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Entwicklung Kleinkind

Die Entwicklung des Kindes im 3. Lebensjahr

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Ein Kind blättert in einem Bilerbuch

Kinder im zweiten Lebensjahr trainieren ständig ihre Feinmotorik
© copyright bei Crazy80frog | Dreamstime.com

Emotionale Entwicklung

Das 3. Lebensjahr wird für Eltern und Kind allgemein als besonders anstrengend empfunden. Woran mag das liegen? Eine Ursache dafür ist in der emotionalen Entwicklung Ihres Kindes zu suchen.

Gefühlsschwankungen

Ein Kind im 3. Lebensjahr schwankt zwischen extremen Gefühlen. Mal ist es glücklich, was es Ihnen als Eltern auch unmittelbar zeigen wird: Es lacht, wird Sie küssen und seine Arme um Sie legen wollen. Plötzlich jedoch fühlt es sich schlecht, es weint und wirkt womöglich untröstlich. Wenn es wütend oder frustriert ist, wird es dies genauso unmissverständlich zeigen.

Für Kleinkinder besteht in diesem Lebensabschnitt das Leben aus heftigen Gefühlen, die entweder schwarz oder weiß zu sein scheinen: einen Grauwert scheint es nicht zu geben. Für Sie als Eltern wird es vielleicht schwer sein, mit den Gefühlen Ihres Kindes umzugehen, sie einzuschätzen und richtig darauf zu reagieren.

Gefühlsausbrüche

Aber auch Ihr Kind wird von seinen Gefühlsausbrüchen gebeutelt, denn es kann sich nicht anders mitteilen. Die Gefühle brechen mit einer Heftigkeit über Ihr Kind herein, ohne dass es diese Gefühle steuern könnte.

Ihr Kind kennt nicht die Worte, um sich differenziert über sein Gefühlsleben zu äußern. Fühlt es sich gerade stolz, schuldig, überfordert, freundlich oder unwohl? Für alle Gefühle hat es nur 3 Ausdrucksmöglichkeiten parat: Weinen, Lachen oder Wut. Versuchen Sie, mit konkreten Fragen die Gefühlslage Ihres Kindes zu ermitteln. Reden Sie seine Gefühle nicht klein. Für Ihr Kind sind seine Gefühle im Augenblick des Ausbruchs real.

Hat nicht jeder Mensch das Recht, seine Gefühle zu zeigen? Vielleicht ist es manchmal sogar schade, dass wir Erwachsenen unsere Gefühle so oft verbergen? Sicherlich ist es in unserem alltäglichen Umgang leichter, wenn wir und unsere Mitmenschen nicht jeden Augenblick Gefühlsausbrüche erleiden. Doch schade wird es spätestens dann, wenn wir es gewohnt sind, unsere Gefühle derart zu unterdrücken, dass wir vielleicht selbst schon gar nicht mehr wissen, was wir eigentlich fühlen.

Gefühle pur erleben

Verunsichern Sie Ihr Kind nicht, indem Sie seine Gefühle in Abrede stellen: „Sei nicht traurig“, „Es gibt keinen Grund wütend zu sein“, „Du brauchst nicht zu weinen, du bist nicht verletzt“, sind Aussagen, die Ihr Kind auf Dauer dazu bringen könnten, an seinen Gefühlen zu zweifeln. Für ein späteres erfülltes (Erwachsenen-)Leben ist es jedoch keine gute Voraussetzung, an unseren Gefühlen zu zweifeln und nicht zu wissen, was wir fühlen und wollen. Bedenken Sie also, dass der Grund des Wutausbruchs Ihnen vielleicht verborgen bleibt, dass Ihr Kind aber gerade von einer heftigen Gefühlswelle erfasst wurde. Es ist wichtig, dass Sie Ihrem Kind helfen, auf Dauer mit seinen Gefühlen umzugehen.

Angst ist ein besonders starkes Gefühl, das nicht so leicht zu erklären ist.
Kleine Kinder haben zum Teil recht spezifische Ängste. Zum einen ängstigen sich Kinder vor dem Verlassenwerden, was sicherlich eines seiner größten Befürchtungen ist. Auf der anderen Seite fürchten sich Kleinkinder zuweilen auch vor der Dunkelheit, vor lauten Geräuschen – zum Beispiel Donner, vor Hunden oder Insekten, manchmal auch vor einem Monster, das unter ihrem Bett lauert.

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Umgang mit Gefühlen und Ängsten

Damit Ihr Kind lernt, besser mit seinen Gefühlen und Ängsten umzugehen, können Sie Ihrem Kind helfen.

  • Fragen Sie konkret nach: Hast du Angst? Was macht dir Angst? Hast du Angst, dass etwas passieren könnte?

  • Wie bereits oben erwähnt, ist es nicht sinnvoll, wenn Sie sagen: In der Dunkelheit kann dir nichts passieren.

  • Zeigen Sie Ihrem Kind, dass nichts passieren kann! Setzen Sie sich doch einmal für eine Weile mit Ihrem Kind auf dem Schoß ins dunkle Zimmer.
  • Lauschen Sie auf die Geräusche, die in der nächtlichen Wohnung zu hören sind. Erklären Sie ihm, dass es der Kühlschrank ist, der brummt.

  • Wenn Ihr Kind starke Angst hat, trösten Sie es und geben Sie ihm das Gefühl, beschützt und in Sicherheit zu sein.

Natürlich können Sie die Angst Ihres Kindes vor einem Monster auch verharmlosen: Nein, es gibt keine Monster, nur in Filmen und Geschichten. Doch manchmal wird Ihr Kind Ihnen dennoch nicht glauben. Vielleicht schenken Sie ihm ein Amulett, das es vor Monstern beschützt oder Sie versprechen ihm Hilfe, und dass Sie jederzeit für es da sein werden.

Am sinnvollsten ist es sicherlich, wenn Sie Ihrem Kind erklären und zeigen können, dass es sich nicht zu ängstigen braucht –  dass Sie jedoch seine Angst erkennen können und wissen, dass dieses Gefühl nicht leicht für Ihr kleines Kind ist.

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Schlagworte: Entwicklung Kleinkind

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Kommentare

Kommentare gesamt: 1

B. Wess

11.09.2013
12:20

Zitat aus dem Bereich Trotzphase:
"Sie brauchen sich auch in der Öffentlichkeit nicht zu schämen, wenn Ihr Kind einen Wutanfall hat. Niemand wird denken, Sie seien eine schlechte Mutter oder ein schlechter Vater. Kinder in diesem Alter reagieren eben manchmal so!

Weichen Sie nicht von Ihrer Strategie ab, Wutanfälle so weit es geht zu ignorieren."

Lief total "super" mit diesem Tipp. Ich bekam von einer netten Dame heute zu hören, dass man mich doch anzeigen müsse, da ich nicht versuche, auf mein Kind einzugehen oder es zu beruhigen...

Dennoch war der Spuk nach ca. 5 Minuten von selbst vorüber, was im Übrigen bei meinen beiden Großen auch so lief.

Aber trotzdem Vorsicht bzgl. der Wirkung in der Öffentlichkeit... Für manche Leute sind Trotzphasen kein Begriff.

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