maße in der Lage sein wird, auch Sie zu verstehen. Die Mühe, Ihrem Kind einen Sachverhalt ausführlicher zu erklären, sollten Sie als selbstverständlich betrachten.

Abstrakte Dinge 

Das Begreifen von abstrakten Dingen fällt auch uns Erwachsenen nicht immer leicht. Verzichten Sie aber nicht darauf, Ihr Kind mit abstrakteren Begriffen zu begegnen. Die Lust Ihres Kindes, die Welt zu begreifen, ist so groß und das dürfen Sie entsprechend fördern.

Zu den abstrakteren Begriffen, die ein Kind im 3. Lebensjahr nicht auf Anhieb verstehen kann, gehören alle Begriffe, die sich auf zeitliche und räumliche Beziehungen oder auf Relationen in der Eigenschaft eines Objekts beziehen. Diese Beziehungen werden Ihrem Kind am Ende seines 3. Lebensjahres immer deutlicher, vielleicht wird es sie in der Mitte seines 4. Lebensjahres schon richtig anwenden können.

Zu diesen schwierigen Beziehungen gehören Begriffe, wie: kleiner, größer, länger, kürzer, brauner, gelber, höher oder weiter. Diese Begriffe sind jedoch notwendig, um das Unterscheidungsvermögen Ihres Kindes zu verfeinern. Räumliche Beziehungen sind leicht zu erklären aber vielleicht nicht auf Anhieb zu begreifen. Helfen Sie Ihrem Kind anschaulich, den Unterschied zwischen oben und unten, vor der Couch, auf der Couch und hinter der Couch zu verstehen.

Zeitliche Beziehungen

Zeitliche Beziehungen sind für Ihr Kind in diesem Alter schon wesentlich schwieriger zu verstehen: Erst warf Papa den Ball, dann flog er über den Gartenzaun. Jetzt liegt der Ball in Nachbars Garten. Erst kommt das eine, dann folgt das andere: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind schwierige Begriffe, da man sie eben nicht „begreifen“ kann!

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Tipps zum Lernen

Denken Sie aber immer daran, dass Sie aus Ihren Erklärungen keine Unterrichtsstunde machen. Viel leichter und lieber lernt Ihr Kind, wenn Sie Spaß miteinander haben, wenn Sie singen oder Reime aufsagen. Zeigen Sie Ihrem Kind doch zum Beispiel im Bilderbuch eine Ente und behaupten, sie sei ein Hund! Ihr Kind wird Sie ganz bestimmt eines Besseren belehren.

Insgesamt fördern Sie die Sprachentwicklung Ihres Kindes optimal, wenn Sie es mit Applaus und Liebe belohnen. Sie selbst sind das Vorbild Ihres Kindes: Sprechen Sie in vollständigen Sätzen und geben Sie sich Mühe, ein Objekt oder eine Sache detailreich zu beschreiben. Wiederholen Sie wichtige Worte mehrmals in verschiedenen Sätzen.

Haben Sie selbst Freude am Sprechen, an der Sprache, an Geschichten, Liedern und Gedichten! Dann wird Ihr Kind noch mehr Freude am Lernen haben und für sein späteres Leben eine besonders breite Basis entwickeln, auf der es seine Gefühle, seine Phantasie und sein Wesen ausdrücken kann.

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Kommentare

Kommentare gesamt: 1

B. Wess

11.09.2013
12:20

Zitat aus dem Bereich Trotzphase:
"Sie brauchen sich auch in der Öffentlichkeit nicht zu schämen, wenn Ihr Kind einen Wutanfall hat. Niemand wird denken, Sie seien eine schlechte Mutter oder ein schlechter Vater. Kinder in diesem Alter reagieren eben manchmal so!

Weichen Sie nicht von Ihrer Strategie ab, Wutanfälle so weit es geht zu ignorieren."

Lief total "super" mit diesem Tipp. Ich bekam von einer netten Dame heute zu hören, dass man mich doch anzeigen müsse, da ich nicht versuche, auf mein Kind einzugehen oder es zu beruhigen...

Dennoch war der Spuk nach ca. 5 Minuten von selbst vorüber, was im Übrigen bei meinen beiden Großen auch so lief.

Aber trotzdem Vorsicht bzgl. der Wirkung in der Öffentlichkeit... Für manche Leute sind Trotzphasen kein Begriff.

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