Waschmittel: Preisvergleich und Geld sparen leicht gemacht

Geld sparen beim Waschmittel – das ist nicht nur eine Frage der richtigen Dosierung, sondern fängt schon beim Einkauf an. Doch ein Waschmittel-Preisvergleich ist meist gar nicht so einfach. Weil es Waschmittel in unterschiedlicher Konzentration und Form gibt, verlangt ein schneller Preisvergleich wahre Rechenkünste.
Beim Wäsche waschen Geld sparen.
Beim Wäschewaschen gibt es großes Sparpotenzial: Allein durch eine Verringerung der Waschtemperatur von 60 °C auf 40 °C lassen sich, übers Jahr gesehen, in einem 4-Personen-Haushalt 20 Euro sparenIKW
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Waschmittel gibt es in allen Varianten: In Pulverform, in flüssiger Form, in Tablettenform und auch in unterschiedlichen Konzentrationen. Eine Vielfalt, die unterschiedlichste Wasch – und Pflegegewohnheiten der Verbraucher bedienen soll, zugleich aber eine Schwierigkeit bereithält: Wer vor dem Regal im Supermarkt steht, kann oft mit der Angabe des Grundpreises mit Bezug auf ein Kilogramm oder einen Liter nicht viel anfangen. So werden beispielsweise Waschmittelpackungen mit einem Inhalt von 40 Waschladungen sowohl als 3, 5 als auch als 3-Literflasche oder als 3 Kilogramm-Paket im Handel angeboten. 

Sparen beim Waschmittelkauf: Preisvergleich ist unabdingbar

Um es dem Verbraucher einfacher zu machen, darf der Handel in Deutschland auch den Grundpreis pro Waschladung am Regal angeben. Das erspart dem Kunden die meist unfreiwilligen Rechenübungen am Regal, die den Grundpreis pro Kilogramm oder Liter in einen Bezug zum Endpreis setzen sollen – und erst damit eine Einschätzung des Waschmittels als preiswert oder teuer ermöglichen. Das heißt: Ein preisbewusster Kund kann und sollte allein anhand der Angaben am Regal ablesen, wie viel ein Waschmittel pro Waschgang kostet. Damit kann er anhand der insgesamt enthaltenen Waschladungen im Paket oder in der Flasche den Preis der unterschiedlichsten Wachmittelprodukte vergleichen.

Tipp: Die Zahl der Waschladungen ablesen

Die Anzahl der Waschgänge, die in einer Packung oder Flasche enthalten sind, kann der Verbraucher oder die Verbraucherin mit einem Blick ablesen: Auf der Vorderseite befindet sich – meist im unteren Bereich – ein Symbol für einen Wäschekorb, versehen mit einer Zahl für die Angabe der Waschladungen, die bei mittlerer Wasserhärte gewaschen werden können. Stellt sich nur noch die Frage: Was ist die vorgeschriebene Bezugsgröße für diese Angabe der Waschladungen? Für Vollwaschmittel sind das 4, 5 Kilogramm normal verschmutzte Wäsche, bei Feinwaschmitteln 2,5 Kilogramm leicht verschmutzte Wäsche.

Flüssig- oder Pulverwaschmittel – Was ist günstiger?

Wem ist es nicht aufgefallen: Die Packungen für Waschmittel werden immer kleiner, die Produkte immer konzentrierter. Und anstelle der bis ins Jahr 1998 noch benötigten 300 Gramm Waschpulver pro Waschladung benötigt man heute nur noch höchstens ein Drittel, um dieselbe Reinigungswirkung zu erzielen. Noch mehr an Waschmittel lässt sich heute mit Flüssigprodukten einsparen: Hier reichen pro Waschgang rund 75 Milliliter aus, um einwandfrei saubere Wäsche zu erhalten. Und bei den hochkonzentrierten Flüssigwaschmitteln genügen in der Regel sogar schon 35 Milliliter für ein sauberes Waschergebnis. Die alte Regel, dass Flüssigwaschmittel eine vergleichsweise höhere Dosierung benötigen als Pulverwaschmittel, gilt also nicht mehr uneingeschränkt. Um wirklich Geld zu sparen, ist aber eines besonders wichtig: Der Blick auf die Dosierungsanleitung des verwendeten Waschmittels vor dem Einfüllen in die Waschmaschine.

Geld Sparen mit Niedrig-Temperatur-Waschmittel

Waren früher noch Waschtemperaturen bis zu 90°C üblich, um die eine akzeptable Sauberkeit und Hygiene zu erzeugen, können die Verbraucher heute schon bei 30 °C gute Waschergebnisse erzielen.  Der Grund: Moderne Rezepturen der Waschmittel und die höhere Leistungsfähigkeit von Waschmaschinen. Seit einiger Zeit gibt es so genannte Niedrig-Temperatur-Waschmittel, die sogar schon bei 20 oder 15 °C gute Ergebnisse erzeugen. Das Waschen bei niedrigen Temperaturen schont nicht nur die Wäsche, sondern spart auch Energie: So können pro Waschgang bis zu 90 Prozent der Energiekosten eingespart werden. Geld sparen kann man aber nicht nur mit der richtigen Waschtemperatur, sondern auch durch den Einsatz der richtigen Waschmittel, durch richtiges Schleudern, Dosieren, Beachtung der Pflegehinweise und die richtige Beladung der Waschmaschine. Alle notwendigen Hinweise finden sich meist in der Bedienungsanleitung für die Waschmaschine.

Niedrige Temperaturen – Ausreichend Hygiene?

Fachleute betonen, dass man sich um die Hygiene bei niedrigen Waschtemperaturen keine Sorgen machen muss: Guten Gewissens könne man leicht verschmutzte Blusen und Hemden, T-Shirts  und Hosen schon bei 20 °C waschen, so der Industrieverband Körperpflege – und Waschmittel e.V. (IKW). Nur bei bestimmten Textilarten wie Bettwäsche und Unterwäsche, Spüllappen oder Geschirr- und Handtücher sei es ratsam, die Waschtemperatur auf 40°C hochzufahren, sofern bleichmittelhaltiges Pulver-Vollwaschmittel verwendet wird. Verwendet man ein Colorwaschmittel, seien bei diesen Textilarten 60°C sinnvoll und ausreichend. Höhere Temperaturen als 60°C sind selbst dann nicht nötig, wenn in einem Haushalt Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, mit Allergien gegen Hausstaubmilben oder gar ansteckenden Krankheiten leben, so die Experten des IKW.