Spartipps: Wäsche Waschen

Richtiges Waschen ist keine Geheim-Wissenschaft - und doch stellt sich vielen die Frage: Wie Wäsche Waschen und dabei Energie, Wasser und Kosten einsparen?
Wäsche mit gleichen Anforderungen an Waschtemperatur, Waschprogramm und Waschmittel so lange sammeln, bis eine volle Maschinenladung zusammengekommen ist. IKW
Schau mal hier: wäsche waschen

Beim Waschen in der Trommel läuft es nach Meinung vieler Experten nicht ganz rund: Viele waschen zu heiß, beladen die Waschmaschine nicht optimal oder dosieren falsch. Wäsche optimal sauber zu waschen, dabei den Geldbeutel und die Umwelt zu schonen – darüber denken die meisten Familien irgendwann einmal nach. Oft ist es die Stromrechnung, die Verbraucher in Schrecken versetzt. Aber auch Wasser aus der Leitung ist nicht ganz billig. Was viele nicht wissen: Beim alltäglichen Waschen und Spülen kann jede Familie Geld sparen – sogar schon mit kleinen Änderungen der Waschgewohnheiten. Es gibt neue Regeln für effizientes und nachhaltiges Waschen, von denen jede Familie profitiert.

1. Spartipp: Geringere Temperatur wählen, Maschine länger laufen lassen.

Vieles wird zu heiß gewaschen. Die meiste Energie benötigt die Maschine für das Erhitzen des Wassers – für das Drehen der Trommel hingegen relativ wenig. Experten raten, lieber niedrigere Temperaturen einzustellen und dafür ein längeres Waschprogramm einzustellen. Das erreicht man bei vielen Waschmaschinen durch das Drücken der „Flecken-„ oder „Intensiv“-Taste. Mit dieser Methode lässt sich ein ebenso sauberes oder sogar besseres Waschergebnis erzielen. Und auch der Hygiene tut das Waschen im niedrigeren Temperaturbereich keinen Abbruch. Die Empfehlungen gehen heute aufgrund des veränderten Textilangebotes ohnehin in die „kühleren“ Temperaturen, neuerdings sogar in den Niedrigtemperaturbereich.

Was sind Niedrigtemperaturwaschmittel?

Dass empfindliche Textilien wie Wolle und Seide kalt gewaschen werden kann, ist seit langem bekannt. Heute gibt es auch Vollwaschmittel und Colorwaschmittel, die bereits bei 15°C oder 20°C ein gutes Waschergebnis erzielen. Auch eine neue Generation von Waschmaschinen unterstützt das Waschen im Niedrigtemperaturbereich.

Sparpotenzial:
Wählt man für die Wäsche die jeweils niedrigere Temperatur – beispielsweise 40 °C statt 60°C – kann eine vierköpfige Familie rund 20 Euro pro Jahr sparen, so die Experten der Körperpflege– und Waschmittelverbandes.

2. Spartipp: Die Maschine vollständig beladen

Wäsche und Pulver einfüllen, Programm einstellen und los: Viele denken nicht darüber nach, ob die Waschmaschine auch vollständig beladen ist – oder sie halten sich noch nach der alten Regel, dass auf der Wäsche eine Handbreit Platz bleiben muss, um die Trommel nicht zu überladen.
Experten raten heute, die Maschine vollständig zu beladen. Was das bedeutet, hängt vom jeweiligen Gerätetyp und der Textilart ab: Bei einem Gerät mit 5 Kilogramm Fassungsvermögen ist die Maschine z.B. mit 5 Kilogramm trockener Bunt- oder Weißwäsche oder mit 2,5 Kilogramm Feinwäsche voll beladen. Nach Ansicht der Experten halten moderne Waschmaschinen diese Vollbeladung aus. Wer also wartet, bis sich eine vollständige Wäscheladung angesammelt hat, kann Energie, Wasser und Waschmittel sparen.

Sparpotenzial: Durch die optimale Beladung der Waschmaschine kann eine vierköpfige Familie die Anzahl der Waschladungen von 300 auf 240 reduzieren. Dadurch spart sie bis zu 35 Euro pro Jahr.

3. Spartipp: Waschmittel richtig dosieren

Jedes Jahr wird im Haushalt einer vierköpfigen Familie rund 300mal gewaschen. Wird dabei zu hoch dosiert, erhöht das den Jahresverbrauch enorm. Stellt sich nur die Frage, wie man das richtige Maß findet – bei allen unterschiedlichen Formen an Waschmitteln wie Pulver, Gels oder Tabs. Wie man dosiert, hängt stark von der Wasserhärte und Verschmutzung der Wäsche ab. Experten des Industrieverbandes Körperpflege- und Waschmittel raten, sich genau an die Tabelle zu halten, die sich auf der Vorderseite jeder Waschmittelpackung befindet.

Wie viel Wachmittel braucht man?

Wie viel Waschmittel man benötigt, hängt auch von Wasserhärte und dem Verschmutzungsgrad der Wäsche ab. Je weicher das Wasser und je weniger die Wäsche verschmutzt ist, desto weniger Wachmittel wird benötigt. Eine Ladung Wäsche – bei mittlerer Wasserhärte und ebensolcher Verschmutzung gewaschen – verursacht Waschmittelkosten von 20 Cent und damit rund 60 Euro pro Jahr. Im Vergleich dazu fallen bei leichter Verschmutzung und weicher Wasserqualität nur Kosten in Höhe von rund 30 Euro an.

Hinweise zur Wasserhärte

Man unterscheidet zwischen weichem, mittlerem und hartem Wasser. Wie „hart“ das Wasser in der eigenen Wohngegend ist, erfährt man beim örtlichen Wasserversorger. Bei weichem Wasser braucht man rund ein Drittel weniger Waschmittel als bei hartem Wasser. Und bei nur leicht verschmutzter Wäsche kann man sich sogar die Hälfte des angegebenen Waschmittels sparen. Auch beim Geschirrspülen lässt sich sparen, wenn die Maschine auf die richtige Wasserhärte eingestellt ist.

Sparpotenzial: Mit der richtigen Waschmitteldosierung kann man rund 30 Euro im Jahr sparen.

4. Spartipp: Beim Trocknen Sonne und Wind nutzen

Wer viel Wäsche waschen muss oder keinen Trockenraum zur Verfügung hat, greift gerne auf einen Wäschetrockner zurück. Doch gerade damit wird viel Energie verbraucht: Auf den gesamten Waschprozess bezogen – von der Herstellung von Waschmittel und Waschmaschine bis hin zum Waschen, Trocknen und Bügeln – entfallen allein auf das Trocknen im Wäschetrockner 50 Prozent. Sonne und Wind sind hingegen kostenlos, argumentiert der Industrieverband Körperpflege und Waschmittel. Gerade im Sommer ist es kein Problem, die Wäsche auf der Wäscheleine trocken zu lassen. Selbst in Mietwohnungen ohne Balkon ist das möglich, da anders gelüftet werden kann als im Winter.

Sparpotenzial: Wenn nur die Hälfte der anfallenden Wäsche im Wäschetrockner getrocknet wird, kann eine vierköpfige Familie rund 85 Euro pro Jahr sparen.