Wäsche Waschen – mit welchem Waschmittel?

Gel, Tabs, Pulver – welches Waschmittel ist besser? Ist Vollwaschmittel für jede Art von Wäsche geeignet? Was sind Superkompakt-Waschmittel und wozu braucht man Spezialwaschmittel? Diese und andere Fragen stellen sich viele irgendwann einmal, die beim Wäschewaschen alles richtig machen und dabei noch die Umwelt schonen wollen. Darauf kommt es an:
Flüssigwaschmittel
Flüssig, Pulver oder Kompakt? - Die Auswahl an Waschmitteln ist heute groß.IKW
Schau mal hier: wäsche waschen waschmittel

Für jede Textilart gibt es ein darauf abgestimmtes Waschmittel:

Vollwaschmittel ist für weiße und farbechte Textilien geeignet, die man bei einer Temperatur bis 95 °C waschen kann. Sie werden häufig auch als „Universalwaschmittel“ angeboten. Sie  zählen zu den leistungsstärksten Produkten – insbesondere in Pulverform. Für ein optimales Waschergebnis enthalten alle festen Vollwaschmittel optische Aufheller gegen die Vergilbung weißer Wäsche sowie Bleichmittel gegen farbige Flecken. In den flüssigen Varianten oder in Gelform sind keine dieser Bleichmittel oder optischen Aufheller enthalten. Für empfindliche Wäsche wie Wolle oder Seide sind Vollwaschmittel nicht geeignet.
Colorwaschmittel oder Buntwaschmittel eignen sich für wenig empfindliche Buntwäsche wie Jeans, Bettwäsche oder Handtücher, die eine farbschonende Reinigung brauchen. Sie enthalten keine optischen Aufheller oder Bleichmittel. Das Hauptmerkmal ihrer Leistung liegt in der optimalen Reinigung der Textilien unter größtmöglicher Farbschonung. Viele Colorwaschmittel enthalten Substanzen, die ein Ausbluten der Farben und eine Übertragung von einem Wäschestück auf ein anderes verhindern sollen. Colorwaschmittel eignen sich nicht für empfindliche Wäsche wie Seide oder Wolle. 
Feinwaschmittel sind besonders mild und werden für empfindlichere Textilien wie Blusen eingesetzt. Oft enthalten sie Pflegekomponenten, die einen besonderen Farb- und Faserschutz bieten – allerdings kann ihre Reinigungsleistung etwas geringer sein. Feinwaschmittel  besitzen die Fähigkeit, einen feinporigen Schaum zu bilden, der empfindliche Wäsche vor mechanischer Beanspruchung schützt. Feinwaschmittel enthalten keine optischen Aufheller und sind frei von Bleichmitteln. Für einen gewebeschonenden Effekt liegt ihr pH-Wert meist etwas niedriger. Achtung: Enthält ein Feinwaschmittel das Enzym Protease, eignet es sich nicht für Wolle oder Seide. 
Spezialwaschmittel gibt es für spezielle Textilarten wie Wolle, Seide oder auch Gardinen. Für welche Arten von Textilien sie eingesetzt werden, lässt sich meist am Produktnamen ablesen.

Wollwaschmittel sind hauptsächlich für die Hand- oder Maschinenwäsche aller waschbaren Textilien aus Wolle und Seide geeignet. Sie haben die Eigenschaft, ein schützendes Schaumvolumen beim Waschvorgang zu entwickeln, das die Reibungsbewegungen in der Trommel vermindert und so einer Verfilzung der Wäschestücke entgegenwirkt.
Gardinenwaschmittel sind für alle weißen Gardinen aus Synthetik oder Mischgewebe geeignet, die bei Temperaturen zwischen 30°C und 40°C gewaschen werden können. Diese Waschmittel enthalten meist optische Aufheller und etwas Bleichmittel.
Superkompaktwaschmittel gehören zur neuen Waschmittelgeneration und werden unterteilt in so genannte Superkompaktate und Kompaktate. Bei den superkompaktierten Waschmitteln reichen 85 Milliliter pro Waschgang (bei normal verschmutzter Wäsche), während bei den kompaktierten Waschmitteln 130 Milliliter auf einen Waschgang dosiert werden. Die älteren Kompaktwaschmittel der Achtzigerjahre, bei denen Mengen bis zu 500 Milliliter dosiert werden mussten, sind heute nicht mehr erhältlich.
Waschmittel für Dunkles: Einige Waschmittelhersteller bieten spezielle Waschmittel an, die tiefe Schwarztöne der Textilien erhalten sollen. Der Nutzen ist allerdings umstritten: Zum einen enthalten auch Colorwaschmittel Farbschutzelemente, die das Abfärben verhindern, zum anderen „bewahren sie die Farben nicht besser als ein normales Flüssigwaschmittel für Buntes“, so die Stiftung Warentest.

Weichspüler – ja oder nein?

Wird im letzten Spülgang ein Weichspüler verwendet, kommt die Wäsche häufig knitterfrei aus Trommel und Wäschetrockner. Das hat den Vorteil, dass das Bügeln leichter und schneller erledigt ist, es trägt aber auch zum Werterhalt der Textilien bei, da die Fasern vor dem Verschleiß geschützt werden. Der Grad der Umweltverträglichkeit von Weichspülern ist in den letzten Jahren gestiegen.

Seit 1991 werden so genannte Esterquats verwendet – das sind Weichspül-Wirkstoffe, die biologisch schnell und vollständig abbaubar sind. Allerdings haben Weichspüler auch Nachteile: Bei manchen Textilarten verklebt das Gewebe oder die Saugkraft lässt nach – etwa bei Hand- und Geschirrtüchern. Auch Allergien können durch Weichspüler ausgelöst werden.