Tipps und Tricks für das Wäschewaschen

Bullauge auf und Schmutzwäsche in die Waschmaschine – so einfach ist das leider nicht. Diese Fragen stellen sich viele: Welche Wäsche darf man zusammen waschen? Welches Waschmittel nimmt man für welches Programm und welche Wäsche? Und soll man Flecken vorbehandeln? 12 Tricks und Tipps fürs richtige Wäsche waschen, auf die es aus Expertensicht ankommt.
Eine mit roter Wäsche befüllte Waschtrommel.
Nur vorsortierte Wäsche in die Waschtrommel geben. IKW
Schau mal hier: aufkleber wäsche sortieren

Wäsche vorsortieren:

  • Nach Farbe sortieren. Weiß und bunt sollten nicht zusammen gewaschen werden.
  • Nach Material und Empfindlichkeit sortieren. Die verschiedenen Textilien vertragen unterschiedliche Programme und Temperaturen.
  • Manche Textilien gar nicht in die Trommel geben – z.B. Leder, Jacketts oder empfindliche Seide. Hier auf die Pflegeetiketten achten.

Flecken sofort behandeln.

Für hartnäckige Flecken gibt es spezielle Fleckenlöser als Maschinenzusatz. Sie entfernen Gras- und Obstflecken, Tee, Blut, Soße oder Tinte. Hilfreich ist auch die Vorbehandlung der Wäschestücke mit Gallseife oder das Einweichen des Wäschestücks in einer Schüssel. Vorwäsche ist in der Regel nicht notwendig.

Auf links drehen

Empfindliches und Schwarzes auf links drehen, das schont Farben und Oberfläche.

Dunkles nur mit Flüssigwaschmittel

Bei Dunklem nur Flüssigwaschmittel verwenden, das verhindert weiße Waschmittelspuren. Vorsicht vor der „Restwaschflotte“: Diese vom vorhergehenden Waschgang  zurückbleibende Waschlauge kann noch Bleichmittel enthalten, die dunkle Wäsche ausbleichen kann.

Waschmittel je nach Textilart

Waschmittel je nach Textilart wählen: Vollwaschmittel für verfleckte weiße Wäsche, Colorwaschmittel für Buntwäsche, Feinwaschmittel für besonders empfindliche Textilien, Wollwaschmittel für Wolle und Seide.

Die richtige Dosierung

Dosierung: Abhängig von der Verschmutzung der Wäsche und der Wasserhärte. Die Wasserhärte ist auf der jährlichen Wasserrechnung vermerkt. Je nach Kalkkonzentration wird zwischen weichem, mittlerem, hartem und Wasser unterschieden. Per Gesetz müssen die Waschmittelhersteller die dazu passenden Dosierungsempfehlungen auf der Verpackung vermerken. Bei weichem Wasser kann die angegebene Waschmittelmenge bis zu einem Drittel reduziert werden. Die Wasserhärte erfährt man beim örtlichen Wasserversorger, der auch zweckmäßige Aufkleber für die Waschmaschine verschickt.

Programm und Temperatur: Auf die eingenähten Pflegeetiketten achten

  • Waschmittel sind heute schon bei niedrigen Temperaturen wirksam. In der Regel reichen 30 bis 40 Grad aus.
  • Bei starken Flecken, Bettwäsche oder Krankheitswäsche werden 60 Grad empfohlen.
  • Baumwolle eignet sich für Temperaturen bis 95 Grad. Hohe Temperaturen nach Großmutters Vorbild sind aber nur noch bei stark verschmutzter Berufskleidung nötig.
  • Baumwollmischgewebe: Normalwaschgang bei 30 bis 60 Grad.
  • Viskose, Kunstfaser oder Leinen: Schonwaschgang bei 30 bis 40 Grad
  • Wolle und Seide: kalt im speziellen Schonwaschgang

Weichspüler sind unnötig

… und belasten die Gewässer, so die Stiftung Warentest. Die Wasserenthärter in den Waschmitteln reichen in der Regel aus, um die Wäsche weich zu  machen. Aus diesem Grund sind auch Entkalker und Enthärter für die Maschine unnötig.

Trocknen: Pflegeetiketten beachten

Seide und Wolle vor dem Trocknen in ein Badetuch einwickeln, das entzieht vorab schon Feuchtigkeit. Wäsche aus Seide oder Wolle sollte liegend getrocknet werden. Wäsche sollte immer gleich aus der Trommel geholt werden – so lassen sich Falten, Knitter oder gar Stockflecken vermeiden.

Einspülkästen etwa alle zwei Monate reinigen

… zum Beispiel mit einer Spülbürste. Der Grund: Sie können verstopfen und Schimmelsporen bilden, die zu Allergien oder Hautreizungen führen können. Tipp: Säckchen oder Wäschekugel verwenden. Das Pulver kommt damit  direkt in die Trommel.