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Entspannte Sommerferien für die ganze Familie: So klappt’s

Jedes Jahr auf‘s Neues fiebern wohl alle Kinder in Deutschland auf ihre Sommerferien hin – den Eltern wird es bei diesem Gedanken hingegen oft Angst und Bange.

Gerade berufstätige Elternteile haben häufig Sorge, wie sie in der schulfreien Zeit die Kinderbetreuung organisieren können. Und selbst, wenn sie ebenfalls Urlaub haben, haben die Kinder nicht selten Langeweile. Damit die Laune nicht kippt, müssen vor allem jüngere Sprösslinge noch ausreichend beschäftigt werden. Der Fernseher oder eine Spielekonsole sind dafür zwar einfache, aus vielen Gründen aber ungeeignete Lösungen. Wie also können die Sommerferien harmonisch und für alle Familienangehörigen möglichst entspannt gestaltet werden?

Ab in den Urlaub? Die Vor- und Nachteile einer Familienreise

Die Sommerzeit bedeutet nicht nur für die Kinder, sondern häufig auch für deren Eltern Urlaubszeit. Berufstätige Elternteile können sich zwar nur in den seltensten Fällen gleich sechs Wochen am Stück frei nehmen, jedoch haben sie vielleicht auch zwei, drei oder sogar vier Wochen frei. Reichen die finanziellen Mittel, so wäre zu diesem Zeitpunkt eine gemeinsame Reise naheliegend. Dabei können Spaß und Abenteuer für die Kinder mit etwas Erholung für die Eltern kombiniert werden. Reiseziele gibt es jedenfalls viele und für die verschiedensten Geschmäcker. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Erwachsenen können vom Alltag abschalten und intensiv die Zeit mit der Familie genießen, ohne sich um Haushalt & Co kümmern zu müssen. Die Kinder lernen fremde Landschaften sowie Kulturen kennen, schließen neue Freundschaften und entfliehen der Langeweile im heimischen Wohnzimmer.

Dennoch kann eine solche Reise gerade bei kleineren Kindern auch eine Menge Stress bedeuten. Die Eltern müssen sich nicht nur um eine Unterkunft, die Anreise und Beschäftigung für die Kinder vor Ort kümmern, sondern auch mit Themen wie Sicherheit, Gesundheit (zum Beispiel die Notwendigkeit von Reiseimpfungen) oder Finanzen auseinandersetzen. Ein Familienurlaub geht nämlich ins Geld und das kann sich längst nicht jede Familie in Deutschland leisten. Eine gemeinsame Reise ist für die Sommerferien also ein Kann, längst aber ein Muss.

Den Ferienalltag aktiv gestalten

Es ist durchaus möglich, den Stress der Reiseplanung zu umgehen und die Kinder in ihren Sommerferien in der gewohnten Umgebung ausreichend zu beschäftigen. Auch vor oder nach dem gemeinsamen Urlaub können folgende Tipps für entspannte Sommerferien noch nützlich sein:
Eltern sollten die Sommerferien ihrer Kinder aktiv gestalten. Das bedeutet allerdings nicht, jeden Tag von morgens bis abends durchzuplanen. Stattdessen sollte es ausreichend Freiräume geben, in welchen das Kind seinen Lieblingsbeschäftigungen nachgehen kann. Bestenfalls setzen sich Eltern und Kinder zu Beginn der Sommerferien zusammen und erstellen einen gemeinsamen Plan. Zeit für die Familie ist dabei ebenso wichtig wie das Treffen mit Freunden zum Spielen oder die Hobbys. Mit zunehmendem Lebensalter können sich die Kinder und Jugendlichen in der Regel immer besser selbstständig beschäftigen und benötigen demnach weniger „Anleitung“ durch ihre Eltern. Doch auch mit jüngeren Schulkindern sind entspannte Sommerferien für (berufstätige) Mütter und Väter möglich.

Frühzeitig die Kinderbetreuung organisieren

Das A und O ist hierbei die Kinderbetreuung. Diese muss für jene Zeiten, in welchen der Nachwuchs normalerweise die Schulbank drückt, nun nämlich anderweitig organisiert werden. Da das vielen Familien so geht, sind entsprechende Angebote oft schon frühzeitig ausgebucht. Welche Alternativen gibt es also, damit die Sommerferien aus Sicht der Eltern dennoch entspannt ablaufen und natürlich auch den Kindern Spaß machen?

  • Zeltlager: In Zeiten der digitalen Medien beschäftigen sich viele Kinder immer weniger mit der Natur, mehr hingegen mit ihrem Smartphone, ihrer Playstation oder den neuesten Videos auf YouTube. Ein Zeltlager kann die optimale Lösung darstellen, um einerseits die Kinder wieder in die Natur sowie an die frische Luft zu locken und andererseits die Eltern zu entlasten. So können die Sprösslinge mit ihren Freunden Abenteuer erleben und werden von den Betreuern über einen Zeitraum von mehreren Wochen beschäftigt. Derweil sind Mutter und Vater entlastet, können sich in Ruhe ihrer Arbeit widmen oder endlich mal wieder die Zweisamkeit genießen – vielleicht sogar selbst in den Urlaub fahren. Eine Win-Win-Situation!
  • Babysitter-Sharing: Lassen sich die Kinder davon nicht überzeugen oder ein Zeltlager kommt aus anderen Gründen nicht infrage, muss die Kinderbetreuung vielleicht über einen klassischen Babysitter organisiert werden. In manchen Familien erklären sich dazu die Großeltern bereit. Ist das keine Option, so muss ein externer Babysitter gesucht werden. Das ist beispielsweise über das schwarze Brett in der Schule möglich, über das Nachfragen im Bekanntenkreis oder mittels Internet. Ist ein solcher gefunden, können Eltern eine Menge Geld sparen, indem sie „Babysitter-Sharing“ betreiben. Das bedeutet, sie teilen sich den Betreuer mit einer oder mehreren anderen Familien. Die Kinder werden also gemeinsam beaufsichtigt und können zusammen spielen, während ihre Eltern die Kosten untereinander aufteilen.
  • Ferienpass: Viele Städte und Gemeinden bieten zudem einen speziellen Ferienpass an. Hierin enthalten sind beispielsweise kostenlose Eintritte in das ortsansässige Freibad oder Vergünstigungen in Museen, Freizeitparks & Co. Zu finden sind darin also allerhand Anregungen für Unternehmungen in der Region, sowohl bei gutem als auch bei schlechtem Wetter. Dadurch wird den Kindern garantiert nicht langweilig, sie sind ausreichend beschäftigt und die Sommerferien verlaufen für die Eltern möglichst entspannt.